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Ludwig Hirschfeld-Macks Lichtspiele in Bozen

Das Bauhaus feiert sein 100. Jubiläum, und das Museion in Bozen präsentiert dazu den „Lichtspiel-Apparat“ von Ludwig Hirschfeld-Mack. Der 1893 in Frankfurt am Main geborene Bauhaus-Künstler entwickelte 1923/24 sein Gerät. Damit ist es eines der frühesten Werke der modernen Kunstgeschichte, so der Kurator Andreas Hapkemeyer, das elektrisches Licht und Bewegung verbindet. Der im Museion befindliche Apparat ist ein autorisierter Nachbau des Originals von 1999, das in den 1930er Jahren verloren ging. Die aktuelle Schau versteht sich als dokumentarische Präsentation, die mit Fotografien, Konstruktionszeichnungen, Partituren, historischen und neueren Filmaufnahmen die Maschine erklärt.

Im Geist des frühen Bauhauses, an dem Hirschfeld-Mack von 1919 bis 1925 aktiv war, vereint er in seinem Werk technisches und künstlerisches Experiment. Der „Lichtspiel-Apparat“ besteht aus einer Holzkonstruktion und wird durch mehrere Spieler manuell aktiviert. Verschiebbare Leuchten mit Farbfilter, die gedimmt werden können, ermöglichen die Bewegung farbiger Formen oder die Projektion eines menschlichen Umrisses. Die meisten Farben-Lichtspiele werden von Musik begleitet, die Ludwig Hirschfeld-Mack selbst komponierte und ursprünglich auch selbst ausführte. Der Bauhäusler nahm die abstrakte Malerei als Ausgangpunkt und wollte sie mit seinem Gerät zu Licht entmaterialisieren und in Bewegung versetzen. So liegt sein Werk an der Schnittstelle zwischen Malerei, Theater, Film und Lichtskulptur. Als frühes Lichtkunstwerk versteht Hapkemeyer den „Lichtspiel-Apparat“ als einen Vorläufer der seit den 1950er und 1960er Jahren verstärkt in der Kunst auftretenden Lichtskulpturen.

Die Schau zeigt, wie sehr die Geschichte des „Lichtspiel-Apparats“ sich mit den historischen Vorgängen des 20. Jahrhunderts verbindet. In den Jahren 1924/25 kam der Apparat mehrfach bei öffentlichen Veranstaltungen zum Einsatz, die für das Bauhaus warben. Hirschfeld-Mack glaubte außerdem, dass die Farblichtspiele einen Beitrag dazu leisten könnten, die schon damals sich bemerkbar machende Distanz zwischen Kunst und Bevölkerung zu überbrücken. Außerdem sah er die Möglichkeit einer grundlegenden Erneuerung der Werbung in den großen Städten. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten wurde sein Leben als Halbjude erschwert. 1936 emigrierte er nach England und wurde 1940 als „enemy alien“ nach Australien deportiert. In Australien unterrichtete er an der Geelong Grammar School in Victoria, leitete die dortige Kunstschule und war Gastlektor an der Universität Melbourne. Ludwig Hirschfeld-Mack starb am 7. Januar 1965 in Sydney.

Die Ausstellung „Ludwig Hirschfeld-Mack: Farben-Lichtspiele“ läuft bis zum 3. November. Das Museion hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst
Piazza Piero Siena 1
I-39100 Bozen

Telefon: +39 (0)471 – 22 34 13
Telefax: +39 (0)471 – 22 34 12

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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