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Tanja Prušnik ist neue Präsidentin des Künstlerhauses

Tanja Prušnik ist Präsidentin des Künstlerhauses in Wien

Erstmals in seiner über 150jährigen Geschichte hat das Künstlerhaus in Wien eine Präsidentin. Auf ihrer Hauptversammlung wählte die Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs gestern Tanja Prušnik zur Nachfolgerin von Michael Pilz. „Es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass eine Frau im Jahr 2019 die Funktion der Präsidentschaft übernimmt, gibt es doch schon seit längerem ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter im Verein. Wir gehen auf neue, spannende und zukunftsweisende Zeiten zu, voller Visionen und Freude an großen Herausforderungen“, kommentierte die Kärntner Slowenin ihre Wahl.

Tanja Prušnik, geboren 1971 in Wolfsberg in Kärnten, arbeitet seit dem Abschluss ihres Studiums an der Technischen Universität Wien mit künstlerischem Schwerpunkt bei Roland Goeschl, František Lesák und Josef Dabernig seit 1999 freischaffend als Architektin und Künstlerin. Seit 2014 ist sie ordentliches Mitglied des Künstlerhauses, seit 2018 im Vorstand tätig. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Prušnik durch die österreichweiten sozialen Ausstellungsprojekte und den Verein „den blick öffnen“ bekannt. Das On-Going-Projekt, 2008 gemeinsam mit Ina Loitzl gegründet, steht für ein Teamkonzept, für offene Prozesse, für Diskurse quer durch gesellschaftliche Gruppierungen und vor allem für eine gerechte Entlohnung der Kunstschaffenden.

Das will Tanja Prušnik auch als Präsidentin des Künstlerhauses verwirklichen: „Als Künstler*innengemeinschaft übernehmen wir eine besondere soziale Verantwortung, die wir nach außen wie nach innen tragen und leben wollen.“ Dabei legt sie besonderen Wert auf ein reges Vereinsleben mit viel Raum für Austausch, prozessuale Dialoge und interdisziplinäre Kontextualisierung. Besonders erwartungsvoll sieht sie der Wiedereröffnung des zwischen 1865 und 1868 erbauten, derzeit generalsanierten und um die „Factory“ erweiterten Künstlerhauses am Karlsplatz im kommenden Jahr entgegen. „Das Obergeschoß des altehrwürdigen Gebäudes wird zu unserem neuen, zeitgemäßen Ort der Vernetzung und Begegnung“, so Prušnik. Die „Factory“ soll ein Raum des künstlerischen und partizipativen Diskurses, der Dialoge und Denkprozesse werden. Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Tim Voss erstellt Prušnik nun das Eröffnungsprogramm für 2020.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Tanja Prušnik ist Präsidentin des Künstlerhauses in Wien
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