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Doris Salcedo in Lübeck

Die Kunsthalle St. Annen in Lübeck zeigt ab morgen die Ausstellung „Tabula Rasa“ der ersten Possehl-Preisträgerin Doris Salcedo. In ihrer aktuellen Werkreihe „Tabula Rasa I-IV“ setzt sich Salcedo künstlerisch mit Vergewaltigungen auseinander, die viele Frauen während des kolumbianischen Bürgerkriegs und der bis heute anhaltenden Gewaltherrschaft erlitten haben. Für diese Installation hat sie Tische, Symbole für das Leben und Wohnen, zerstört und in einem kleinteiligen Arbeitsprozess mit Leim wieder zusammengefügt. Die wiederhergestellten Objekte zeigen dennoch deutliche Spuren ihrer Vernichtung. Den Alltagsobjekten wird auf materielle wie metaphorische Weise die Unmöglichkeit eingeschrieben, einen einmal begangenen Gewaltakt wieder rückgängig zu machen.

Werke wie „A Flor de Piel“ aus den Jahren 2011/12, ein großes Tuch aus konservierten und filigran miteinander vernähten Rosenblättern, und „Plegaria Muda“, übereinander gelagerte Holztische, aus denen feine Grashalme wachsen, entstanden 2008 bis 2010, lassen an Stärke, Schönheit und Fragilität des Lebens denken und erinnern zugleich an die traurigen Schicksale einzelner Menschen. In der Ausstellung präsentiert Kurator Oliver Zybok darüber hinaus einige der aus Rohseide und Sticknadeln bestehenden Objekte aus Salcedos Werkgruppe „Disremembered“ von 2014/15. Auch hier steht der Schmerz um die Abwesenheit von Menschen an zentraler Stelle: Ausgangspunkt für die Arbeiten waren Interviews mit Müttern aus Chicago, die ihre Kinder aufgrund von Waffengewalt verloren haben.

Die 1958 in Bogotá geborene Bildhauerin und Installationskünstlerin beschäftigt sich in ihren Objekten, Skulpturen und großen ortsspezifischen Setzungen mit den Auswirkungen von Gewalt und Ausgrenzung in ihrer Heimat Kolumbien und anderen Regionen der Welt. Doris Salcedo arbeitet dabei nicht nur in künstlerischer Hinsicht äußerst umfassend und präzise, sondern auch im Hinblick auf die praktische Umsetzung ihrer Projekte, so bindet sie etwa Opfer von Gewalt in die Erstellung ihrer Werke ein und verleiht ihnen dadurch eine Stimme. Studiert hat sie bei Beatriz González an der Jorge Tadeo Lozano Universität in Bogotá und an der New York University, wo sie 1984 mit dem Master of Fine Arts abschloss. In zahlreichen internationalen Ausstellung hat ihre Kunst wiederholt große Aufmerksamkeit erfahren. Neben dem Possehl-Preis wurde sie unter anderem bereits mit dem Nasher Art Prize 2015 und dem schwedischen Rolf-Schock-Preis 2017 geehrt.

Die Ausstellung „Doris Salcedo – Tabula Rasa“ läuft vom 7. September bis zum 3. November. Die Kunsthalle St. Annen in Lübeck hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro bzw. 2,50 Euro.

Kunsthalle St. Annen
St. Annen-Straße 15
D-23552 Lübeck

Telefon: +49 (0)451 – 122 4137
Telefax: +49 (0)451 – 122 4183

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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07.09.2019, Doris Salcedo - Tabula Rasa

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