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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die Auktionen mit Alten Meistern bei Sotheby’s in London zeitigten viele positive Resultate. Ein Rekord machte dabei die besondere Euphorie für einzelne Positionen deutlich

Ein goldener Abend für die britische Landschaftsmalerei



Joseph Mallord William Turner, Landscape with Walton Bridges

Joseph Mallord William Turner, Landscape with Walton Bridges

Gegen Ende seines Lebens waren in Joseph Mallord William Turners Atelier nur noch wenige Spätwerke übrig, die nach seinem Tod 1851 an seine letzte Lebensgefährtin Sophia Booth übergingen. Aus ihrem Nachlass und über einige kurze Zwischenstationen kaufte im Jahr 1887 dann der amerikanische Bankier Junius Spencer Morgan die gelblastige, atmosphärisch rauchige „Landscape with Walton Bridges“ zusammen mit seinem Sohn John Pierpont Morgan, der sich als bedeutender Sammler, Mäzen und zwischenzeitlich sogar als Präsident des Metropolitan Museum of Art hervortat. Nicht nur diese Provenienz machte das Gemälde für die Kunden von Sotheby’s in London interessant, sondern auch der virtuos leichte Stil, der Turners späte Jahre wie ein Vorausblick auf den Impressionismus prägte. Selten sind dessen letzte Stücke, die sich in Privathand befinden und dem Markt damit potenziell zur Verfügung stehen, sowieso. Damit waren alle Voraussetzungen für ein spannendes Bietergefecht gegeben, das der weite Blick über die schemenhafte Landschaft für geschätzte 4 bis 6 Millionen Pfund folgerichtig auslöste. Der Hammer fiel bei 7 Millionen Pfund. Den Platz der teuersten Offerte musste sich Turner jedoch trotzdem teilen.


Einen neuen Künstlerrekord stellten die Bieter für Thomas Gainsborough auf. Dessen verschlafen dreinschauende Truppe auf Pferden an einem nebligen See setzten die Experten von Sotheby’s mit 7 bis 9 Millionen Pfund schon mit einem Höchstwert für den Künstler an. „Going to Market. Early Morning“ der 1770er Jahre, eines der wenigen Hauptstücke Gainsboroughs in Privatbesitz, erreichte schließlich seine untere Erwartung und übertraf damit alle bisher auf dem Kunstmarkt gezahlten Preise. Den Erfolg der englischen Landschaftsmalerei setzte im günstigeren Segment der Ire Thomas Roberts mit „A wooded landscape in Powerscourt Demesne, with a brace of fallow bucks and a doe“ fort. Die Malerei der urigen und nur scheinbar unangetasteten Natur eines privaten Landschaftsgartens des 18. Jahrhunderts im stimmungsvollen Abendlicht kletterte auf 360.000 Pfund (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP). Nicht nur die britische Kunst kam in London gut an, die meisten anderen Lose fanden neue Liebhaber. Immerhin 83,8 Prozent der Offerten schlug Sotheby’s am Abend des 3. Juli zu und setzte damit brutto 56,2 Millionen Pfund um.

Beliebte Heiligenbilder

Den fulminanten Auftakt machte das älteste Angebot, nämlich die Mitte der 1230er Jahre entstandene Madonna mit Kind und Engeln des Terzo Maestro di Anagni. Die Gottesmutter vor Goldgrund im roten Bogen, die stilistisch noch stark von der byzantinischen Kunst geprägt ist, schoss schnell auf das Doppelte ihrer oberen Taxe von 300.000 Pfund. Mit demselben Motiv stach unter den alten italienischen Meistern Sandro Botticelli mit seiner Werkstatt hervor, der die Madonna mit ihrem prominent großem Kind, zu dem sie liebevoll herabschaut, in eine Fensterarchitektur mit Ausblick auf eine Ideallandschaft komponierte. Die Figurenhaltungen erinnern dabei an Botticellis berühmten Bardi-Altar, wodurch der Preis schnell auf 2,5 Millionen Pfund gehoben war (Taxe 1,5 bis 2 Millionen GBP). Die flächige Malweise des Quattrocento weist der heilige Donatus im Kampf mit dem Drachen vor einer einfachen Hügelkulisse des in Siena tätigen Sano di Pietros auf, die einem Freund der frühen Renaissance 620.000 Pfund abverlangte (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP). Die volle Dramatik des Barocks mit caravaggesken Lichteffekten entfaltet sich dann beim Deutschen und in Italien arbeitenden Johann Liss und dessen nahsichtiger Versuchung Maria Magdalenas, die sich das Metropolitan Museum in New York zum Rekordpreis von 4,8 Millionen Pfund einverleibte (Taxe 4 bis 6 Millionen GBP).

