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Die Hamburger Sezession im Museum für Kunst und Gewerbe

Alma del Banco, Mann mit rotem Buch, 1927

Wie andere große Städte hatte auch die Handelsmetropole Hamburg in der Zwischenkriegszeit eine „Sezession“. 1919 gegründet, wird heuer ihr hundertster Geburtstag gefeiert, aus welchem Anlass das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) rund vierzig Gemälde und Druckgrafiken der Sezessionskünstler sowie eine Auswahl der von ihnen gestalteten Plakate und Kataloge ein Jahr lang der Öffentlichkeit präsentiert. Etwas mehr als fünfzig reguläre Mitglieder hatte die Hamburgische Sezession im Lauf ihrer rund vierzehnjährigen Geschichte bis zur erzwungenen Selbstauflösung unter dem Druck der Nationalsozialisten im Mai 1933. Die meisten von ihnen blieben in der Wahrnehmung von Öffentlichkeit und Kunstgeschichte in der zweiten Reihe. Dennoch zeichnen sich Künstler wie Anita Rée, Rolf Nesch, Arnold Fiedler, Kurt Löwengard, Heinrich Steinhagen, Willy Davidson, Richard Haizmann, Heinrich Stegemann, Alma del Banco, Fritz Kronenberg, Gretchen Wohlwill, Karl Kluth oder Willem Grimm durch individuelle Handschriften mit einer großen Offenheit für neue Strömungen und künstlerische Experimentierfreude aus.

Die Ausstellung ist zugleich eine Hommage an Max Sauerlandt, der als Direktor des MKG zwischen 1919 und 1933 die Entwicklung der Hamburgischen Sezession aktiv und fördernd begleitete und eine Reihe von Werken ihrer Künstler für das Museum ankaufte. Die Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ 1937 schlug zwar Lücken in die Sammlung, diese konnten aber durch gezielte Erwerbungen von Heinz Spielmann, der von 1960 bis 1986 als Kurator am MKG wirkte, wieder geschlossen werden. Weiteren Zuwachs erhielt der Sammlungsschwerpunkt 2002 in Form einer Dauerleihgabe von rund 350 Exponaten aus dem Besitz der Hamburger Sparkasse. Auch aus diesem Bestand rekrutiert sich die von den Kuratorinnen Silke Reuther und Caroline Schröder erarbeitete Jubiläumsausstellung.

Die Ausstellung „Ein lebendiges Museum… - Max Sauerlandt und die Hamburgische Sezession“ läuft bis zum März nächsten Jahres. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Besucher bis 17 Jahren ist der Eintritt frei.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
D-20099 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 42 81 34 880
Telefax: +49 (0)40 – 42 81 34 999

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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22.03.2019, „Ein lebendiges Museum …“ - Max Sauerlandt und die Hamburgische Sezession

Bei:


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Bericht:


Hamburg feiert 100 Jahre Sezession

Variabilder:

Alma del Banco, Mann mit rotem Buch, 1927
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