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Am 30.05.2019 113. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Sonderauktion 'Creatures' - Portrait-Miniaturen

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Zum 60jährigen Jubiläum punktet Van Ham in Köln mit Vielfalt. Sowohl unter den Alten Meistern als auch innerhalb der Kunst des 19. Jahrhunderts findet sich eine reiche Themen- und Stilauswahl. Beim Kunstgewerbe stützt sich das Auktionshaus auf eine international ausgerichtete Offerte von Silber bis Tapisserien

Geschäftstüchtig in Zeiten des Umbruchs



Henry Moret, Un village à Ploemeur. Morbihan, 1896

Henry Moret, Un village à Ploemeur. Morbihan, 1896

Henry Moret, 1856 als Sohn eines Offiziers in Cherbourg geboren, begann seine berufliche Laufbahn zunächst beim Militär. Sein Kommandant Jules La Villette erkannte sein malerisches Talent und stellte den jungen Mann 1875 Ernest Corroller vor, einem Zeichenlehrer und Marinemaler, der Moret in die Landschaftskunst im Stile Corots und Courbets einführte. Mit dieser Grundausbildung schaffte es Moret einige Zeit später bis an die berühmte École des Beaux-Arts in Paris und trat 1880 erstmals im Pariser Salon öffentlich in Erscheinung. Während seiner frühen Zeit in der Künstlerkolonie von Pont-Aven, der auch Paul Gauguin angehörte, ließ er sich vom Symbolismus beeinflussen, bildete dann immer mehr seinem eigenständigen impressionistisch geprägten Stil aus. Nach künstlerischen Umbrüchen traf Henry Moret 1895 auf den wichtigen Kunsthändler Paul Durand-Ruel, mit dem eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit ihren Anfang fand: Über 600 Arbeiten soll Moret für Durand-Ruel geschaffen haben. Ein Jahr nach dieser ersten Zusammenkunft entstand „Un village à Ploemeur, Morbihan“ mit einigen von Steinmauern eingefriedeten Häusern als typische farbenprächtige Küste in der Bretagne. Die Motive jener Umgebung in gekonnten Inszenierungen und mit leuchtendem Kolorit wurden schnell ein Markenzeichen Morets.


Das spätimpressionistische Gemälde von 1896 ist heute ein Prunkstück der Auktion Van Hams in Köln im Bereich der Kunst des 19. Jahrhunderts und lässt auf 60.000 bis 80.000 Euro hoffen. Die Versteigerungen am 15. und 16. Mai im Jubiläumsjahr des Kölner Hauses kennzeichnet eine Vielfalt und Internationalität, die sich beispielhaft von einem spätgotischen spanischen Vortragekreuz wohl des 14. Jahrhunderts aus vergoldetem Kupfer mit fein ziselierten, gravierten und emaillierten Ornamentflächen um den kleinen Christuskörper für 10.000 bis 12.000 Euro bis zu prominenten Meistern des 20. Jahrhunderts zieht. Von Pierre-Auguste Renoir steht etwa die kleine Ölstudie mit der Büste einer jungen Frau für 30.000 bis 40.000 Euro zum Verkauf, die durch ihre flotte unfertige Malweise besticht und Farbexperimente sowie die Technik Renoirs auf dem Weg zum ausgeführten Gemälde deutlich macht.

Facettenreiches 19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert bietet den Interessenten ein breit gefächertes Themenspektrum zur Wahl. Otto Grashof hielt 1843 die „Winterliche Bärenjagd des Tsarevich Alexander Nikolaevich“ als brutale Kampfszene im idyllisch verschneiten Wald fest. Der russische Thronfolger ist ruhig und mit bereitem Gewehr rechts im Bild zu sehen, während sich seine Jagdgenossen mit dem Beutetier abmühen (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Friedlicher ist das Leben der Tiere bei Alexander Koester. Seine charakteristischen „Enten im Seerosenteich“ sind nur mit sich selbst beschäftigt und zu viert dem mittigen Vogel zugewandt, der nach Futter fischt (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). In eine andere Klimazonen verlegte Franz Roubaud seine „Rast in der Steppe“, ein von kaukasischen und zentralasiatischen bunt bekleideten Menschen bevölkerter Ort der Händler, den Roubaud immer wieder auf seinen Heimatreisen einfing (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Eine einzelne Frau inspirierte Albert von Keller 1907 zu seinem „Damenporträt im japanischen Interieur“. Keck und mit schrägem Kopf blickt sie von einem Stuhl aus dem Betrachter entgegen (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR).

