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Kulturminister einigen sich auf Umgang mit kolonialen Erbe

Bereits zurückgegeben: Die Bibel und die Peitsche des Nama-Anführers Hendrik Witbooi

Kulturgüter aus ehemaligen Kolonien sollen zurück in ihre Herkunftsländer. Besonderen Vorrang haben hierbei menschliche Überreste und Objekte, die durch die Kolonialherrschaft nach Deutschland kamen. Das haben die Kulturminister der Länder, Vertreter des Bundes und der kommunalen Spitzenverbände gestern in Berlin beschlossen. In der Präambel zu den „Ersten Eckpunkten“ heißt es: „Nach unserem Verständnis sollten alle Menschen die Möglichkeit haben, in ihren Herkunftsstaaten und Herkunftsgesellschaften ihrem reichen materiellen Kulturerbe zu begegnen, sich damit auseinanderzusetzen und es an zukünftige Generationen weiterzugeben. Deutschland erkennt die Bedeutung von Kulturgütern für die kulturelle Identität der Herkunftsstaaten und den betroffenen Zivilgesellschaften an.“

Geplant ist eine Kooperation von Fachleuten der entsprechenden Herkunftsländer, Deutschlands und Europas. Deutsche Museen sollen selbständig ihre Sammlungen überprüfen und entscheiden, welche Objekte für eine Rückführung infrage kommen. Betroffen sind Gegenstände, deren Aneignung unter heute nicht mehr vertretbarer rechtlichen oder ethischen Weise erfolgte. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien und Vorsitzender der neu etablierten Kulturministerkonferenz, sagte: „Die Erklärung schafft politische Sicherheit und ist ein deutliches Bekenntnis des Staates, mit dem Thema transparent umzugehen.“ Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, betonte wie wichtig es sei, dass beim Umgang mit dem kolonialen Gegenständen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam arbeiten. „Nur in enger Abstimmung miteinander können wir verantwortungsvolle, faire Lösungen entwickeln.“

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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