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Wolfgang Hollegha zum 90. in Wien

Wolfgang Hollegha, Weinzeiger, 2003

Anlässlich des 90. Geburtstages von Wolfgang Hollegha widmet das Strabag Kunstforum dem renommierten Maler eine Einzelausstellung mit ausgewählten Bildern seines ungegenständlichen Schaffens aus den letzten sechs Jahrzehnten. Stets sind Motive aus der Natur der Ausgangspunkt für Holleghas Abstraktionen, denen er durch lasierenden Farbauftrag und den Wechsel von gebrochenen und Primärfarben besondere Leuchtkraft verleiht.

Unter den Leihgaben aus der Sammlung Essl, der Albertina und der Strabag befindet sich auch die Ölkomposition „Weinzeiger“ aus dem Jahr 2003. Deutlich manifestiert sich in diesem Werk das Prinzip des Künstlers: „Solange ich die Dinge betrachte, sind sie lebendig. Wenn ich sie nun ganz stur abzeichnen würde, wären sie plötzlich tot, also schaue ich, dass mein Körper, die Art, die Hand zu bewegen, die Verlagerung der Schwerkraft, die man spürt, dass all das in der Zeichnung erhalten bleibt. Die Spontaneität des Körpers spielt mit. Ich male nicht geometrisch, weil man die Dinge nicht geometrisch sieht. Ich bin immer von der Natur ausgegangen, von dem, was ich sehe. Meine Grundtendenz ist, der Geometrie zu entkommen.“

1956 formierte sich um die Galerie St. Stephan und deren Leiter, den Geistlichen Otto Mauer, die „Malergruppe St. Stephan“. Deren Mitglieder Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky, Arnulf Rainer und ihr Förderer Otto Mauer verhalfen der abstrakt-expressionistischen Malerei nicht nur in Österreich zum Durchbruch, man wurde auch in den USA auf Hollegha aufmerksam. Bereits 1958 verlieh man dem gebürtigen Kärntner den Guggenheim-Preis, in den Folgejahren präsentierte er seine Arbeiten mehrmals in den Staaten, unter anderem im New Yorker Guggenheim Museum. Dennoch entschied sich der Künstler, seiner Heimat treu zu bleiben, und erwarb einen abgeschiedenen Bauernhof im steirischen Rechberg, wo er bis heute lebt und arbeitet.

Am 4. März 1929 in Klagenfurt geboren, studierte Wolfgang Hollegha von 1947 bis 1954 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Josef Dobrowsky und Herbert Boeckl. Seinen Erfolgen in den USA folgten weitere internationale Einzel- und Gruppenausstellungen. 1964 beteiligte er sich an der Documenta 3 in Kassel, 1967 war er im Rahmen der Weltausstellung in Montreal im österreichischen Pavillon vertreten. Hollegha wurde 1967 mit dem Joanneums-Kunstpreis des Landes Steiermark und 1990 mit der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold ausgezeichnet. Von 1972 bis 1997 war er Professor und Leiter einer Meisterklasse an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Wolfgang Holleghas Bilder befinden sich in zahlreichen österreichischen Museen, unter anderem in der Albertina, dem Belvedere und dem Mumok in Wien. Aktuell arbeitet der 90jährige an Werken für eine geplante Schau in der Wiener Galerie Ulysses im Jahr 2020.

Die Ausstellung „Wolfgang Hollegha“ läuft bis zum 4. Oktober. Die Artlounge im Strabag-Haus hat montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und am Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Artlounge im Strabag-Haus
Donau-City-Straße 9
A-1220 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 224 22 18 49


09.09.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


05.09.2019, Wolfgang Hollegha

Bei:


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Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Wolfgang Hollegha, Weinzeiger, 2003
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Künstler:

Wolfgang Hollegha








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