Weniger bekleidet sind „Die vier Badenden“ von Emile Bernard, deren Körper durch dunklen Konturen von der umgebenden Vegetation abgetrennt sind. Diese eigenständige künstlerische Handschrift verhalf Bernard nach seiner pointillistischen Phase zu seinem Ruhm (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Oswald Achenbach setzte 1882 für den „Geistlichen und Gärtner auf der Terrasse von Castel Gandolfo bei Rom“ dagegen auf einen naturalistischeren Stil und entwarf eine seiner typischen Szenen in warmer südländischer Beleuchtung (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Bei seinem Bruder Andreas Achenbach braust dagegen die „Stürmische See am Leuchtturm“ auf und lässt den Dampfer bedrohlich schaukeln (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Am Abend sitzen bei Carl Spitzweg zwei Frauen lesend „Im Klostergarten“. Die kleine, gröber gemalte, aber damit stimmungsvolle Ölarbeit auf Papier soll 20.000 bis 30.000 Euro einfahren. Bis ins kleinste Detail formulierte Johann Bernhard Klombeck seine „Waldlandschaft mit heimkehrenden Bauern“ aus, die von der sinkenden Sonne geprägt ist und mit ihrem Realitätsanspruch beeindruckt (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR). Goldgelbe Töne herrschen bei François Antoine Bossuet vor, der Granada 1876 als romantische Bergstadt am Fluss mit zerklüfteten Hügeln im Hintergrund porträtierte (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Antike Stoffe bei den Alten Meistern

Dass Feldherren nicht immer grausam handeln müssen, beweist der Legende nach „Die Großmut des Scipio“, die Simon de Vos und seine Werkstatt wohl in den 1660er Jahren als prunkvolles großformatiges Ölgemälde mit vielen Figuren ausgestalteten. Scipio, rot gekleidet links im Bild auf seinem Thron, schenkt gerade Allucius und seiner Verlobten die Freiheit, die ihm wie viele Geiseln während seiner Eroberungen karthagischer Stützpunkte in die Hände fielen (Taxe 35.000 bis 50.000 EUR). Die Utrechter Caravaggisten übernahmen von ihrem Vorbild die Hell-Dunkel-Inszenierungen, die sich auch im „Tod des Seneca“ niederschlagen, den ein Mitarbeiter aus dem Atelier Gerrit van Honthorsts malte (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Nicht nur in den Niederlanden widmete man sich der klassischen Mythologie, sondern auch im Italien des Seicento. Ein dortiger Meister illustrierte um 1650 den „Brand von Troja“ mit bis zum Himmel schlagenden signalroten Flammen über der Stadt (Taxe 16.000 bis 18.000 EUR). Ab 1663 lebte der gebürtige Salzburger Johann Anton Eismann in Venedig, wo er die „Weitläufige Hafenszene. Englische Kriegsherren, verankert vor der Küste“ geschaffen haben soll. Trotz der Kriegsschiffe im Zentrum hat das Seestück einen friedlichen Charakter (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

