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Rusches Alte Meister bei Sotheby’s

Jan Miense Molenaer, Junge Musiker mit tanzendem Zwerg, um 1630

Thomas Rusche, der Chef des Modeunternehmens SØR Rusche, verkauft seine umfangreiche Kunstsammlung. Während die zeitgenössischen Arbeiten ab Ende Mai im Kölner Auktionshaus Van Ham auf dem Programm stehen, hat sich Rusche bei den 225 Gemälden der flämischen und niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts für Sotheby’s entscheiden. Morgen geht es in London los. In der Auktion „Old Masters“ kommt die erste Tranche mit 23 höher bewerteten Werken zum Aufruf. Schon an ihnen wird deutlich, dass die über vier Generationen erstellte Kunstsammlung nicht auf die großen Namen aus war: „Von den Kleinsten das Beste“ hat Rusche seine Sammlung beschrieben und damit den sogenannten „Kleinmeistern“ der barocken Malerei einen hohen Stellenwert zugebilligt. Ihm und seiner Familie ging es um die Qualität der einzelnen Werke. Jedes neue Stück sollte die Bestände sinnvoll ergänzen und das Niveau der gesamten Sammlung heben. So gibt sich etwa Willem Cornelisz Duysters „Junger Offizier im Profil“, der gedankenvoll zum Boden schaut, äußerst charmant und will nur 20.000 bis 30.000 Pfund sehen. Zu ihm passt das ebenso zurückhaltende und dadurch bezaubernde Stillleben mit Waffen, Rüstungen und einer Trommel Gerhard van Steenwijcks zu den gleichen Wertvorstellungen.

Auffällig bei der Sammlung ist das durchgehend kleine Format der Gemälde. Die Rusches bevorzugten Kabinettstücke, da sie leichter und in größerer Zahl in den Wohnungen in Berlin und Oelde verwahrt werden konnten. So ist etwa Bartholomeus Breenberghs ruhige italianisante Landschaft mit Ruinen kaum größer als eine Postkarte (Taxe 30.000 bis 40.000 GBP). Herman Saftleven d.J. hat 1665 seinen weiten Blick über ein hügeliges Flusstal mit Bauern bei der Arbeit auf unwesentlich höher dimensionierter Holztafel gemalt, ebenso Nicolaes Berchem seine italienisch inspirierte markante Hügelgegend mit Bäuerin und ihren Kühen (Taxe je 20.000 bis 30.000 GBP). Mit einem Meter in der Höhe gehört Jan Miense Molenaers Gruppe junger derber Musiker mit tanzendem Zwerg schon zu den ausladenden Werken (Taxe 40.000 bis 60.000 GBP).

Ein weiteres Merkmal der Rusche-Offerte bei Sotheby’s sind die niedrigen Schätzungen. Keines der Werke geht über 40.000 bis 60.000 Pfund hinaus, was angesichts der Qualität für Pieter Claesz’ Stillleben mit Römer, Oliven, einer geschälten Zitrone, Brot und einem Fisch auf Zinnplatten geradezu bescheiden ist. Zum gleichen Preis tritt Jan Asselijns effektvoll beleuchtete Szene mit einem vornehmen, in einen roten Mantel gehüllten Herrn neben einem grauweißen Pferd in einer höhlenartigen Gegend an. Auch nicht viel sind die 20.000 bis 30.000 Pfund für Simon de Vliegers Schiffswrack neben einem Felsen bei Seesturm, für Rombout van Troyens biblischer Erzählung „König Ahas opfert seinen Sohn dem Moloch“ von 1626 oder für Anthonie Jansz van der Croos’ Ebene mit Blick auf Leiden im Hintergrund von 1651.

Seltenheitswert können Johannes Natus’ Taverne mit Bauern beim Trinken und Rauchen von 1661 (Taxe 20.000 bis 30.000 GBP) und einige der 90 Positionen in der bis zum 10. Mai laufenden Online-Versteigerung beanspruchen, so etwa Cornelis Bisschops ausdrucksstarke alte Frau beim Beten (Taxe 4.000 bis 6.000 GBP), Elias van Nijmegens symbolbesetzte Allegorie auf den christlichen Glauben (Taxe 8.000 bis 12.000 GBP) oder Aert Jansz Marienhofs angenehme Flusslandschaft mit Figuren auf einem Weg und einer Brücke von 1652 (Taxe 6.000 bis 8.000 GBP). Hier wird sich zeigen, wie der Markt auf dieses einmalige Angebot der Rusche-Kollektion reagiert.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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