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Andreas Arndt forscht in Karlsruhe

In der Ausstellung „Hand in Hand“ der Städtischen Galerie Karlsruhe erforscht Andreas Arndt den Einfluss des Haptischen auf die menschliche Intelligenz und damit auch auf die Kunst. Am Anfang stand die Frage, in welchem Verhältnis Hand und Gehirn zueinander stehen, wie sich Haptik und Denken wechselseitig beeinflussen. Mehrere von realen Experimenten inspirierte Apparaturen versuchen in der Schau den Besucher für die Thematik zu sensibilisieren. Beantworten will Arndt die aufgeworfenen Fragen aber letztlich nicht, er möchte durch seine teils realen, teils surrealen „Schein“-Experimente aber einen Diskurs anstoßen, sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Gesellschaft.

Im Zentrum der Ausstellung steht ein drehbares Podest, auf dem Puppen die Teilnehmer eines wissenschaftlichen Symposions nachstellen. Ein solches Gespräch hat es im Vorfeld der Ausstellung tatsächlich gegeben, eine Videoaufnahme davon wird permanent von der Mitte des Konferenztisches aus an die Wand projiziert. Die Kameraführung folgt dabei einer eigenen Logik, unabhängig vom Gesprächsverlauf dreht sie sich in gleich bleibendem Rhythmus im Kreis. Erst auf den zweiten Blick fällt dann auf, dass bereits im Video einige Teilnehmer am runden Tisch nur durch stumme Puppen realisiert werden. Spätestens in diesem Moment kippt die Fassade des wissenschaftlichen Anspruchs endgültig.

Andreas Arndt, geboren 1983 im schwedischen Karlstadt, zog es nach einem ersten Ausflug in die Soziologie an der Universität Karlstadt zum Kunststudium über Freiburg nach Karlsruhe. Dort lernte er bei Marijke van Warmerdam an der Staatlichen Akademie der Künste. Nach seinem Abschluss 2011 verbrachte er zwei Jahre in Amsterdam, bevor er sich als freischaffender Künstler endgültig in Karlsruhe niederließ. Die Schau in der Städtischen Galerie Karlsruhe ist Teil des Kunstpreises der Werner-Stober-Stiftung, der 2018 an Andreas Arndt verliehen wurde.

Die im Jahr 1990 ins Leben gerufene Werner-Stober-Stiftung fördert neben verschiedenen sozialen Projekten die Ausbildung und Anerkennung von Leistung und Kreativität unter anderem auf dem Gebiet der Bildenden Kunst. Der jährlich von der Stiftung verliehene Kunstpreis ist zusätzlich zu einer Werkpräsentation mit 5.000 Euro dotiert. Bisher wurden beispielsweise Georg Schalla, Guido Kucznierz, Harding Meyer, Patricia Waller, Wolf Pehlke, Guang Yao Wu, Franziska Degendorfer, Anna Kolodziejska und Simone Häfele mit dem Preis ausgezeichnet.

Die Ausstellung „Andreas Arndt. Hand in Hand.“ läuft bis zum 5. Mai. Die Städtische Galerie Karlsruhe hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Städtische Galerie Karlsruhe
Lorenzstraße 27
D-76135 Karlsruhe

Telefon: +49 (0)721 – 133 44 01
Telefax: +49 (0)721 – 133 44 09

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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06.02.2019, Andreas Arndt - Hand in Hand | Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung

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Städtische Galerie Karlsruhe

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