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Friedrich Achleitner ist tot

Friedrich Achleitner im November 2014 bei der Überreichung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst

Der Schriftsteller und Architekturkritiker Friedrich Achleitner starb gestern in Wien. Der 1930 im oberösterreichischen Schalchen geborene Vertreter der Konkreten Poesie, modernen Dialektdichtung und ausgebildete Architekt war Träger mehrfacher Auszeichnungen und verfasste einflussreiche wissenschaftliche Publikationen. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen äußerte sich betroffen zum Verlust des Poeten und sagte: „Seine Darstellung der österreichischen Architektur im 20. Jahrhundert gilt seit langem als konkurrenzloses Standardwerk. Friedrich Achleitner hat uns in seinem jahrzehntelangen Schaffen reich beschenkt. Sein Tod reißt eine große Lücke in die heimische Kunst- und Kulturszene.“ Veronica Kaup-Hasler, Wiens Kulturstadträtin, ergänzte: „Mit seinen minimalistischen Dialektgedichten und Montagen war er ein legendäres Mitglied der damals avantgardistischen ‚Wiener Gruppe‘. Als unbestrittener Meister der Architekturkritik und -theorie öffnete er seinen Lesern den Blick, lehrte er das Schauen.“

Friedrich Achleitner arbeitete nach seinem 1953 abgeschlossenen Studium als Architekt mit Johann Georg Gsteu zusammen. Fünf Jahre später gab er die praktische Baukunst zugunsten des Schreibens auf. Er wurde Mitglied der „Wiener Gruppe“ um Gerhard Rühm, H. C. Artmann und Konrad Bayer, die vor allem moderne Dialektgedichte verfasste. Hier zog besonders die phonetische Schreibweise seine Aufmerksamkeit auf sich. 1959 erschien als Gemeinschaftsarbeit zwischen Achleitner, Artmann und Rühm das Buch „hosn rosn baa“, acht Jahre später der Sammelband die „wiener gruppe“. Ab 1962 reizte Achleitner wieder die Architektur, die er nun als Kritiker für die Abendzeitung und Die Presse behandelte. Er bemängelte die Zerstörung alter Bausubstanz und innerstädtische Bebauungsverdichtung durch Hochhäuser. Daneben widmete er sich weiterhin der Dialektdichtung, Konkreten Poesie und Textmontage.

Friedrich Achleitner unterrichtete ab 1963 Geschichte der Baukonstruktion an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Zwanzig Jahre später wechselte er zur Universität für angewandte Kunst als Vorstand des Lehrstuhls für Geschichte und Theorie der Architektur und arbeitete dort bis zu seiner Emeritierung 1998. In dieser Zeit wurde er 1981 an der Technischen Universität Graz mit der Dissertation zur „Österreichischen Architektur im 20. Jahrhundert“ promoviert. Mit diesem Herzensanliegen beschäftigte sich Achleitner bis 2010 stetig, besuchte jedes der Bauwerke und publizierte seine Ergebnisse in drei Bänden. Das über Jahrzehnte gesammelte Archivmaterial wurde im Jahr 2000 von der Stadt Wien angekauft und befindet sich für weitere Forschungen im Architekturzentrum Wien. Seine mehr als 100.000 Bildquellen sind wichtige Zeitzeugen von nicht mehr vorhanden oder stark überformten Bauten.

Friedrich Achleitner erhielt mehrere Ehrungen, darunter den Theodor-Körner-Preis, den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik, den Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Architektur, den Preis des Architekturmuseums Basel und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. Die letzten zwei belletristischen Publikationen des Literaten waren die 2015 im Wiener Paul Zsolnay Verlag veröffentlichten Bücher „Wortgesindel“ und „Einschlafgeschichten“.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Friedrich Achleitner im November 2014 bei der
 Überreichung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst
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Friedrich Achleitner








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