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Die Kunsthalle Krems hat das Ticket zum Mond

Aleksandra Mir, First Woman on the Moon, 1999

Am 21. Juli 1969 verfolgten rund 530 Millionen Menschen weltweit die Bilder von der Landung der ersten Menschen auf dem Mond. Das Medienereignis hat eine ganze Generation geprägt und auch künstlerische Entwicklungen beeinflusst. Die Kunsthalle Krems nimmt nun den 50. Jahrestag der Mondlandung zum Anlass für eine vielgestaltige Ausstellung über den Erdtrabanten und widmet sich seit Sonntag künstlerischen Kommentaren zur Mondlandung und zum Mond als Symbol für menschliche Träume, Sehnsüchte und Spekulationen. Kurator Andreas Hoffer präsentiert dazu Kunstwerke ab dem „Sputnikschock“ und dem Wettlauf zum Mond in den 1950er Jahren, direkte Reaktionen auf die Mondlandung und aktuelle Positionen auch jüngerer Künstlerinnen und Künstler.

Die Ausstellung „Ticket to the Moon“ beginnt mit Hans Bischoffshausens grauem abstraktem Gemälde „Rückseite des Mondes“ von 1960/61, setzt sich fort mit Robert Indianas kritischer Reflexion über die Verstrickung der NASA mit dem nationalsozialistischen Wissenschaftler Wernher von Braun in „Der Mond – Die Braunschaft“ von 1969 und Robert Rauschenbergs grafischer Reaktion auf die Mondlandung „Air Pocket (Stoned Moon)“ von 1970. Der Fokus der Schau liegt auf Arbeiten aktueller Kunstschaffender wie Sonia Leimer, Wendelin Pressl, Nives Widauer, Herbert Brandl, Larissa Leverenz und Andreas Werner.

Die jüngere Generation setzt sich stilistisch und theoretisch unterschiedlich mit dem Thema Mond auseinander. Die Positionen reichen von sensiblen Bearbeitungen von NASA Fotografien bis zu ironischen Äußerungen zur Technikgläubigkeit. So lässt die polnische-schwedisch-amerikanische Künstlerin Aleksandra Mir in ihrem Video „First Woman on the Moon“ von 1999 eine Frau nicht ohne schelmischen Hintergedanken freudestrahlend die amerikanische Flagge auf einer grünen Wiese in den Boden rammen, und Dona Jalufka, die Ex-Grafikerin der NASA, stellt in ihrer schwarzweißen Fotomontage „Phases“ von 2016 weibliche Brüste den verschiedenen Mondphasen gegenüber.

Die künstlerischen Positionen hat Andreas Hoffer um einen historischen Dokumentationsbereich ergänzt. Aus der Sammlung Peter Coeln sind Fotografien von der Mondlandung und dem Weg dahin, von Astronauten und Kosmonauten zu sehen. Das Naturhistorische Museum Wien unterstützt die Ausstellung mit einem Mondmeteoriten, das Technische Museum Wien mit einem Modell des Sputniks. Auch das benachbarte Karikaturmuseum Krems beteiligt sich mit der Schau „Wettlauf zum Mond! Die fantastische Welt der Science-Fiction“ am Jubiläum der Mondlandung und präsentiert bis Ende Oktober eine große Bandbreite von Graphic Novels, Karikaturen und Zeitdokumenten zu diesem Thema.

Die Ausstellung „Ticket to the Moon“ läuft bis zum 3. November. Die Kunsthalle Krems hat dienstags bis sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 9 Euro. Der Katalog aus dem Verlag für moderne Kunst ist im Museumsshop für 24,90 Euro erhältlich.

Kunsthalle Krems
Franz-Zeller-Platz 3
A-3500 Krems

Telefon: +43 (0)2732 – 90 80 10
Telefax: +43 (0)2732 – 90 80 11

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


14.07.2019, Ticket to the Moon

Bei:


Kunsthalle Krems

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Bericht:


Bern blickt in den Mond

Bericht:


Salzburger Mond-Schau

Variabilder:

Hans Bischoffshausen, Rückseite des Mondes, 1960/61
Hans Bischoffshausen, Rückseite des Mondes, 1960/61

Variabilder:

Dona
 Jalufka, Phases, 2016
Dona Jalufka, Phases, 2016

Variabilder:

Larissa Leverenz, will-o’-the-wisp, 2019
Larissa Leverenz, will-o’-the-wisp, 2019








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