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Iserlohner Kunstpreis für Robert Schad

Robert Schad erhält den Iserlohner Kunstpreis 2019

Der Iserlohner Kunstpreis 2019 geht an Robert Schad. Damit ehrt der Verein Wilhelm Wessel/Irmgart Wessel-Zumloh den 1953 in Ravensburg geborenen Bildhauer und überreicht ihm ein Preisgeld von 20.000 Euro. Schad gelte als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stahlplastiker in Deutschland, der aber auch international ein hohes Ansehen genieße, teilte der Kunstverein mit. „Doch so schwer seine Skulpturen auch sein mögen, so leicht und filigran wirken sie im Raum. Nahezu tänzerisch lassen sie auch Assoziationen zur Musik anklingen“, heißt es in der Begründung weiter.

Robert Schad, der von 1974 bis 1980 bei Albrecht von Hancke und Wilhelm Loth an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert hat, bezeichnet seine Skulpturen als „Zeichnungen im Raum“. Sie entstehen nicht durch Biegen und Verbiegen, sondern aus der Addition unterschiedlich langer gerader Teile. Erst werden sie geschnitten, dann verschweißt und letztendlich verschliffen, beschreibt Schad seinen Entstehungsprozess. Dadurch wirken seine Konstruktionen organisch, gelenkartig, die zeichnerische Bewegung entfaltet sich in dynamischen Schwüngen und Bogen. Dies gilt sowohl für die kleineren Plastiken, als auch für die monumentalen Skulpturen im öffentlichen Raum, wie sei derzeit an 40 Orten in Oberschwaben und am Bodensee zu sehen sind.

Eine Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit, zwischen Geschlossenheit und Offenheit, zwischen Dichte und Auflösung kennzeichnet Schads Arbeiten, die er meist aus massivem aus Vierkantstahl in lineare Strukturen fertigt. Die tonnenschweren Skulpturen wirken dabei federleicht. „Mein Anspruch ist es, denjenigen, die der Skulptur begegnen, einen Impuls zu geben, um sich auf die Reise in ihre ureigene Assoziationswelt aufzumachen“, so Robert Schad.

Der Iserlohner Kunstpreis wurde seit 2003 alle zwei Jahre an etablierte Künstler verliehen, die sich im Bereich der Malerei oder Skulptur hervortaten. Nachdem die Bürgerstiftung der Sparkasse Iserlohn sich von der Vergabe im Jahr 2013 zurückgezogen hat, wird die Auszeichnung nur noch alle drei Jahre verliehen, ist mit Hilfe eines ungenannten Sponsors aber mit 20.000 Euro dotiert. Bisher ging der Preis an Max Neumann, Olav Christopher Jenssen, Leiko Ikemura, David Nash, Pia Fries, Jaume Plensa und zuletzt 2016 an Laura Ford. Robert Schad erhält die Auszeichnung am 6. September in der Villa Wessel. Dann startet dort auch seine Preisträgerausstellung.


11.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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