Ein ebenfalls überraschendes Resultat erlangte ein weiteres deutschstämmiges Bild. Das Porträt des Architekten Moritz Ensinger fertigte ein anonymer Meister hierzulande im Süden, eventuell in Ulm, und setzte 1482 den älteren Herren mit seinem Berufsattribut, dem Zirkel, vor roten Grund. Bei den erhofften 60.000 bis 80.000 Pfund war dafür lange nicht Schluss, denn der Hammer fiel erst bei 200.000 Pfund. Einen Mann in Rüstung, vermutlich Ippolito de’ Medici, verewigte Sebastiano del Piombo in der ersten Hälfte der 1530er Jahre. Obwohl er als einer der erfolgreichen Vertreter der Malerei auf Stein im Rom der Renaissance gilt, wollte für die in feinem Sfumato ausgeführte und gekonnt beleuchtete Schieferplatte kein Interessent mehr als 800.000 Pfund zahlen, was dennoch den Rekordwert im schmalen Œuvre des Raffael-Zeitgenossen markiert (Taxe 1 bis 1,5 Millionen GBP). Eine weitere Kopfdarstellung eines jüngeren Mannes in Rüstung stammte von niemand geringerem als Peter Paul Rubens. Die Ölskizze glänzte durch seinen für die Zeit untypisch freien Umgang mit dem Pinsel, der ans 19. Jahrhundert denken lässt. Der nach rechts gewandte Junge mit lockigem Haar der Zeit um 1614/15 kam dementsprechend auf 2,6 Millionen Pfund (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP).

Einem Mädchen mit Tamburin widmete sich der Spanier Jusepe de Ribera, in seiner Wahlheimat Neapel nach seiner Herkunft auch lo Spagnoletto genannt. Freundlich lächelt die naturalistisch Gemalte mit dem prominent im Vordergrund gehaltenen Instrument dem Betrachter zu. Die damit genauso als Allegorie der Musik und des Hörens lesbare Dame von 1637 brachte es mit 5 Millionen Pfund auf den neuen Spitzenpreis im Auktionsranking Riberas (Taxe 5 bis 7 Millionen GBP). Für Spanien ging zudem Diego Velázquez mit einem düsteren Bildnis der Olimpia Maidalchini Pamphilj ins Rennen. Die mächtige Schwägerin von Papst Innozenz X. verzieht keine Miene, und ihre schwarze Kleidung lässt sie mit dem Hintergrund verschwimmen. Die eigenwillige Wiederentdeckung, die Velázquez während seiner zweiten Romreise 1649/50 fertigte, spielte 2,1 Millionen Pfund ein (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP). Anonym sind die Dargestellten bei Jean-Etienne Liotards Pastell einer Frau in türkischer Kleidung im Hamam, die eine Dienerin instruiert. Hier manifestiert sich der Hang des kosmopolitischen Künstlers, der in vielen Zentren Europas gearbeitet hat, zum Exotischen, Konstantinopel und dem Osmanischen Reich, verdeutlicht vor allem die detailreiche Textilwiedergabe der Gewänder, die die Bieter mit 2 Millionen Pfund honorierten (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP).

Natur und Moral

Unbeobachtet, als Mensch verkleidet und nur an einem Bein und dem Echsenschwanz erkennbar sät Satan beim Antwerpener Maler Pieter Baltens, genannt Custodis, Unkraut auf einem Acker, während die Feldarbeiter schlafen. Die Tafel mit der eindrucksvollen, im Hintergrund verblauenden See- und Berglandschaft ruft damit zur Wachsamkeit und tüchtigen Arbeiten auf. Die ungewöhnliche Umsetzung wohl der Jahre um 1570 stieg unerwartet auf rekordträchtige 2,3 Millionen Pfund (Taxe 1 bis 1,5 Millionen GBP). Aktäon, der Diana im Wald mit ihren Nymphen heimlich beim Baden beobachtet, setzte Joachim Anthonisz Wtewael 1608 manieristisch in Szene. Auf Geheiß der Göttin wachsen dem Mann zur Strafe bereits Geweihansätze, die auf sein späteres Schicksal hinweisen, nämlich den Tod durch seine eigenen Jagdhunde nach der vollzogenen Verwandlung zum Hirsch. Wtewael dramatisch komponierte Kupferplatte war einem Liebhaber 4 Millionen Pfund wert (Taxe 4 bis 6 Millionen GBP). Arcas, dessen Mutter Callisto die Göttin Juno aus Eifersucht nach der Verführung durch ihren Jupiter zu einem Bären verwandelte, erkennt diese bei Sebastiano Ricci nicht und droht, sie zu töten. Jupiter versetzte Callisto anschließend zur Rettung als Sternbild an den Himmel. Riccis Adaption des wilden Jägers zu Pferde kurz vor dem Schutz der Unschuldigen von 1725/30 kletterte auf 410.000 Pfund (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP).

