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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Bei der letzten Design-Runde von Quittenbaum waren die Objekte der italienischen Firma Danese der Renner. Mit einem durchschnittlichen Absatz und teils beachtlichen Zuschlägen wurde das Münchner Haus für sein Angebot belohnt. Doch zu Teures ließen die Kunden liegen

Viva Italia



Der Name Danese bezeichnet nicht einfach nur eine Firma. Genau so gut kann er als ein Synonym für das italienische Design seit den 1950er Jahren herangezogen werden. In Deutschland sind die Eheleute Mieke und Jan Teunen die Stellvertreter des Mailänder Unternehmens. Seit 1988 waren sie die exklusiven Vertriebler für die Kollektion der Designverleger Jacqueline Vodoz und Bruno Danese. Von Beginn an sammelten die Teunens auch privat die gern mehrdeutigen und verspielten Danese-Produkte. Als die Firma in den 1990er Jahren verkauft wurde, ergänzten sie ihre Bestände nochmals gezielt um einige eigentlich längst vergriffene Artikel. Nun haben sich Mieke und Jan Teunen entschlossen, ihre Sammlung zu veräußern. Bereits im Vorfeld erregte die Auktion ihrer Kollektion bei Quittenbaum in München breites Interesse, seit langem gab es keine derart umfangreiche Ausstellung bedeutender Danese-Künstler wie Enzo Mari oder Bruno Munari. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von 73 Prozent und teils spannenden Bietgefechten sollten sich die Hoffnungen bestätigen.


Die höchsten Zuschläge erzielten Enzo Maris 24 Kuben aus buntem Kunstharz mit eingeschlossener Kugel bei 8.000 Euro (Taxe 1.400 bis 1.600 EUR) sowie Bruno Munaris ebenfalls quadratisches kinetisches Objekt „Tetracono SM“ von 1965 mit 8.700 Euro (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR). Insgesamt waren die Multiples besonders begehrt. Maris „Oggetto a composizione autocondotta“ von 1959/71, dessen schwarze geometrische Elemente sich durch Bewegen immer neu formieren, wechselte für 3.600 Euro den Besitzer (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR), seine in die Tiefe gehenden „Quattro Spirali“ aus Aluminiumblech für 2.200 Euro (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR). Für Bruno Munaris futuristische „Scultura da Viaggio“, ein Multiple aus versilbertem Alpaka von 1958, fiel der Hammer ebenfalls erst bei 4.000 Euro (Taxe 1.200 bis 1.600 EUR). Seine gleichnamige, wiederum spitzwinklige Skulptur aus einer rund 25 Jahre später entstandenen Edition kletterte von 900 Euro auf 3.000 Euro.

Unter den insgesamt 72 Verkäufen waren mehrere Vasen und Schalen, die deutlich über dem angesetzten Preis abwanderten, so zum Beispiel drei schwere, an Stahlträger erinnernde Schalen aus Enzo Maris Serie „Putrelle“ aus Profileisen bei 3.400 Euro (Taxe 900 bis 1.200 EUR). Gleiches gilt für die von Nudeln und antiken Säulen gleichermaßen inspirierten drei Kunststoffvasen aus der Serie „Tortiglione“ mit der Bezeichnung „3083C01“ von 1969 bei 2.100 Euro (Taxe 800 bis 1.000 EUR). Zu haben waren ebenfalls mehrere der meist aus einem einzigen Stück Holz gefertigten Tierpuzzles nach Entwürfen Maris. Die „16 Animali“ von 1957 gingen für taxenkonforme 500 Euro über das Auktionspult, die „16 Pesci“ von 1973 lagen mit 550 Euro knapp darüber.

Italienisches Design

Nicht mehr ganz so hoch lag die Verkaufsrate beim „Italienischen Design“. Sie pendelte sich wie auch für die übrigen Auktionsteile am 9. und 10. Oktober bei rund 50 Prozent ein. Osvaldo Borsani stieß hier mehrfach auf Anklang. Sein Sofa-Bett-Klassiker „D-70“ aus schwarzem Leder von 1954 wanderte für 2.200 Euro zur unteren Schätzung nach Frankreich, die beiden schwunghaften Sessel „Canada“ aus mittelbraunem Schichtholz und Leder der 1960er Jahre für 5.500 Euro in die Schweiz (Taxe 3.800 bis 4.800 EUR). Dieselben Schweizer Kunden übernahmen zwei gediegene lavendelfarbene Armlehnsessel von Ico Parisi um 1955 für ebenfalls 5.500 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR).

