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Heinz Zander in Villingen-Schwenningen

Anlässlich des 80. Geburtstages von Heinz Zander widmet die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen dem Künstler mit „Schönheiten und Ungeheuer“ eine Ausstellung mit 68 Gemälden und 24 Grafiken überwiegend aus seiner jüngsten Schaffensphase. Der Maler, Zeichner, Grafiker und Autor präsentiert surreale Welten, bevölkert von bizarren Kreaturen, Fabelwesen und erotisch-morbiden Frauen. Inspiration findet Zander in biblischen Themen, Literatur, politischer Geschichte, aber auch Sagen und Mythologie, wie etwa in seinem Gemälde „Aktaeon“ von 1998, das den bereits zum Hirsch verwandelten Heros neben der entblößten Jagdgöttin Diana in einer Gebirgslandschaft verortet.

Heinz Zander distanziert sich bewusst von der abstrakten Malweise. So findet man in seinen opulenten Inszenierungen durchgehend Anspielungen und Querverweise auf alte Meister der Kunstgeschichte. Sein „Schwangeres Engelchen in einem duftigem Sommerkleidchen mit einem oft gebrauchten Sommersonnenschirm“ erinnert an Frauendarstellungen Sandro Botticellis. Der nahezu laszive Gesichtsausdruck des „Engelchens“ und das groteske Fabelwesen als „Schoßhündchen“ brechen diese Assoziation. Zander tritt als eigenständiger Künstler mit besonderer Note hervor. Seine an den Renaissancestil erinnernden Selbstporträts wie „Selbst mit Hörrohr“ von 2017 sind stets mit einem Augenzwinkern und gewissen Hintersinn gemalt und verleiten mitunter zu einem Schmunzeln. Die Facetten des künstlerischen Ausdrucks des ostdeutschen Malers reichen von sinnlich über ironisch bis zu alptraumhaft und erotisch.

Heinz Zander wurde 1939 in Wolfen bei Bitterfeld geboren. Von 1959 bis 1964 studierte er Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, von 1967 bis 1970 war er Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste der DDR. Seither lebt und arbeitet Zander in Leipzig und gilt als zentrale Figur des „Leipziger Manierismus“. Seine Arbeiten sind heute unter anderem im Besitz der Nationalgalerie in Berlin, der Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden, des Gewandhauses in Leipzig und des National Museum of Western Art in Tokio. Die Schau in Villingen-Schwenningen ist Auftakt einer Reihe von Ausstellungen zur Kunst aus der ehemaligen DDR, um dieser auch im süddeutschen Raum zu mehr Beachtung zu verhelfen.

Die Ausstellung „Heinz Zander. Schönheiten & Ungeheuer“ läuft vom 25. August bis zum 17. November. Die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen ist Mittwoch bis Freitag von 13 bis 17 Uhr, donnerstags von 13 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr öffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog.

Städtische Galerie Villingen-Schwenningen
Friedrich-Ebert-Straße 35
D-78054 Villingen-Schwenningen

Telefon: +49 (0)7720 – 82 10 98
Telefax: +49 (0)7720 – 82 10 97

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Veranstaltung vom:


25.08.2019, Heinz Zander - Schönheiten und Ungeheuer

Bei:


Städtische Galerie Villingen-Schwenningen

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Künstler:

Heinz Zander








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