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Die Feiningers versammeln sich in Quedlinburg

Plakat zur Ausstellung „Die Feiningers. Ein Familienbild am Bauhaus“

Der Quedlinburger Jurist und Bauhaus-Student Hermann Klumpp war ein enger Freund von Lyonel Feininger. Als Feininger 1937 in die USA zurückkehren musste, übergab er Klumpp ein umfangreiches Konvolut seiner Arbeiten. Dieser hielt sie verborgen und rettete sie vor der Vernichtung. Dieser Fundus wurde 1986 Anlass für die Gründung der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg. Viel zu wenig ist bekannt, dass der 1871 in New York geborene Künstler, der 1919 von Walter Gropius als „Meister der Formlehre“ ans Bauhaus in Weimar berufen wurde, Kopf einer viele Personen umfassenden Künstlerfamilie war. Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums thematisiert nun die Quedlinburger Feininger-Galerie den künstlerischen Aufbruch der Moderne am Beispiel der Familie Feininger.

Wegweisende Meisterwerke entspringen meist einem Milieu vielfältiger Einflüsse im persönlichen Umfeld. Über zwei Generationen hinweg macht das die Feininger-Sippe deutlich. Zunächst stieg Lyonel Feininger in Deutschland zu einem gefragten Karikaturisten auf. Die älteste Tochter aus erster Ehe, Lore Feininger, arbeitete nach dem Studium der Malerei und einer Ausbildung zur Porträtfotografin zeitlebens als Fotografin mit eigenem Studio in Berlin. 1908 ehelichte Lyonel Feininger die Kunststudentin Julia Berg. In engem Austausch mit ihr fand Lyonel 1907 zur Ölmalerei, während seine Frau Julia Feininger Aktstudien und Karikaturen für Magazine kreierte. Beider erster Sohn Andreas Feininger studierte unter anderem am Bauhaus und stieg nach seiner Übersiedlung nach New York 1939 zu einem Fotografen von Weltgeltung auf. Andreas’ Ehefrau Gertrud Wysse Hägg-Feininger war ebenfalls Bauhaus-Schülerin und arbeitete als Designerin in der Stockholmer Porzellanmanufaktur Gustavsberg sowie als Buchillustratorin für verschiedene Verlage.

Der zweitgeborene Sohn Laurence Feininger wirkte auf dem Feld der Musik als Komponist, Musikhistoriker und nach Übertritt zum katholischen Glauben als Mitarbeiter der Musikabteilung in der Vatikanischen Bibliothek. Auch der nächstgeborene Sohn Theodore Lux Feininger studierte am Bauhaus bei Oskar Schlemmer, Paul Klee, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy und tat sich als Maler hervor. Von allen genannten Vertretern der Familie vereint die Ausstellung prägnante Arbeiten zusammen mit Bildern und Grafiken der Hauptperson Lyonel als eines wichtigen Vertreters der klassischen Moderne und verknüpft persönliche Familiengeschichte mit großer Kunstgeschichte.

Die Ausstellung „Die Feiningers. Ein Familienbild am Bauhaus“ läuft vom 25. Mai bis zum 2. September. Die Lyonel-Feininger-Galerie täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro; für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Lyonel-Feininger-Galerie – Museum für grafische Künste
Schlossberg 11
D-06484 Quedlinburg

Telefon: +49 (0)3946 – 689 593 80
Telefax: +49 (0)3946 – 689 593 824

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


25.05.2019, Die Feiningers. Ein Familienbild am Bauhaus

Bei:


Lyonel-Feininger-Galerie

Kunstsparte:


Fotografie

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Design

Stilrichtung:


Bauhaus

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Variabilder:

Plakat zur Ausstellung „Die Feiningers. Ein Familienbild am
 Bauhaus“
Plakat zur Ausstellung „Die Feiningers. Ein Familienbild am Bauhaus“








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