Alle drei radikalen Entwürfe der Designergruppe Superstudio fanden neue Eigentümer: bei den beiden Tischleuchten „Passiflora“ von 1966 und „Gherpe“ von 1967 aus gelbem beziehungsweise blauem Kunststoff engagierte sich ein französischer Sammler mit 1.900 Euro und 3.600 Euro (Taxe 1.700 bis 1.800 EUR und 3.000 bis 3.500 EUR), bei dem kantigen Tisch „Quaderna“ mit weißem Quadratraster von 1971 konnte ein deutscher Sammler schon für die unteren anvisierten 1.200 Euro zugreifen. Die Designer- und Architektengruppe Studio BBPR erlebte ihre Glanzzeit in den 1950er und 1960er Jahren, auch wenn sie bereits in den 1930er Jahren wichtige Vertreter des italienischen „Razionalismo“ waren. Ihr ikonisches Modulmöbelprogramm „Spazio“, 1959 für das Traditionsunternehmen Olivetti gestaltet, ist auch heute noch beliebt. Aus der Serie sagten ein Schreibtisch für 900 Euro, ein Sideboard für 800 Euro und ein Regalsystem für 1.500 Euro jeweils am unteren Taxrand Ade.

Zu den teuersten Künstlern zählte Paolo Buffa. Seine stilprägende Hausbar von 1950, die in eine elegante Anrichte aus hellem Ahornholz und weißem Pergament integriert ist, löste ein Bietgefecht aus und kam letztlich auf 6.200 Euro (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Übertroffen wurde Buffa von Max Ingrand, dessen etwa gleichaltriger Tischspiegel mit diamantähnlichem grünlichem Prisma im Messingfuß sich an die vorgegebenen 7.000 Euro hielt, und von Ettore Sottsass, für dessen legendäres buntes Regal „Carlton“ aus dem Jahr 1981, das beispielsweise schon das Wohnzimmer des Modeschöpfers Karl Lagerfeld zierte, am Ende 10.000 Euro zusammenkamen (Taxe 8.000 bis 9.000 EUR). Ins Depot musste allerdings der Favorit des Auktionsteils zurück: Gio Pontis um 1964 gefertigte Kommode aus dem Hotel Parco dei Principi in Rom mit ihrem Kontrast aus hellbraunem Rüsterholz und türkisgrünem Kunststofflaminat. Hier waren 35.000 bis 40.000 Euro vorgesehen.

Die postmodernen Entwürfe der Gruppe Memphis, der Ettore Sottsass angehörte, waren insgesamt gefragt. Sein runder verspielter Sofatisch „Parklane“ von 1983 verdoppelte seinen Wert auf 6.000 Euro. Der selbe deutsche Sammler langte zudem bei dem vergleichsweise schlichten Eckregal „Cantone“ für 3.100 Euro zu (Taxe 1.200 bis 1.800 EUR). Sottsass’ farbenfrohe Glasvase „Clesitera“ von 1986 aus Murano mit geometrischen Gehängen freute sich über 3.200 Euro (Taxe 1.800 bis 2.200 EUR), Nathalie du Pasquiers indisch inspirierter Tisch „Madras“ aus dem selben Jahr über 1.400 Euro (Taxe 1.200 bis 2.000 EUR), und Gaetano Pesces nur wenig jüngere Vasen über 1.500 Euro. Die beiden Unikate aus verschiedenfarbigem Kunstharz scheinen in ihrer Grobschlächtigkeit eher wie unfertige Modelle (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Etwas untertourig lief indes Marco Zaninis gläserne Deckenleuchte „Schiavone“ aus grünen, blauen, violetten und weißen geometrischen Elementen mit 2.800 Euro (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR).