Die behelfsmäßig Meister mit dem Papagei betitelte Gruppe von Malern, tätig in Antwerpen um 1520 bis 1540, setzte im frühen 16. Jahrhundert „Die Madonna mit den Trauben“ ins Bild. Die Früchte liegen vor der säugenden Gottesmutter wie ein Stillleben auf einer Steinplatte, auf der zusätzlich noch Lilien als Symbolpflanze Mariens in einer Vase vor dem dunklen Grund stehen (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Martin Zürn schnitzte seine Muttergottes um 1630 aus Lindenholz. Trotz des leider verlorenen Christuskindes handelt es sich bei der polychrom gefassten Skulptur um eine ausdrucksstarke Frau in prächtigem Gewand (Taxe 32.000 bis 35.000 EUR). Meinrad Guggenbichlers „Madonna mit Kind“ um 1700 ist entsprechend ihres barocken Zeitgeschmacks deutlich bewegter umgesetzt und überzeugt durch ihre handwerklich feine Ausführung der wallenden Falten ihrer Bekleidung (Taxe 14.000 bis 16.000 EUR). Eine Besonderheit ist die „Anbetung der Hirten“ der Prager Schule um 1600: Sie ist auf einem stark marmorierten italienischen Stein gemalt, dessen natürliche Maserung eine Höhlenstruktur vortäuscht (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Natur und Kultur

Fantasievoll an die Landschaft ging ebenso Josse de Momper d.J. heran. Das marktfrische Querformat, das sich seit den 1950er Jahren in Aachener Privatbesitz befand, zeigt tief zerklüftete Felsen, über denen düstere Wolken hängen (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Ähnlich durchfurchtes Gestein ist im Zentrum von Bartolomeo Torreggianis Landschaft mit Figurenstaffage zu sehen und wird zusätzlich durch Wasser betont, das durch die Felsspalten fließt (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Domenico Roberti nahm später in Zusammenarbeit mit seiner Werkstatt überkommene Kultur in den Blick. Seine „Ideale Ruinenlandschaft mit Figurengruppe unter einem großen Rundbogen“ von 1746 romantisiert den Verfall und soll 12.000 bis 15.000 Euro einspielen, genauso wie sein Pendant, das eine alte Tempelarchitektur in den Fokus rückt. Ebenfalls als Gegenstücke hat Francesco Tironi seine venezianischen Veduten mit der Bischofskirche San Pietro di Castello und einigen Gondeln und Personen davor sowie mit der in stimmungsvolles Licht getauchten „Santa Maria della Salute“ angelegt (Taxe je 20.000 bis 30.000 EUR).

Ein weiteres Bilderpaar listet der Katalog mit zwei vielfigurigen alttestamentlichen Szenen von Hieronymus Francken III. in leuchtenden Ölfarben auf Kupfer: „Die Israeliten mit dem Sarg Josefs nach dem Zug durch das Rote Meer“ und „Die Israeliten ziehen durch den Jordan“ mit den Priester, die die Bundeslade tragen, im Fluss (Taxe je 10.000 bis 15.000 EUR). Barbara Rosina Lisiewska portraitierte eine vornehme Dame mit Laute in einem wertvollen blauen Seidenkleid mit Spitze und ihrem Musikinstrument. Ihr Schmuck, die Kleidung und ihr weiß geschminktes Gesicht mit wenig rötlichen Akzenten verraten einiges über die Schönheitsideale zur Entstehungszeit im Jahr 1750 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Auf den philosophischen Roman „Belisaire“ des Franzosen Jean-François Marmontel bezog sich um 1770/80 Januarius Zick und nahm die die Episode vor, in der der blinde Belisar die Fesseln von Justinian und Tiberius löst, die von den Bulgaren gefangen genommen waren. Damit schuf Zick das Bild eines Tugendhelden, die damals bei Fürsten beliebt waren (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Feines Porzellan und edle Einrichtungsgegenstände