Profaner ist Jacobus Vrels Straßenszene mit einem Markt, der durch einen Hausbogen sichtbar ist. Der zur Mitte des 17. Jahrhunderts tätige Künstler, von dem kaum etwas zur Biografie und seinem Werk bekannt ist, musste sich mit 650.000 Pfund zufrieden geben (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen GBP). Weiter ist die Sicht bei Francesco Guardis Blick über den Canal Grande in Venedig mit der gefällig kleinen, aber von einer großen Kuppel überwölbten Kirche San Simeone Piccolo der 1770er Jahre, wofür 1,4 Millionen Pfund nötig waren (Taxe 1 bis 1,5 Millionen GBP). Fünf weitere Veduten bot Sotheby’s aus einer anonymen europäischen Privatsammlung an, die alle nah bei ihren Schätzungen blieben. Für 440.000 Pfund war etwa Antonio Jolis idyllische Ansicht von Rom über den Tiber in Richtung der Engelsburg und St. Peter im Hintergrund von 1744/49 zu haben (Taxe 400.000 bis 600.000 GBP). Gleich taxiert war Bernardo Bellottos Blick auf den Marktplatz in Pirna in nordalpin kühlerem Licht von 1747/58, den ein Sammler zum niedrigeren Wunschwert mitnahm.

Die Tagesauktion mit Teilen der Sammlung SØR Rusche

Zu Beginn der Tagesauktion stand eine weitere Tranche aus der Sammlung SØR Rusche zum Verkauf. Sechs von neun Werken der Kollektion, die die Textilunternehmerfamilie Rusche an Gemälden der flämischen und niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts über mehrere Generationen zusammengetragen hat, fanden neue Besitzer. Heraus stach dabei Cornelis Norbertus Gysbrechts’ Trompe l’œil eines offenen Kabinetts mit der wohl ältesten bekannten Darstellung der ältesten britischen Tageszeitung „The London Gazette“. Im Bietergefecht hatte die Leinwand die angedachten 40.000 bis 60.000 Pfund flott hinter sich gelassen und endete erst bei 220.000 Pfund. 100.000 Pfund mehr als die obere Taxe von 30.000 Pfund brachte Abraham Storcks fein ausgeführtes Amsterdamer Seestück bei bewölktem Wetter ein, das wohl nach 1680 entstand. Die großen Flaggen weisen dabei besonders auf den Stolz des Händlervolkes auf seine Flotte hin. Hoch über seine Expertenmeinung von 30.000 bis 40.000 Pfund hinaus kam zudem David Teniers d.J. mit einer gemütlichen Taverne, die trinkende und rauchende Bauern bevölkern. Der Zuschlag erfolgte erst bei 85.000 Pfund.

Insgesamt verlief die Tagesauktion am 4. Juli bei brutto 3,9 Millionen Pfund und einer losbezogenen Zuschlagsquote von 64,6 Prozent etwas weniger schwungvoll als der Abend. Trotzdem vermeldete der Londoner Versteigerer auch dabei einige Überraschungen. Preislich deutlich vorn standen wieder englische Themen, wie der von dem gebürtigen Niederländer Otto Hoynck 1673 gemalte Windhund im Sprung „Portrait of a champion greyhound, winner of the Earl of Shaftesbury and the Duke of Albemarle’s collars“ vor einer pittoresken Landschaft. Das preisgekrönte Tier rannte zu ungeahnten 400.000 Pfund (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP). Der aus Liverpool stammende George Stubbs hielt 1779 das Rennpferd „Lord Grosvenor’s Sweet William“ mehrmals im Profil für die Nachwelt fest; die Version bei Sotheby’s verabschiedete sich bei 150.000 Pfund zur unteren Schätzung. Weniger offiziell kommt da Mary Beales zartes Porträt ihres Sohnes Bartholomew daher, das mit 75.000 Pfund verblüffte (Taxe 15.000 bis 20.000 GBP). Ein Prunkstück des Tages, Antiveduto Grammaticas David, der mit dem Kopf Goliaths triumphal zurückkehrt, musste sich dagegen mit 80.000 Pfund begnügen (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP).