Kauflust generierten gleichfalls die neobarocken Entwürfe Piero Fornasettis. Von ihm und seinem Sohn Barnaba Fornasetti wurden letztlich 29 der insgesamt 55 Offerten übernommen. Angeführt wird die Reihe von dem Tisch „Corona di Fiori“ aus den 1960/70er Jahren. Den schwarzen Säulenstumpf mit weißer runder Tischplatte samt Blütenkranz und Schmetterlingen holte sich englischer Handel zur oberen Erwartung von 6.000 Euro. Mehrere Bieter kämpften um die beiden runden Wandspiegel „Specchio con bolle“ und „Specchio bombato“ aus den 1960er Jahren. Ein Münchner behielt bei 2.700 Euro die Oberhand (Taxe 2.000 bis 2.300 EUR). Diesen Wert gab es zudem für die zwölf Teller „Gli influssi astrali“ von 1975 mit den goldenen Tierkreiszeichen (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR). In seiner Po-Form eher ungewöhnlich, aber typisch für Fornasettis Antikenrezeption ist der Blumentopf „Tronco femminile“ aus den 1960er Jahren, für den der Hammer taxkonform bei 2.300 Euro aufs Pult schlug.

Glas aus Murano

Star der Versteigerung „Murano Glas“ war mit Abstand die Vase „Corosso“ um 1936 von Carlo Scarpa. Das zylindrische Gefäß mit den unregelmäßigen Nuppen in pulsierendem Rosa brachte es auf 11.000 Euro (Taxe 9.000 bis 14.000 EUR). Das zweitteuerste Los, die fast kugelförmige zweifarbige Vase „Intarsio“ der frühen 1960er Jahre aus dreieckigen Plättchen in Rot und Grau von Ercole Barovier, spielte immer noch gute 8.500 Euro ein (Taxe 6.000 bis 9.000 EUR). Seine beiden eher schlichten Exemplare „Opalino a fiamma“ und „A spina“ aus den späten 1950er Jahren entsprachen mit Zuschlägen von 5.000 Euro beziehungsweise 7.500 Euro den erhofften Werten. Aus dem frühen Schaffen Baroviers wurde die mit großen Stacheln bewehrte Vase „Rostrato“ von 1938 aufgerufen, die mit ihrem rosafarbenen Kern für 6.500 Euro in neue Hände überging (Taxe 6.000 bis 9.000 EUR). Doch seine beiden schwarz-weißen Art Déco-Kerzenleuchter mit dem durch Zufall entstandenen „Primavera“-Dekor von 1929/30 blieben bei hohen 30.000 bis 40.000 Euro liegen, ebenso wie Napoleone Martinuzzis weite Schalenvase „Filigrana“ um 1929 mit vertikalen Spiralbändern in Rot und Blau bei 10.000 bis 15.000 Euro.

Die Entwürfe von Anzola Fuga verfügen über kaum haptische Eigenschaften. Er setzt vielmehr auf helle Farbtöne für den Grund, die er dann über bunte, nahtlose Bandaufschmelzungen akzentuiert. Den Bietern gefiel dies bei der Vase „A canne“ um 1955, deren Preis sie von 2.500 Euro deutlich auf 4.300 Euro erhöhten. Auch andere Künstler bevorzugten glatte Oberflächen für ihre Glaskunstwerke: Alfredo Barbini arbeitete vorzugsweise mit dicken Überfangschichten. Der neue Besitzer seiner von Tropfen inspirierten Vase „Sommerso“ im asymmetrischen Oval erhielt für seine 4.200 Euro noch das gläserne Firmenschild Barbinis obendrauf (Taxe 1.800 bis 2.400 EUR). Archimede Seguso machte um 1954 aus seinem aufgeschmolzenen Banddekor mit Hilfe eines violetten Spiralfadens fast schon ein kinetisches Kunstwerk. Seine Vase „Decorazione nero“ wirkte derart faszinierend, dass sie ihre Preisangaben schließlich auf 5.200 Euro verdoppeln konnte.

Neben den Vasen und Gefäßen ist Murano auch für die gläserne Kleinskulptur bekannt, sie waren jedoch bei der Auktion nur spärlich zu finden. Erst am Ende trat etwa der würfelförmige Vogel „Pulcino“ von Alessandro Pianon auf das Podest. Das abstrakte „Küken“ war einem Käufer schließlich 5.500 Euro wert (Taxe 4.800 bis 5.800 EUR). Insgesamt ist das moderne Murano-Glas nach wie vor gefragt, davon zeugen die Zuschlagsquote von knapp 55 Prozent und die Gebote bis in den vierstelligen Bereich.

