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Meister des spanischen Barock in Brügge

Pedro de Mena, Mater Dolorosa, um 1680

Auf welch findige Weise Kunstausstellungen die Geschichte eines Ortes einprägsam vermitteln können, macht derzeit eine aufschlussreiche Schau im flandrischen Brügge deutlich. Mit der Ausnahme weniger Jahre gehörte im 17. Jahrhundert, dem Goldenen Zeitalter Spaniens, Brügge zu den Spanischen Niederlanden. 1581 spaltete sich der katholische Süden der Niederlande vom calvinistischen Norden ab. Die im Süden bis 1715 herrschende spanisch-habsburgische Dynastie bewirkte die Präsenz vieler spanischer Handelsunternehmen und Finanzinstitute in Brügge. Die Kaufmannstadt entwickelte sich zu einem europäischen Zentrum für den Kulturtausch. Zu den vielen neuen Impulsen zählte, unterstützt durch die spanischen Herrscher, eine starke religiöse Begeisterung als standesübergreifendes verbindendes Element. Augenfällig kulminieren nun die alten historischen Verbindungen in einer Präsentation aus Meisterwerken des spanischen Barock im Sint-Janshospitaal.

In den historischen Räumen des um 1150 errichteten Krankenhauses versammeln sich in einer konzentrierten Auswahl rund 25 Gemälde und Plastiken. Ein interessanter Aspekt ist dabei der Austausch zwischen Malerei und Bildhauerei. Der Wettstreit zwischen beiden Disziplinen ermunterte sie zu einem bis dahin ungewohnten Realismus. Drei Gemälde der Ausstellung stammen von Alonso Cano, einem spartenübergreifend arbeitenden Architekten, Bildhauer und Maler. Sein Motiv des toten Christus am Kreuz war seinerzeit eines der am meisten geschätzten Sujets in Spanien. Diese religiösen Werke sollten den Glauben verbreiten und festigen und belegen die Rolle der Kunst als Mittel der religiösen Unterweisung und Hingabe. Zunächst statisch steif, werden Canos Figuren im Laufe der Jahre deutlich bewegter bei kontrastreichen hellen und dunklen Zonen von Vorder- und Hintergrund.

Im Mittelpunkt der Schau steht sein wohl berühmtester Schüler Pedro de Mena, dessen Kunst sich durch eine verblüffende Lebensechtheit auszeichnet. Unter den sieben Figuren sticht besonders der leidende Christus mit der trauernden Maria ins Auge. Der geradezu beklemmende Hyperrealismus des Büstenpaares sollte zur Vertiefung der religiösen Erfahrung beitragen und wohl ein Schaudern auslösen. Neben Werken von Juan Martínez Montañés, Bartolomé Esteban Murillo, Enrique Trozo, Francisco Collantes, Juan Carreño de Miranda, Antonio de Pereda y Salgado, Juan Bautista Maíno oder Bernardo Germán y Llorente sind vor allem zwei Meisterwerke von Francisco de Zurbarán zu erwähnen. Der König der Falten- und Stoffmalerei bereichert die Schau mit einem heiligen Sebastian und der kompromisslos in Hell-Dunkeltönen gefassten Darstellung seines Namenspatrons, den er im Laufe seiner Malerkarriere rund 50 Mal bearbeitete.

Die Ausstellung „De Mena, Murillo und Zurbaran. Meister des spanischen Barocks“ ist bis zum 6. Oktober zu sehen. Das Sint-Janshospitaal hat täglich außer montags von 9:30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der fünfsprachige Katalog kostet in er Ausstellung 19,95 Euro.

Sint-Janshospitaal
Mariastraat 38
BE-8000 Brügge


11.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Pedro de Mena, Mater Dolorosa, um 1680
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Bartolomé Esteban Murillo, Mater Dolorosa
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Francisco de Zurbarán, Das Martyrium des heiligen Sebastian
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Pedro de Mena, San Pedro de Alcántara
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Pedro de Mena, Ecce Homo, um 1680
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Das Sint-Janshospitaal in Brügge
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