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Neo Rauch präsentiert in Aschersleben sein „Kollegium“

Neo Rauch, Das Kollegium, 2019

Wenige Wochen nach seiner Geburt verlor Neo Rauch infolge eines Eisenbahnunfalls in seiner Geburtsstadt Leipzig seine Eltern. Daher wuchs er bei seinen Großeltern mütterlicherseits in Aschersleben auf. Zwar kehrte Rauch nach dem Abitur zum Studium nach Leipzig zurück, blieb jedoch Aschersleben eng verbunden. Sichtbarer Ausdruck ist die Gründung der Grafikstiftung Neo Rauch im Jahr 2012 in der mittelalterlichen Stadt am Nordostrand des Harzes. Seit 1993 schuf der Künstler rund 100 grafische Arbeiten. Je ein Exemplar dieser Werkgruppe wird in Aschersleben verwahrt und in wechselnden Zusammenhängen präsentiert. Im 2010 vollendeten Bildungszentrum Bestehornpark fand die Stiftung ein adäquates Domizil mit der Möglichkeit, thematische Jahresausstellungen in anspruchsvoller Umgebung zu zeigen. Vor wenigen Tagen konnte die Stiftung ihre achte Präsentation unter dem Titel „Das Kollegium“ eröffnen. Die bislang erste Gruppenschau seit dem Bestehen der Grafikstiftung wurde wiederum von Neo Rauch selbst kuratiert.

Im Kollegium nimmt Rauch vorrangig Kollegen in den Blick, denen er sich besonders verbunden fühlt. Unter den 20 Künstlern wählte er beispielsweise Weggefährten aus seiner Studienzeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig aus, darunter Hans Aichinger oder Michael Triegel. Im Quartier seines Ateliers, der alten Leipziger Baumwollspinnerei, entstanden enge Verbindungen zu den Künstlern der hier ansässigen Galerie Eigen + Art sowie weiteren hier arbeitenden Kreativen wie Tilo Baumgärtel oder Kristina Schuldt. Nicht zuletzt seine Frau, die Künstlerin Rosa Loy, hat in der Leipziger Baumwollspinnerei ebenfalls ein Studio bezogen. Durch die Verbundenheit mit der New Yorker Galerie David Zwirner erweiterte sich sein Kreis ins Internationale. Persönlichkeiten wie Mamma Andersson, Michaël Borremans, Kerry James Marshall, Jockum Nordström, Luc Tuymans, Lisa Yuskavage oder Robert Crumb gehören dazu.

Für die Ausstellung hat Neo Rauch neben zwei Lithografien auch zwei neue Großformate geschaffen, darunter die titelgebende Arbeit „Das Kollegium“. Das übrige Spektrum reicht von Unikaten auf Papier wie bei Rose Wylie, Zeichnungen von Hartwig Ebersbach, Mischtechniken von Marcel Dzama bis hin zu verschiedenen druckgrafischen Arbeiten, beispielsweise Lithografien von Jonathan Meese, Linolschnitte von Sebastian Speckmann, Aquatintaradierungen von David Schnell oder Polymergravuren von Sebastian Burger.

Die Ausstellung „Das Kollegium“ läuft bis zum 3. Mai 2020. Die Grafikstiftung Neo Rauch hat bis Oktober mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, von November bis einschließlich Januar an selben Wochentagen von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Für Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist er frei.

Grafikstiftung Neo Rauch
Wilhelmstraße 21–23
D-06449 Aschersleben

Telefon: +49 (0)3473 – 91 49 344

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


25.05.2019, Das Kollegium

Bei:


Grafikstiftung Neo Rauch

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Neo Rauch,
 Das Kollegium, 2019
Neo Rauch, Das Kollegium, 2019

Variabilder:

Rose Wylie, After Hyacinth, after Anne-Louis Girodet, 2010
Rose Wylie, After Hyacinth, after Anne-Louis Girodet, 2010

Künstler:

Neo Rauch








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