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Humboldts Schätze in Pforzheim

Ohrschmuck mit Federn, Canelos, Ost-Ecuador

Anlässlich seines 250. Geburtstags widmet das Schmuckmuseum in Pforzheim Alexander von Humboldt und seinen Expeditionen unter dem Titel „Offene Horizonte“ eine Ausstellung. Mit Karten, Texten, Bildern, Messinstrumenten, vielfältigen Artefakten und Schmuckstücken von seinen Reisewegen und Lebensorten stellen die Kuratorinnen Cornelie Holzach und Martina Eberspächer einen Forscher vor, dessen von den Idealen der Aufklärung geprägtes Weltbild nach wie vor fasziniert. Die einzelnen Objekte stehen dabei im kulturellen und historischen Kontext der ereignisreichen fast neunzig Lebensjahre Alexander von Humboldts. Die Schau versammelt Artefakte, denen Humboldt auf seinen Forschungsreisen nach Südamerika und Russland begegnet ist oder begegnet sein könnte. Ethnografischer oder ländlicher Schmuck ist ebenso zu sehen wie Kostbarkeiten aus der Bürgerschicht oder von Beamten, zum Beispiel Ohrschmuck, Halsketten, Broschen und Ringe sowie farbenprächtiger Federschmuck.

Ein weiteres Bindeglied zwischen Humboldt und dem Schmuckmuseum sind Edelmetalle und Mineralien und damit die Rohstoffe, aus denen Schmuck hergestellt wird. Alexander von Humboldt beschäftigte sich intensiv mit Mineralogie und brachte von seinen Reisen zahlreiche Gesteinsproben mit. In Russland hatte er sogar explizit den Auftrag, nach Bodenschätzen, Edelmetallen und Diamanten zu suchen und diese zu erforschen. Auch die Humboldt so wichtigen Messinstrumente sind in der Präsentation zu bestaunen, das heißt solche, die jenen ähneln, die er selbst verwendete, darunter Sextanten, Mikroskope und ein Theodolit, ein Winkelmessinstrument. Ein kunstvoll bemalter chinesischer Fächer, ein Exponat aus Humboldts persönlichem Besitz, rundet das Lebensbild ab.

Im Rahmen der Sonderausstellung präsentiert das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät der Goldschmiedeschule Pforzheim neue Arbeiten von rund 70 Schülern. Weltentdecker und Forschungsreisen standen Pate für eine große Ideenvielfalt, die dann in unterschiedlichen Schmuckstücken verarbeitet wurde.

Die Ausstellung „Offene Horizonte. Schätze zu Humboldts Reisewegen“ läuft vom 13. April bis zum 8. September. Das Schmuckmuseum Pforzheim hat dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstraße 42
D-75173 Pforzheim

Telefon: +49 (0)7231 – 39 21 26
Telefax: +49 (0)7231 – 39 14 41

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Ohrschmuck mit Federn, Canelos, Ost-Ecuador
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Alexander von Humboldt








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