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Neueröffnung von Le Corbusiers Pavillon in Zürich

Pavillon Le Corbusier in Zürich wird wiedereröffnet

Morgen wird der Pavillon Le Corbusier im Züricher Seefeld-Quartier nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet. Seit 2014 ist das Bauwerk im Besitz der Stadt Zürich. Nach einem Interimsbetrieb als öffentlich zugängliches Museum wurde der unter Denkmalschutz stehende Pavillon seit Herbst 2017 instand gesetzt. Die Architekten Silvio Schmed und Arthur Rüegg haben den Bau zuvor analysiert und die Sanierung mit viel Sachverstand und Detailliebe umgesetzt. Die Anforderungen eines zeitgemäßen Ausstellungsbetriebs wurden dabei trotz größtmöglicher Erhaltung des Baudenkmals berücksichtigt. Der Pavillon erstrahlt heute in derselben Frische, Eleganz und Farbigkeit wie bei seiner Eröffnung 1967. Der Kanton Zürich und der Bund beteiligten sich etwa zur Hälfte an den Gesamtkosten von rund fünf Millionen Franken.

Der 1967 von Alain Tavès und Robert Rebutato fertiggestellte Pavillon ist das letzte Bauwerk Le Corbusiers und sein einziges realisiertes Gebäude in der deutschsprachigen Schweiz. Das farbenfrohe, filigran wirkende Haus gilt in Fachkreisen weltweit als architektonisches Juwel und ist zugleich eine touristische Attraktion. Der Ausstellungsbau wurde von der Galeristin Heidi Weber initiiert und finanziert. Um die Erstellung des Gebäudes zu ermöglichen, hatte die Stadt ihr im Jahr 1964 das Land auf der Blatterwiese für fünfzig Jahre im Baurecht überlassen. Die „maison d’homme“ – wie Le Corbusier den Pavillon selbst bezeichnete – ist ein im Maßsystem „Modulor“ proportioniertes Demonstrationsobjekt, in dem Le Corbusier sowohl das Potenzial einer elementaren Vorfabrikation, als auch jenes der Plastik, der Malerei, der Grafik, der Fotografie und nicht zuletzt des Mobiliars ausgelotet hat. Die von zwei großen Stahlschirmen überspannte farbige Bauplastik variiert die paradigmatische Duplexwohnung, die Le Corbusier erstmals 1920 als „Maison Citrohan“ vorgestellt hat.

Gemeinsam mit dem Pavillon wird auch eine neue Dauerausstellung und die erste Sonderausstellung in dessen Räumen eröffnet. „Le Corbusier – gesehen von René Burri“ gibt mit 17 Fotografien Burris Blick sowohl auf das Werk als auch die Person Le Corbusiers wieder. Der 1933 geborene Schweizer Fotograf traf Le Corbusier zum ersten Mal anlässlich der Eröffnung der Wallfahrtskapelle von Ronchamp. René Burri wurde in der Folge zum visuellen Chronisten des Architekten und trat insbesondere in den Jahren 1959 und 1960 in eine intensive Auseinandersetzung mit dessen Œuvre.

Die Sonderpräsentation „Mon univers“ gibt bis zum 17. November mit Meeresschnecken, Keramik aus dem Balkan, Strandgut und Industrieglas Einblick in Le Corbusiers gestalterischen Kosmos. Zeitlebens verfolgte er die Vision einer Synthese der Künste und führte in seinen Assemblagen unterschiedliche Objekte aus Kunst, Industrie, Folklore und Natur zusammen. Für seine künstlerischen Praktiken waren ihm diese zugleich Referenz und Inspirationsquelle. Die Ausstellung bringt Originale aus Le Corbusiers Privatsammlung, historische Fotografien, Abgüsse und Malereien sowie Fundstücke aus der Natur zusammen und stellt sie in einen visuellen und inhaltlichen Dialog.

Der Pavillon Le Corbusier ist in den Sommermonaten täglich außer montags von 12 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten ab dem 17. November bleibt der Pavillon geschlossen. Der Eintritt beträgt 12 Schweizer Franken, ermäßigt 8 Schweizer Franken. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist er kostenlos.

Pavillon Le Corbusier
Höschgasse 8
CH-8008 Zürich

Telefon: +41 (0)43 – 446 446 8

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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11.05.2019, Le Corbusier – gesehen von René Burri

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11.05.2019, Mon univers

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Pavillon Le Corbusier

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Loungebereich im ersten Stock
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Erdgeschoss im Pavillon Le Corbusier, 2019
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Ausstellungsraum im Erdgeschoss
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in der Ausstellung „Le Corbusier – Mon univers“
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Le Corbusiers „collection particulière“
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