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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Eberhard Havekost gestorben

Eberhard Havekost ist überraschend gestorben

Eberhard Havekost ist tot. Der Dresdner Maler starb am vergangenen Freitag überraschend im Alter von 52 Jahren in seiner Wahlheimat Berlin. Beeinflusst durch die realistische Malerei und den Fotorealismus der 1970er Jahre, entwickelte Havekost seinen eigenen Stil, der sowohl gegenständliche Bilder, als auch Abstraktionen beinhaltete. Als Vorlagen für seine Gemälde dienten ihm selbst angefertigte oder gefundene Fotografien, die er digital nachbearbeitete, so dass die abgebildeten Gegenstände bis zur Unkenntlichkeit verändert erscheinen und bewusst mit vertrauten Sehgewohnheiten des Betrachters brechen. Die Wahl von ungewöhnlichen Ausschnitten, Blickwinkeln, Vergrößerungen und Verzerrungen von Gegenständen sollen dem Betrachter die Subjektivität der Sehgewohnheiten vor Augen führen, die dahinter stehenden oft zufälligen Wahrnehmungsfilter aufdecken und zeigen, „dass den Dingen eine Irreduzibilität, eine Lebendigkeit und Dichte zu eigen ist, die unabhängig von unserer Wahrnehmung besteht“, wie Havekost es 2013 in einem Ausstellungskatalog beschrieb.

Sein großes Interesse an digitalen Welten und den Herausforderungen des Internetzeitalters zeigte sich ab 1999 in seinem Schaffen. In diesem Jahr bezeichnete er erstmals ein Bild als „Benutzeroberfläche“. In der Computersprache beschreibt das die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Analog sah Eberhard Havekost seine Werke als Schnittstellen zum Betrachter, die aber seine Auseinandersetzung einfordern, um zum darunter Verborgenen durchzudringen und gleichzeitig einen nahezu unermesslichen Interpretationsspielraum bieten.

1967 in Dresden geboren, absolvierte Havekost zunächst eine Steinmetzlehre, bevor er 1989 über Budapest in den Westen floh und sich in Frankfurt am Main ansiedelte. Bereits zwei Jahre später kehrte er in seine Heimatstadt zurück und studierte von 1991 bis 1996 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1997 wurde er bei Ralf Kerbach Meisterschüler und erhielt 1999 das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. Die Kunstakademie Düsseldorf, die ihn einst als Student abgelehnt hatte, berief ihn 2010 zum Professor für Malerei. Aktuell hatte er sich ein Freisemester genommen, um die in Los Angeles und New York geplanten Ausstellungen vorzubereiten.

Seine erste Einzelausstellung mit dem Titel „Wärme“ fand 1995 in der Galerie Gebrüder Lehmann in Dresden statt, die ihn seither auch vertrat. Es folgten zahlreiche internationale Ausstellungen in Mumbai, New York, Prag, Paris, Amsterdam oder auch in der Frankfurter Schirn. Einige seiner Werke befinden sich heute im Museum of Modern Art in New York, in der Londoner Tate Gallery, im Museum Frieder Burda in Baden-Baden oder in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.


08.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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 Havekost, Augen, 2003
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in der Ausstellung „Eberhard Havekost – Retina“
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