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Während die alte Kunst im Allgemeinen rückläufig ist, investiert die weltweit agierende Kunst- und Porzellanhandlung Röbbig mit Sitz in München in eine neue luxuriöse Location. Morgen ist die Eröffnung im noblen Carolinen Palais

Bel Etage der galanten Epoche



Johann Joachim Kändler, Paar Papageien als dreiarmige Leuchter montiert, vor 1740 und 1741

Johann Joachim Kändler, Paar Papageien als dreiarmige Leuchter montiert, vor 1740 und 1741

Völlig neue Wege wird die Münchner Kunsthandlung Röbbig, international führender Spezialist für frühe Meißner Porzellane und die Kunst des 18. Jahrhunderts, nicht gehen, wenn sie am Gründonnerstag ihre neuen Geschäftsräume im neobarocken Carolinen Palais eröffnet. Schon auf der TEFAF, auf der Biennale des Antiquaires in Paris oder den Highlights in München hat Röbbig seine Stände bevorzugt als Interieurs der Zeit von Madame de Pompadour inszeniert. Doch Geschäftsführer Alfredo Reyes will seinem Ideal nun noch näher kommen. Er möchte die delikate Geschmackskultur dieses Jahrhunderts am Leben erhalten, sagte er Kunstmarkt.com am Rande der letzten Vorbereitungen. Auf 220 Quadratmetern hat der Innenarchitekt und Opern-Setdesigner Massimo Pizzi Gasparon in dem von Gabriel von Seidl entworfenen Prachtbau in der Briennerstraße das Flair einer Bel Etage des galanten Zeitalters entstehen lassen.


Speziell entworfene karmesinrote Stoffbahnen mit einem an gerakelte Gerhard Richter-Gemälde erinnernden Muster überziehen im Salon Wände und Sitzmöbel. Das Entree gleicht einem Kabinett mit meterlangen Vitrinen im frühklassizistischen Stil. Hier als auch im Kaminzimmer und in der von pompejischem Rot dominierten Bibliothek wird Röbbig nun seine außergewöhnlichen und einmaligen Porzellane präsentieren: Fein modellierte Figuren nach Entwürfen von Johann Joachim Kändler und Teller, Kummen und Teekannen mit Bemalungen der Besten wie etwa von Johann Gregorius Höroldt, der vor allem für seine szenischen Chinoiserien berühmt ist. Oder rare Augustus-Rex-Vasen, die der sächsische Kurfürst in Meißen für seine persönlichen Appartements und für das Japanische Palais orderte. Vor zwei Jahren bot Röbbig auf der TEFAF einen mehrteiligen Satz dieser Vasen für mehr als 1 Million Euro an.

Während der Markt für alte Kunst rückläufig ist, investiert die Firma Röbbig in verschwenderische Ausstellungsräume. „Ich bin überzeugt, dass das Interesse für diese Epoche gerade wieder wächst und übernehme gerne die Last der Passion“, unterstreicht der 1951 geborene Porzellanspezialist Reyes. Er führt die Geschäfte seit dem frühen Tod des Firmengründers Gerhard Röbbig, der 2012 völlig unerwartet inmitten von Entwurfszeichnungen für ein Sammlerinterieur mit Porzellanvitrinen und exquisiten Möbeln des 18. Jahrhunderts aus dem Leben gerissen wurde. Gerade Meißner Porzellan, so der erfahrene Händler, genieße auf der ganzen Welt hohe Wertschätzung. Es war schon im 18. Jahrhundert eine Weltfirma, die Aufträge etwa aus Italien, Frankreich und Russland erhielt.

Röbbigs Umzug in eine Bel Etage ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich der gehobenen Kunsthandel zumindest in Deutschland mehr und mehr aus den Bummelmeilen der Städte zurückzieht. Für das Unternehmen selbst mag es wie ein Forstschritt aussehen. Denn Röbbig will hier mit Symposien, wissenschaftlichen Publikationen und Ausstellungen die Kunstwelt zusammenbringen und Kommunikations- und Drehscheibe für Museen, potente Sammler, den Handel und auch Mäzene aus der ganzen Welt sein – auf allerhöchstem Niveau, versteht sich. Zum Auftakt zeigt Röbbig ausgewählte Kändler-Vögel und Commedia dell’Arte-Figuren aus der delikaten Kollektion des nordrhein-westfälischen Sammlers Kurt Saalfelds, der 2010 zur Wiedereröffnung des Dresdner Zwingers einen Teil seiner Objekte als Dauerleihgabe nach Dresden gab. Kein Zweifel, die Schau wird die Porzellanbegeisterten animieren, die aus den USA, aus Kasachstan, Asien und natürlich aus ganz Europa anreisen.

Kontakt:

Röbbig München

Brienner Straße 25

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 29 97 58



17.04.2019

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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 Kändler, Paar Papageien als dreiarmige Leuchter montiert, vor 1740 und 1741
Johann Joachim Kändler, Paar Papageien als dreiarmige Leuchter montiert, vor 1740 und 1741

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Johann Joachim
 Kändler, Beltrame und Colombine, genannt das „Spanische Liebespaar“, um 1740
Johann Joachim Kändler, Beltrame und Colombine, genannt das „Spanische Liebespaar“, um 1740

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Johann Gottlieb Kirchner, Ein
 Paar Teekannen in Form von japanischen Bantam-Hühnern, 1730
Johann Gottlieb Kirchner, Ein Paar Teekannen in Form von japanischen Bantam-Hühnern, 1730







Johann Gottlieb Kirchner, Ein Paar Teekannen in Form von japanischen Bantam-Hühnern, 1730

Johann Gottlieb Kirchner, Ein Paar Teekannen in Form von japanischen Bantam-Hühnern, 1730

Johann Joachim Kändler, Beltrame und Colombine, genannt das „Spanische Liebespaar“, um 1740

Johann Joachim Kändler, Beltrame und Colombine, genannt das „Spanische Liebespaar“, um 1740




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