Deutsche Porzellanmanufakturen stehen bis heute für ihre hohe Kunstfertigkeit und außergewöhnliche Qualität. Von der 1710 gegründeten Manufaktur Meißen offeriert Van Ham unter anderem eine Deckelterrine auf Presentoir aus dem sogenannten „Möllendorff-Service“ für Friedrich den Großen. Auf dem Deckel des edlen Gefäßes wohl nach einem Modell von Friedrich Elias Meyer aus dem Jahr 1762 sitzt seine vollplastisch gearbeitete Nymphe, umgeben von einigen Früchten (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Eine Porzellanplatte diente 1852 bei KPM als Medium für eine Kopie nach Adriaen van der Werffs Gemälde „Vertreibung der Hagar“, das sich in der Dresdner Gemäldegalerie alter Meister befindet (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Anfang des 20. Jahrhunderts legte dieselbe Manufaktur eine ausladende Kaminuhr mit Chronos wieder auf, die auf einem Modell Paul Schleys von 1891 basiert. Die neobarocke Prunkpendule konzipierte KPM ursprünglich als Neujahrsgeschenk an Kaiser Wilhelm II. (Taxe 35.000 bis 40.000 EUR).

Für Jugendstil- und Art Déco-Produkte stehen Max Essers unbemalter „Großer Bär“ von 1929, den Meißen nach 1946 ausführte (Taxe 11.000 bis 12.000 EUR), oder Otto Jarls „Großer Eisbär“ von 1903 (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR), der mit seinem kleineren Bruder daherstapft (Taxe 600 bis 800 EUR). Noch 1973 griff die Meißner Manufaktur auf ein barockes Modell Johann Joachim Kändlers von 1732 zurück und brachte den „Großen Paduaner Hahn“ aus der Menagerie des Japanischen Palais in Dresden abermals heraus (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Als Tischware liegen mehrere Teile des Service „Flügelmuster“ von Rudolf Hentschel und von Henry van de Veldes Muster „Peitschenhieb“ für bis zu 4.000 Euro vor. Emile Gallé steuert dann noch eine Folge von vier Satztischen mit Katzenmotiven um 1905 bei (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR), die Daum Frères eine orangebraune Art Déco-Vase mit stilisierten Blattzweigen um 1930 (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR) und René Lalique die Vase „Ceylan“ mit umlaufenden Wellensittichpaaren von 1924 (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR).

Kleine Gemälde auf Stein durften in den Kunst- und Wunderkammern nicht fehlen. Ein solches italienisches Stück des frühen 17. Jahrhunderts mit der Darstellung der heiligen Margareta von Antiochia aus dem Umkreis des Veronesers Pasquale Ottino, das schwarzen Schiefer als Hintergrundfläche nutzt, ist für 6.000 bis 10.000 Euro zu haben. Eine geschmackvolle Innenausstattung ergänzt ein Schreibkabinett mit Chinoiserien, das der Antwerpener Werkstatt Hendrik van Soests um 1705 zugeschrieben wird. Mit seinen aufwändigen ornamentalen und figürlichen Einlagen aus Zinn soll es 30.000 bis 40.000 Euro kosten. Zu jener fernöstlich geprägten Zier passt die Tapisserie mit Landschaft und Pagoden aus der Serie der „Chinesischen Landschaften“, die in Aubusson im zweiten Viertels des 18. Jahrhundert nach einer Stichvorlage Johann Bernhard Fischer von Erlachs gewirkt wurde (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Den Katalog bereichert zudem die Sammlung des im Februar verstorbenen Unternehmers Josef Rieks mit einem Schwerpunkt auf europäischem Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts, die er sich bei renommierten Kunsthändler wie Erwin Gierhards in Düsseldorf oder Michael Nolte in Münster zusammenstellte. Dazu gehören Delfter Fayencewaren, wie das Paar Plaketten mit bunten Chinoiserien um 1740/60 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR), eine elegante Salonkommode mit Blumenmarketerie von Mathieu Criaerd um 1750 (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR), zwei Armlehnsessel von Jean Boucault ebenfalls um diese Zeit aus Paris (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR) oder eine Pendule um 1765/70 aus vergoldeter Bronze mit einem Neptun als Bekrönung und mit einem Uhrwerk von Pierre Le Roy (Taxe 5.500 bis 6.000 EUR).