Gute Resultate erzielten tagsüber ebenfalls die Niederländer und Flamen mit verschiedenen Sujets. Eine „Anna Selbdritt“ der Antwerpener Schule um 1520 im Hortus conclusus vor einer Stadtkulisse würdigten die Kunden mit 230.000 Pfund (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP). Ein Doppelporträt von 1639, bei dem die Haube der Frau auf die Vermählung hinweist, offerierte Sotheby’s von Jan Daemen Cool. Dass die Komposition der sich zugewandten Partner noch heute Freunde fand, beweisen die hohen 185.000 Pfund (Taxe 60.000 bis 80.000 GBP). Das Stillleben führte die Klassikerin Rachel Ruysch mit kunstvoll drapierten Blüten in der auf einer Marmorplatte stehenden Glasvase an. Die Leinwand von 1745 ging für 100.000 Pfund zur unteren Erwartung weg. Ein weiteres beliebtes Sujet war die Jagddarstellung, wie sie etwa Jacob Savery I. im 16. Jahrhundert auf dem Hügel vor einem Dorf schilderte. An Humor sparte er in dem 85.000 Pfund teuren Werk nicht, was Details wie der vom gejagten Bullen artistisch weggeschleuderte Mann verraten (Taxe 40.000 bis 60.000 GBP). Ungleich friedlichere Rinder tauchten beim Überqueren eines Flusses aus der Hand des für seine Landschaften berühmten Jacob van Ruisdael auf, der damit 80.000 Pfund einspielte (Taxe 70.000 bis 100.000 GBP).

Rekorde für die Zeichnungen und Skulpturen

Neue Spitzenwerte gab es auch in den Zeichnungs- und Skulpturenauktionen innerhalb der Woche mit den Alten Meistern in London. Platz 1 bei der Versteigerung „Old Master & British Works on Paper“ besetzte Giovanni Antonio Canal mit einem Blatt aus der zwölfteiligen Serie „Feste Ducali“, die Giovanni Battista Brustolon in Kupferstiche übertrug. Die gekonnt wuselnde Menschenmenge bei der Präsentation des Dogen in San Marco verlangte den Sammlern 2,6 Millionen Pfund ab (Taxe 2,5 bis 3 Millionen GBP). Taxkonform ging es mit Joseph Mallord William Turners stimmungsvollem Aquarell „Sun-rise. Whiting Fishing at Margate“ von 1822 bei 900.000 Pfund weiter, während sich seine friedlich ruhige, nur durch eine freche Schülertruppe im Vordergrund belebte Landschaft „Kirkby Lonsdale Churchyard, Westmorland“ von 1818 einträglich bei 320.000 Pfund schlug (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP). Erfolgreich war zudem Agostino Carracci mit zwei männlichen Aktskizzen für 100.000 Pfund und 80.000 Pfund (Taxe je 35.000 bis 45.000 GBP). Rosso Fiorentinos quadrierte Gemäldestudie zu einer Heimsuchung Mariens gab dagegen auf 380.000 Pfund nach (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP).

Johann Heinrich Dannecker hieß der Star in der Auktion „Old Master Sculpture & Works of Art“ am 2. Juli. Als bedeutende Wiederentdeckung pries der Katalog seine Marmorfigur „Mädchen mit dem toten Vogel“, die der Kunsthistoriker und Stuttgarter Museumsdirektor Christian von Holst in seiner Ausstellungspublikation von 1987 noch als „verloren“ listete. Die elegische Gruppe, wohl die letzte bildhauerische Arbeit des Klassizisten, schuf Dannecker 1836 nach einem Gipsmodell von 1790, das heute zur Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart gehört. Das alles weckte die Kauflaune mehrerer Sammler, die die nach antiken Vorbildern entwickelte Frauengestalt von 120.000 Pfund auf den Rekordwert von 1,9 Millionen Pfund hoben.

Die Silbermedaille ging an eine nur 8,8 Zentimeter hohe Wächterfigur aus Walross-Elfenbein, die der Werkstatt der Lewis-Schachfiguren zugeschrieben ist. Dieser Satz von insgesamt 78 Schachfiguren wurde 1831 auf der schottischen Isle of Lewis entdeckt, vermutlich in der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts in Norwegen, wohl in Trondheim, geschnitzt und gilt als hervorragendes Zeugnis romanischer Elfenbeinkunst. Bei dem Wächter mit Helm, Schwert und Schild, der nach heutigen Verständnis einem Turm entspricht, hielten sich die Kunden an die untere Schätzgrenze von 600.000 Pfund. Ein kleines vergoldetes und mit Schmucksteinen besetztes byzantinisches Reliquienkreuz mit Ursprüngen im elften und zwölften Jahrhundert reüssierte bei 115.000 Pfund (Taxe 30.000 bis 50.000 GBP), die Heinrich Yselin zugewiesene ausdrucksstrake spätgotische Holzskulptur „Christus als Schmerzensmann“ bei 60.000 Pfund und die vergoldete wohl süddeutsche Bronze des leidenden Jesu als „Ecce Homo“ um 1600 bei 95.000 Pfund (Taxe je 60.000 bis 80.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



27.07.2019

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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03.07.2019, Old Masters Evening Sale

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