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Hagen gedenkt Heinrich Brocksieper zum Bauhaus-Jubiläum

Heinrich Brocksieper auf seinem Motorrad vor dem Bauhaus Dessau, 1930

Anlässlich des 120. Geburtstages und im 100. Jahr seit der Eröffnung des Bauhauses präsentiert das Emil Schumacher Museum in Hagen die Schau „Heinrich Brocksieper – Ein Hagener am Bauhaus. Die Stofflichkeit der Dinge“. Das Museum gibt darin einen Überblick über das Gesamtwerk des 1898 geborenen Künstlers, darunter Exponate aus der Zeit am Bauhaus, seine späteren Experimentalfilme wie auch Fotos. Brocksieper gehörte zu den ersten Studenten am neu eröffneten Bauhaus in Weimar, besuchte vor allem die Kurse von Johannes Itten und schloss seine dreijährige Ausbildung 1922 ab. Bis 1933 hielt er Kontakt zu seiner Lehrstätte, die er oft in Weimar, Dessau und Berlin besuchte.

Unter dem Einfluss von László Moholy-Nagy setzte sich Brocksieper wie viele Bauhäusler ab 1927 vermehrt mit der Fotografie auseinander. Sein besonderes Interesse galt dem experimentellen Film. Parallel beteiligte er sich immer weniger als Maler an Ausstellungen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 lehnte der Künstler ihre Anfragen für offizielle Atelierbesuche sowie Ausstellungsangebote ab und arbeitete in der selbst gewählten Isolation. In diese Zeit fällt der Kontakt zu Emil Schumacher. Der 14 Jahre jüngere Künstler freundete sich mit Heinrich Brocksieper an, der ihm während der Nazi-Diktatur zu einem wichtigen Gesprächspartner werden sollte und seine im Bauhaus erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten mit Schumacher teilte.

Der Großteil von Brocksiepers Œuvre wurde mit dessen Haus und Atelier bei einem Bombenangriff 1944 in Hagen zerstört. Ein Jahr später fing er wieder an, künstlerisch zu arbeiten, und nahm schriftlichen Kontakt zu seinen Freunden aus dem Bauhaus auf. Sein zentrales Thema waren Alltagsgegenstände mit Gebrauchsspuren, Porträts und Selbstbildnisse wie auch ihre Stofflichkeit. 1963 malte Heinrich Brocksieper vor leuchtendem Grasgrün das Pastell einer schwarzen, umgedrehten Milchkanne. Der etwas mitgenommenen Metallbehälter wirft einen königsblauen Schatten und scheint der Rolle einer Statue näherzukommen, als der eines einfachen Nutzgegenstands.

Die Ausstellung „Heinrich Brocksieper. Ein Hagener am Bauhaus – Die Stofflichkeit der Dinge“ läuft vom 24. März bis zum 23. Juni. Das Emil Schumacher Museum hat täglich außer montags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Für Kinder unter 6 Jahren ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Museumsshop 23 Euro.

Emil Schumacher Museum Hagen
Museumsplatz 1-2
D-58095 Hagen

Telefon: +49 (0)2331 – 3060 066
Telefax: +49 (0)2331 – 3060 240

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


24.03.2019, Heinrich Brocksieper. Ein Hagener am Bauhaus – Die Stofflichkeit der Dinge

Bei:


Emil Schumacher Museum Hagen

Variabilder:

Heinrich Brocksieper auf seinem Motorrad vor dem
 Bauhaus Dessau, 1930
Heinrich Brocksieper auf seinem Motorrad vor dem Bauhaus Dessau, 1930

Variabilder:

Heinrich Brocksieper, Milchkanne, 1963
Heinrich Brocksieper, Milchkanne, 1963

Künstler:

Heinrich Brocksieper








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