Metallenes Kunsthandwerk aus Europa

Ein Pariser Meister formte nach einem Modell von Etienne Maurice Falconet wohl gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein Paar Kandelaber mit je zwei tanzenden Nymphen, die mit ihren Armen einen kräftigen Thyrsos-Stab in der Mitte tragen. Die hohen Leuchter aus vergoldeter Bronze auf Marmorsockel mit Rieks-Provenienz sollen 15.000 bis 20.000 Euro einbringen. Pierre Philippe Thomire stand Pate für ein zweites französisches Leuchterpaar, in dem zwei schwarz patinierte, geflügelte Viktorien mit den vergoldeten Bronzearmen und anderem Zierrat kontrastieren (Taxe 22.000 bis 25.000 EUR). Aus dem selben Material besteht die kleine Kruzifixuhr von Josef Klöckner des frühen 19. Jahrhunderts aus dem oberösterreichischen Raab, deren Zeit eine Schlange anzeigt (Taxe 7.500 bis 9.000 EUR).

Aus Augsburg, das für seine qualitätvollen Metallarbeiten bekannt ist, stammt ein Teller aus dem Tafelservice für August den Starken von 1730, der mit seiner schlichten Eleganz überzeugt. Nur das Wappen des Regenten ziert die Fahne des vergoldeten Silberobjekts von Gottlieb Menzel (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Sein Augsburger Kollege Daniel Schwestermüller stellt einen Deckelhumpen von 1689/92 mit ländlichen Szenen und Schildhalter als Knauf zur Verfügung (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), der Nürnberger Heinrich Gottfried Anton Hammon einen Deckelbecher auf Kugelfüßen mit Akanthuszier (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Der Journalist und Kaffeemakler Frank Lynder, der als Halbjude während der Nazi-Zeit Agent des britischen Geheimdiensts war, konnte sich für Silberlöffel des 17. bis 19. Jahrhunderts begeistern. Aus seiner Sammlung kommen 18 Positionen hauptsächlich aus britischen Silberschmieden zum Aufruf. Highlight darunter ist ein Löffel von Johann Rohde II. aus Danzig um 1690 mit einem kleinen Apostel am Stilende für 2.500 bis 3.000 Euro.

Jünger ist der monumentale silberne Tafelaufsatz mit Segelschiff des beginnenden 20. Jahrhunderts. Auf vier Delphinfüßen steht die gotisch inspirierte ausladende Schale, aus deren Mitte sich das detailliert gearbeitete Schiff auf einem weiteren Delphin erhebt. Das pompöse Stück von Jean L. Schlingloff aus Hanau und Jakob Grimminger aus Schwäbisch Gmünd schätzen die Experten Van Hams auf 28.000 bis 30.000 Euro. 46 in die Wandung eingelassene Münzen schmücken ein etwa gleichaltriges deutsches Bowlengefäß samt Presentoir, das ebenfalls frei mit alten Stilformen umgeht. Vollplastische Adler als Seitengriffe, Granatapfelfüße aus Elfenbein und eine plastisch gearbeitete Traube samt Emaildekor ergänzen die Pracht des deutschen Stücks (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Kopenhagen steuert Johan Rohdes eleganten Tafelaufsatz Nr. 196 mit einem Schaft aus stilisierten Blättern von 1916 (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR) oder Verner Pantons Aufsatzschale Modell Nr. 1302 nach 1981 bei, die ebenfalls bei Georg Jensen aus gewelltem und gefaltetem Silber vom Band lief (Taxe 9.000 bis 13.000 EUR).

Am 15. Mai versteigert Van Ham in Köln das „Europäische Kunstgewerbe“ ab 10:30 Uhr. Darauf folgen am 16. Mai die Alten Meister und die Kunst des 19. Jahrhunderts ab 15 Uhr. Die Vorbesichtigung ist am 10. Mai von 10 bis 18 Uhr, am 11. Mai von 10 bis 16 Uhr, am 12. Mai von 11 bis 16 Uhr und am 13. Mai von 10 bis 18 Uhr möglich. Die Lose sind zudem online unter www.van-ham.com abrufbar.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



12.05.2019

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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