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Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Sebastião Salgado

Sebastiao Salgado erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht heuer an Sebastião Salgado. Der Stiftungsrat zeichnet den brasilianischen Fotografen für ein Schaffen aus, mit dem er soziale Gerechtigkeit und Frieden einfordere und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleihe. Zugleich habe Sebastião Salgado mit seinem „Instituto Terra“ eine Einrichtung geschaffen, die einen direkten Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität und Ökosystemen leiste.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es weiter: „Mit seinem fotografischen Werk, das in zahlreichen Ausstellungen und Büchern veröffentlicht ist, nimmt er die durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelten Menschen genauso in den Fokus wie jene, die traditionell in ihrer natürlichen Umwelt verwurzelt sind. Dadurch gelingt es Sebastião Salgado, Menschen weltweit für das Schicksal von Arbeitern und Migranten und für die Lebensbedingungen indigener Völker zu sensibilisieren. Indem der Fotograf seine aufrüttelnden, konsequent in Schwarz-Weiß gehaltenen Bilder als ,Hommage an die Größe der Natur‘ beschreibt und die geschändete Erde ebenso sichtbar macht wie ihre fragile Schönheit, gibt Sebastião Salgado uns die Chance, die Erde als das zu begreifen, was sie ist: als einen Lebensraum, der uns nicht allein gehört und den es unbedingt zu bewahren gilt.“

Sebastião Salgado geboren am 8. Februar 1944 in Aimorés im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, wuchs auf einer großen Rinderfarm im Regenwaldgebiet auf. Neben seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität São Paulo engagierte er sich zusammen mit seiner Frau, der Architektin Lélia Wanick, ab 1967 in der linken Studentenbewegung gegen die Militärdiktatur. 1969 folgte die Emigration nach Paris. Im Zuge seiner Arbeitsreisen als Verwaltungsfachangestellter kam er das erste Mal mit der Fotografie in Berührung. Autodidaktisch angeeignet, machte er sich mit seiner neuen Leidenschaft im Jahr 1973 als Fotoreporter selbstständig.

Von Beginn an waren bei seinen Langzeitprojekten Armut, Flucht, Heimatlosigkeit und Krieg die Hauptmotive seiner fotografischen Arbeit, die ihn zu bekannten Fotoagenturen wie Sygma, Gamma und Magnum Photos führte. Zahlreiche dieser Projekte und der sie begleitenden Fotobände sind in Zusammenarbeit mit Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“, UNICEF, UNESCO oder „Reporter ohne Grenzen“ entstanden. Mit den Büchern „Migration“ und „The Children: Refugees and Migrants“, die beide 2000 veröffentlicht wurden, machte Salgado auf das Schicksal von damals 30 Millionen Flüchtlingen weltweit aufmerksam und sammelte Geld für die Kinderhilfsorganisation UNICEF.

Aus gesundheitlichen Gründen und weil ihn durch die direkte Konfrontation mit dem Völkermord in Ruanda Zweifel an seiner Arbeit kamen, hörte Sebastião Salgado Mitte der 1990er Jahre für eine Zeit mit dem Fotografieren auf. Gemeinsam mit seiner Frau kehrte er nach Brasilien zurück und begann, die Fazenda seiner Eltern wieder aufzuforsten. 1998 wurden die 680 Hektar in ein Naturschutzgebiet umgewandelt und das gemeinnützige „Instituto Terra“ gegründet. Seither ist es ihnen gelungen, rund 2,7 Millionen Bäume zu pflanzen und den Wald wieder in einen weitgehend ursprünglichen Zustand mit einer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu versetzen. Auch in seinem fotografischen Schaffen wandte sich Salgado ab den 1990er Jahren verstärkt der Landschaft zu, etwa 2007 mit „Africa“ und 2013 mit „Genesis“. Mit letzterem Projekt gab er seine Eindrücke der unberührten Natur, der dort angesiedelten Tiere und der isoliert lebenden Menschen aus ursprünglichen Kulturen wieder, um zu zeigen, wie fragil die Welt mittlerweile geworden ist.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergibt seinen Friedenspreis seit 1950 an Persönlichkeiten, die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung von Frieden, Menschlichkeit und Verständigung der Völker beigetragen haben. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und ging in den vergangenen Jahren an die Literatur-, Kulturwissenschaftler und Ägyptologen Aleida und Jan Assmann, die kanadische Schriftstellerin und Dichterin Margaret Atwood, die Journalistin und Publizistin Carolin Emcke oder den Orientalisten und Essayisten Navid Kermani. Die Verleihung an Sebastião Salgado findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 20. Oktober in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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