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Museum Folkwang zeigt Martina Vacheva

Martina Vacheva, The soup, 2013

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „6 ½ Wochen“ präsentiert das Museum Folkwang in Essen seit dem Wochenende Collagen, Illustrationen und keramische Arbeiten von Martina Vacheva. Für ihre erste Einzelausstellung in einem Museum wählte die bulgarische Künstlerin den Titel „Wurzeln“, da sie sich in ihren Werken mit der Volkskultur ihres Heimatlandes auseinandersetzt. Sowohl ihr großes Interesse für Sagen und Märchen aus ihrer Heimat, als auch der Einfluss der westlichen Kultur spiegeln sich in ihren oft humorvollen Arbeiten. Inspiriert durch die Grafiken und die authentische Sprache alter Märchenbücher kreierte Vacheva zwei Künstlerbücher: „Parent Cannibals“ von 2013 und das Pop-Up-Buch „Stupid Woman“ von 2015 sind in der aktuellen Ausstellung zu sehen. „Parent Cannibals“ ist eine bulgarische Version des von den Brüdern Grimm aufgezeichneten Märchens „Brüderchen und Schwesterchen“. Vacheva entschied sich, die alte, fast vergessene Sprache beizubehalten, aber mit modernen Illustrationen zu versehen.

Auch ihr plastisches Schaffen ist in Essen mit von der Partie, so ihre 2018 entstandene Keramikmaske „The Plague“, die durch ihre expressiven Gesichtszüge erschreckt. Durch die Kombination mit verschiedenen Naturmaterialen verstärkt sich deren archaische Anmutung. Die großformatige Plastik „The Stone Wedding“ nimmt thematisch Bezug auf eine Sage aus dem südbulgarischen Rhodopen-Gebirge. Eine ungewöhnliche Felsformation erklärte man sich durch die Geschichte, dass aufgrund des Fehlverhaltens eines Gastes eine komplette Hochzeitsgesellschaft zu Stein verwandelt worden war. Für ihre erste Keramikserie „Postthracians“ von 2017, die als Satellit der Ausstellung zusammen mit archäologischen Objekten gezeigt wird, bildete Martina Vacheva thrakische Goldschätze aus dem vierten Jahrhundert vor Christus mit goldfarben glasiertem Ton nach. Sie stellt hier kontrastierend die antike Formensprache der Grabungsfunde den modernen bulgarischen Stereotypen und aktuellem Ästhetikempfinden gegenüber und entdeckt, zum Beispiel in der Vorliebe für Gold, ein übergreifendes kulturelles Erbe.

Martina Vacheva, geborenen 1988 in Plovdiv, lebt in ihrer Geburtsstadt und in der Bretagne. Sie studierte an der Kunstakademie in Sofia Illustration und Druckgrafik. 2012 folgte ein Aufenthalt in der Illustrationsklasse von Hans-Georg Barber an der Burg Giebichenstein in Halle. Die Galerie Sariev Contemporary in Plovdiv, die die Künstlerin vertritt, veranstaltete 2016 Vachevas erste Personale unter dem Titel „Sereality“. Es folgten weitere Einzel- und Gruppenausstellungen in London, Sofia, Berlin, Buenos Aires und Helsinki. 2017 gewann Vacheva den BAZA/Young Visual Artist Award in Sofia.

Die Ausstellung „6 ½ Wochen: Martina Vacheva – Wurzeln“ läuft bis zum 25. August. Das Museum Folkwang hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
D-45128 Essen

Telefon: +49 (0)201 – 88 45 444
Telefax: +49 (0)201 – 88 91 45 000

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Veranstaltung vom:


11.07.2019, 6 ½ Wochen: Martina Vacheva - Roots / Wurzeln

Bei:


Museum Folkwang

Kunstsparte:


Keramik

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Malerei

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Collage

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Künstlerbücher/-zeitschriften

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Martina Vacheva, Wanted, 2013
Martina Vacheva, Wanted, 2013








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