Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Nancy Kienholz gestorben

Nancy Kienholz gestorben

Nancy Kienholz ist tot. Die Fotografin, Objekt- und Konzeptkünstlerin starb am 7. August im Alter von 75 Jahren in Houston. Von 1972 an arbeitete sie mit ihrem Mann Edward Kienholz an neodadaistischen Environments und Objektmontagen. Das Künstlerehepaar verwendete dafür sowohl Alltagsgegenstände, wie Lampen, Hocker, Spiegel, Töpfe, die sie im großen Stil auf Flohmärken sammelten, als auch Objekte mit Geschichtsbezug, etwa einen Volksempfänger, häufig ergänzt durch von Nancy angefertigte Schwarz-Weiß-Fotografien. Sie widmeten sich im Laufe ihrer über 20jährigen Zusammenarbeit gesellschaftlich relevanten Themen wie Rassismus, Krieg, Gewalt, Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe oder Geschlecht. Erst im Jahr 1981 machte Edward Kienholz ihre Zusammenarbeit offiziell bekannt; fortan traten sie als gleichberechtigtes Duo in Erscheinung.

Nancy Kienholz wurde am 9. Dezember 1943 in Los Angeles als Nancy Reddin geboren. Im Jahr 1972 lernte die ausgebildete Fotografin und alleinerziehende Mutter Edward Kienholz kennen. Die beiden heirateten noch im selben Jahr und präsentierten auf der Documenta 5 in Kassel ihre Anti-Rassismus-Installation „Five Car Stud“, bestehend aus fünf amerikanischen Automobilen und neun lebensgroßen Figuren. 1973 folgten sie einer Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach West-Berlin. Der dort vorherrschende raue Ton, der sich stark von dem der gehobenen Gesellschaft in Los Angeles unterschied, die dadaistische Tradition der Stadt und das Interesse der Kulturinstitutionen an ihren Arbeiten bewegte das Künstlerpaar, sich dort einen Wohnsitz zuzulegen. Die nächsten Jahrzehnte pendelten die beiden zwischen Europa und den USA und eröffneten 1977 in Hope, Idaho, ihre eigene Galerie.

1994 endete mit dem Tod ihres 15 Jahre älteren Ehemannes ihre Kooperation. Nancy Kienholz inszenierte seine Beerdigung als letzte gemeinsame künstlerische Arbeit, indem sie Edward mit einem Dollar in der Tasche, einer Flasche italienischen Rotweins und einer Urne mit der Asche seiner kurz zuvor verstorbenen Hündin in seinem Packard begraben ließ. Sie arbeitete auch nach seinem Tod noch weiter, um das gemeinsame Werk zu ergänzen und zu sichern. In Deutschland wurden zuletzt 2011 in der Frankfurter Schirn Werke der beiden präsentiert. Arbeiten des Paares befinden sich heute in den Sammlungen bedeutender Museen, unter anderem im Los Angeles County Museum of Art, dem Whitney Museum of American Art in New York, Portland Art Museum, dem San Francisco Museum of Modern Art oder der Fondazione Prada in Mailand und im Louisiana Museum im dänischen Humlebæk.


12.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Nancy Kienholz
 gestorben
Nancy Kienholz gestorben

Variabilder:

Edward und Nancy Kienholz, The Art Show, 1963-77
Edward und Nancy Kienholz, The Art Show, 1963-77

Variabilder:

Edward und Nancy Kienholz, The Art Show, 1963-77
Edward und Nancy Kienholz, The Art Show, 1963-77

Variabilder:

Nancy und Edward Kienholz bei der Galerie Klaus Benden, Köln
Nancy und Edward Kienholz bei der Galerie Klaus Benden, Köln

Variabilder:

Edward & Nancy Reddin Kienholz, The Potlatch, 1988
Edward & Nancy Reddin Kienholz, The Potlatch, 1988

Künstler:


Edward Kienholz

Künstler:

Nancy Kienholz








News von heute

„Edle Maler“ in Salzburg

„Edle Maler“ in Salzburg

Kandidaten für den Preis der Nationalgalerie in Berlin

Kandidaten für den Preis der Nationalgalerie in Berlin

News vom 14.08.2019

Bilder der Jagd in Chur

Bilder der Jagd in Chur

Ronald Jones gestorben

Ronald Jones gestorben

Die Mathildenhöhe und das Bauhaus

Die Mathildenhöhe und das Bauhaus

News vom 13.08.2019

Frauke von der Haar wechselt von Bremen nach München

Frauke von der Haar wechselt von Bremen nach München

Open Air-Ausstellung im Brücke Museum

Open Air-Ausstellung im Brücke Museum

Takis gestorben

Takis gestorben

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Frank Fluegel - Julian Opie - Running Man

Julian Opie bei GALERIE FRANK FLUEGEL und im Lehmbruck Museum
Galerie Frank Fluegel

Galerie Frank Fluegel - XOOOOX | Grogadis

XOOOOX - Hidden Tracks. Ausstellungseröffnung am 26.09.2019
Galerie Frank Fluegel

Galerie Frank Fluegel - XOOOOX | Jeisa

ART WEEKEND Nürnberg 4. - 6. Oktober 2019
Galerie Frank Fluegel

Galerie Frank Fluegel - Mr. Brainwash - Every Day Life

Mr. Brainwash neue Unikate bei GALERIE FRANK FLUEGEL
Galerie Frank Fluegel

Kunsthaus Lempertz - Max Liebermann, Judengasse in Amsterdam, 1909

Lempertz mit Rekordumsatz im ersten Halbjahr
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce