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Guillaume Bruère in Zürich

Guillaume Bruère, Porträt von Jeremy Huldi im Kunsthaus Zürich, 2018

Das Kunsthaus Zürich widmet ab heute Guillaume Bruère dessen erste Einzelausstellung in der Schweiz. Der französische Künstler ist ein obsessiver Zeichner, der sich zum einen häufig von Werken aus der Kunstgeschichte inspirieren lässt, zum anderen mit Vorliebe andere Menschen porträtiert. In den letzten Jahren war der Künstler wiederholt im Kunsthaus und im Schauspielhaus Zürich zu Gast. Das Kunsthaus zeigt nun rund 50 der ursprünglich über 200 Blätter, die dort zwischen 2012 und 2018 entstanden sind. Guillaume Bruère arbeitet schnell. Mit energiegeladenem, vibrierendem Strich schafft er in kürzester Zeit eine Vielzahl von Menschenbildern. Sein Stil erinnert dabei gelegentlich an Egon Schiele, aber auch an das zeichnerische Werk oder die frühen Gemälde Pablo Picassos.

Am liebsten zeichnet Bruère direkt in Museen und bedient sich der Gemälde bekannter Meister. Er war im Louvre, in der Alten Pinakothek in München, in der Berliner Gemäldegalerie und immer wieder im Kunsthaus Zürich. Das menschliche Gesicht und das Porträt spielen in seinem Schaffen eine zentrale Rolle. Für die Ausstellung schuf der Künstler neue, großformatige Porträts von Aufsichten, die im Kunsthaus arbeiten. Damit rückt er jene Menschen ins Rampenlicht, die zwar eine zentrale Rolle im Museum einnehmen, als Individuen jedoch meistens im Hintergrund bleiben. Die Zeichnungen entstanden letztes Jahr als öffentliche Kunstaktion am Tag der offenen Tür und während der Langen Nacht der Zürcher Museen.

Der 1976 in Frankreich geborene Guillaume Bruère hat an der École des Beaux-Arts in Nantes und an der École européenne supérieure de l’image in Poitiers studiert und ist als Maler, Zeichner, Performer und Bildhauer aktiv. Anfang des Jahres hat ihn die Conrad Ferdinand Meyer Stiftung mit ihrem Förderpreis 2019 ausgezeichnet, 2013 erhielt er den Hans Platschek-Preis für Kunst und Schrift, außerdem wurden ihm bereits zahlreiche europäische Nachwuchs-Stipendien zuerkannt. Bruère lebt und arbeitet in Berlin.

Die Ausstellung „Guillaume Bruère. Die Zürcher Zeichnungen“ ist vom 24. Mai bis zum 8. September zu sehen. Das Kunsthaus Zürich hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 16 Franken, ermäßigt 11 Franken; bis 16 Jahre ist er frei. Der Katalog aus dem Verlag Scheidegger & Spiess kostet 48 Franken.

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH-8001 Zürich

Telefon: +41 (0)44 – 253 84 84
Telefax: +41 (0)44 – 253 84 33


24.05.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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24.05.2019, Guillaume Bruère - Die Zürcher Zeichnungen

Bei:


Kunsthaus Zürich

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Zeichnung

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Guillaume Bruère, Zeichnung nach Cindy Sherman
 im Kunsthaus Zürich, 2014
Guillaume Bruère, Zeichnung nach Cindy Sherman im Kunsthaus Zürich, 2014

Variabilder:

Guillaume Bruère, Proben zu „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ im
 Schauspielhaus Zürich, 2015
Guillaume Bruère, Proben zu „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ im Schauspielhaus Zürich, 2015

Variabilder:

Guillaume Bruère im Kunsthaus Zürich, 2018
Guillaume Bruère im Kunsthaus Zürich, 2018

Variabilder:

Guillaume Bruère, Zeichnung nach
 Arnold Böcklin im Kunsthaus Zürich, 2012
Guillaume Bruère, Zeichnung nach Arnold Böcklin im Kunsthaus Zürich, 2012

Variabilder:

in der Ausstellung „Guillaume Bruère. Die Zürcher
 Zeichnungen“
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