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Lotte Laserstein nun in Berlin

Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau, um 1931

Nach dem Frankfurter Städel Museum rückt nun die Berlinische Galerie Lotte Laserstein in den Mittelpunkt ihrer Ausstellungstätigkeit. Seit dem Wochenende präsentiert das Landesmuseum 48 Gemälde, 9 Zeichnungen und Dokumente aus den Berliner Erfolgsjahren der Malerin und ihrem schwedischen Exil und stellt sie als sensible Porträtistin der Moderne zwischen Tradition und Innovation vor. Laserstein idealisierte ihre Modelle nie, sie gab ihnen Würde und intensive Präsenz, bekleidet oder nackt. Laserstein war eine sanft-gefühlvolle Chronistin der 1920er und 1930er Jahre: Mit Intimität, Wärme und Sinnlichkeit malte sie Frauen und Männer der neuen Zeit und aller Klassen in ihrer Natürlichkeit. Dabei setzte sie sich bildnerisch über damals normative Vorstellungen von Geschlechterrollen hinweg.

Geboren 1898 in Ostpreußen und ab 1912 in Berlin wohnhaft, studierte Laserstein ab 1921 dort an der Hochschule für Bildende Künste, wo Frauen erst seit zwei Jahren zugelassen waren. Mit Auszeichnung schloss sie ihr Studium 1927 als Meisterschülerin bei Erich Wolfsfeld ab, einem Vertreter des akademischen Realismus. Mit der Teilnahme an über 20 Gruppenausstellungen erlebte Laserstein in kurzer Zeit einen glanzvollen Aufstieg in der damaligen Kunstwelt. Ohne politische Umstände direkt aufzugreifen, geben gedrückte Stimmungen den Grundton vieler Arbeiten vor. Neben zahlreichen Selbstbildnissen sind ihre Modelle athletische, modebewusste Städterinnen, die einen neuen Frauentypus verkörpern. Vor allem ihre Muse Gertrud Rose illustrierte sie selbstbewusst, androgyn mit sportlichem Kurzhaarschnitt, Bubikopf und bequemer Kleidung. Oft wurden ihre Motive in Modemagazinen abgedruckt, was ebenso den Bekanntheitsgrad förderte wie Wettbewerbsteilnahmen. Da Lasterstein von Verkäufen ihrer Bilder nicht leben konnte, betrieb sie nebenbei eine Malschule.

Obwohl christlich getauft, wurde Lotte Laserstein nach 1933 abstammungsbedingt als Jüdin eingestuft, musste ihre Malschule schließen und arbeitete als Kunstlehrerin an einer jüdischen Privatschule. Ihr Gemälde „Im Gasthaus“, das die Stadt Berlin 1928 angekauft hatte, wurde als „entartet“ beschlagnahmt. Die Einladung der Stockholmer Galerie Moderne nutzte sie 1937 zur Flucht nach Schweden. Hier baute sie sich eine neue Existenz als Porträtistin der schwedischen Oberschicht auf. Der Charakter ihrer Kunst wurde kommerzieller. Expressive Tendenzen wichen Prinzipien einer Innenschau. Die Farbpalette hellte sich aquarellhaft zart auf, Intensität und psychologische Tiefe schwanden. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene verblasste ihr Ruhm. Als Lotte Laserstein 1993 im Alter von 94 Jahren in ihrem Wohnort Kalmar starb, verschied eine Künstlerin, die talentvoll den erzählerischen Realismus des 19. Jahrhunderts mit zeitgenössischen Bildstrategien zu verbinden wusste.

Die Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ ist bis zum 12. August zu sehen. Die Berlinische Galerie hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Bis 18 Jahre ist er kostenlos. Der Katalog aus dem Prestel Verlag kostet im Museum 39,90 Euro, im Buchhandel ist er für 45 Euro erhältlich.

Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128
D-10969 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 78 902 600
Telefax: +49 (0)30 – 78 902 700


08.04.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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05.04.2019, Lotte Laserstein - Von Angesicht zu Angesicht

Bei:


Berlinische Galerie

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Lotte Laserstein, In meinem Atelier, 1928
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Lotte Laserstein, Tennisspielerin, 1929
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Lotte Laserstein, Selbstporträt mit Katze, 1928
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Lotte Laserstein, Am Motorrad, 1929
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Lotte Laserstein, Bauerntochter, 1932
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Lotte Laserstein, Abendunterhaltung, 1948
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Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau, um
 1931
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