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Weidanz-Preis für Hannah Schneider

Der Gustav-Weidanz-Preis 2019 geht an Hannah Schneider

Hannah Schneider hat den Gustav-Weidanz-Preis für Plastik 2019 erhalten. Die in Köln lebende Künstlerin konnte sich gegen 100 Bewerber aus Deutschland behaupten und darf sich nun über ein Preisgeld von 2.500 Euro freuen. Die in Köln lebende Künstlerin überzeugte die Jury durch ihre „vielseitige Beschäftigung mit zentralen bildhauerischen Themen wie Körper und Raum, Masse und Proportion oder Bewegung und Statik“. In der Begründung heißt es weiter: „Viele ihrer Arbeiten loten das Verhältnis des Körpers zum Umraum in Objekten, Installationen und performativen Filmarbeiten aus. Architektur und Landschaft haben unmittelbaren Einfluss auf die überwiegend ortsbezogenen Installationen. Aspekte der Zeitlichkeit, die sich beispielsweise im Verdunsten des Wassers oder in der Schattenwanderung über einen Tagesverlauf hinweg zeigen, werden in Filmarbeiten verhandelt. Zeit und Raum, Licht und Schatten, Bewegung und Schwerkraft spielen eine immer neue Rolle. Die Arbeiten sind geprägt von einer besonderen Aufmerksamkeit für die physischen Eigenschaften des Raumes sowie für ephemere Vorgänge in der Natur und zeugen darüber hinaus von Schneiders Interesse für Kunst- und Kulturgeschichte.“

Hannah Schneider, geboren 1984 in Filderstadt bei Stuttgart, studierte von 2002 bis 2006 an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn Bildhauerei und war bis 2009 Meisterschülerin bei Ulrike Grossarth und Monika Brandmeier an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Schneider ist seitdem freischaffend tätig und erhielt bereits einige Preise und Förderungen, etwa 2011 den Rhenania Kunstpreis, 2014 den Alanus Preis für Bildende Kunst oder 2018 das Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen. Aktuell ist sie Stipendiatin des internationalen Styria-Artist-in-Residence Programms des Landes Steiermark in Graz.

Der Gustav-Weidanz-Preis wird seit 1975 von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vergeben, heuer zum 20. Mal. Die Auszeichnung geht auf die testamentarische Verfügung des halleschen Bildhauers Gustav Weidanz zurück und dient der Förderung junger Bildhauerinnen und Bildhauer, die nicht älter als 35 Jahre sind und ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Verbunden ist der Preis zudem mit einer Kabinettausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle und einer Begleitpublikation. Zusätzlich gibt es für den Gewinner die Möglichkeit, in der Kunstgießerei Strassacker eine Arbeit mit einer finanziellen Unterstützung von 1.000 Euro zu realisieren.


09.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Künstler:

Hannah Schneider








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