Internationales Design

In der Auktion „Internationales Design“ zeigte sich, dass die Kunden genau wussten, was sie wollten – und was nicht. Einige Objekte konnten deutlich über ihrem Schätzpreis veräußert werden, doch tröstet das nur bedingt über die Zuschlagsquote von knapp unter 50 Prozent hinweg. Gesucht waren beispielsweise die Einrichtungsgegenstände des französischen Schreiners Pierre Chapo aus den 1960er und 1970er Jahren. Seine schlichten, meist naturbelassenen Möbel aus Laubholz und Leder übertrafen beinahe durchweg die Wertvorstellungen von Quittenbaum. Das Bücherregal „B17B“ wurde erst bei 11.000 Euro zugeschlagen, das Sideboard „R08“ bei 9.700 Euro (Taxe je 5.000 bis 7.000 EUR), der Armlehnstuhl „S10“ verdreifachte seinen Preis auf 3.800 Euro, und die sechs Stühle „S11“ wechselten für 6.000 Euro den Eigentümer (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR).

Die Kommode „Revolving Cabinet – PC/15“ des japanischen Designers Shiro Kuramata bildete direkt im Anschluss mit ihren knallroten Kunststoffsegmenten zwar einen starken optischen Kontrast, setzte die Serie der hohen Zuschläge aber mit 3.000 Euro fort (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR). August Stranghäners „Hausbüro“ von etwa 1950 wäre eine plausible Inspirationsquelle für das japanische Spiralregal. Obwohl in naturbelassener Holzoptik gehalten, eint beide Möbelstücke ein ausgeklügeltes Ordnungssystem, das man auch im Zweifelsfall völlig verschwinden lassen kann. Stranghäners Konzept war entsprechend ebenso willkommen wie Kuramata und ergatterte sich 1.800 Euro (Taxe 800 bis 900 EUR).

Zu den Überraschungen der Auktion zählte ein Kerzenleuchter nach Prinzipien Rudolf Steiners. Der fünfarmige, grob behauene, hölzerne Leuchter aus der Kunstschnitzwerkstatt in Dornach von etwa 1926 zog nach einem intensiven Bieterduell für 3.000 Euro zu einem Sammler in Großbritannien (Taxe 500 bis 600 EUR). Auffallend war der schwarze anthropomorphe „Fächermann“ des Schweizer Designerduos Susi und Ueli Berger: dieser ist in Auktionen selten zu finden, da er nur noch auf Sonderwunsch angefertigt wird. Ab Werk kostet er 4.000 Euro; der Käufer konnte sich bei einem Zuschlag von 2.200 Euro somit über ein Schnäppchen freuen (Taxe 1.200 bis 1.800 EUR).

Sitzgelegenheiten stellten einen großen Teil der Offerte. Darunter waren auch einige Reeditionen Ludwig Mies van der Rohes aus der New Yorker Firma Knoll International. Seine Möbel für die Weltausstellung in Barcelona 1929 gelten bis heute als Ikonen des frühen Designs. Wurde eine cognacfarbene Version seines Sessels „Barcelona“ samt Hocker aus den 1960er oder 1970er Jahren bei 2.500 bis 3.000 Euro noch verschmäht, erzielte ein rund zehn Jahre jüngeres dunkelbraunes Sesselpaar der selben Serie taxgerechte 3.000 Euro. Der vergleichbare Entwurf eines Sessels für die Villa Tugendhat respektierte ebenfalls die unteren angesetzten 900 Euro. Ein Set von sechs Stühlen Typ „Brno“ fand wiederum keinen Interessenten (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR).

Den Geschmack des Publikums trafen da schon eher die sechs Metalldrahtstühle mit der Bezeichnung „Diamond Chair 421-2“ des Italoamerikaners Harry Bertoia aus dem Jahr 1951, die ohne Polsterauflage von 900 Euro auf 1.600 Euro stiegen. Andere Entwürfe Bertoias kamen dagegen nicht an. Ähnlich geteilt war der Absatz bei den schlichten Stühlen des dänischen Funktionalisten Arne Jacobsen: Seine beiden Achtersets des Entwurfs „3107“ von 1955 wurden erst in Nachverkauf für jeweils 1.200 Euro übernommen. Seine fünf Arbeitsstühle des Modells „3217“ mit grünem Textilbezug aus dem selben Jahr überzeugten bei 1.600 Euro deutlicher (Taxe je 1.500 bis 2.000 EUR), ebenso wie sein bekannter dunkelgrüner „Egg chair“ mit Ottoman von 1957 in einer Ausführung von 2005 beim oberen Schätzpreis von 3.000 Euro.

Eine Londoner Galerie stach aus der Kundengruppe mit einem besonderen Schwerpunkt heraus: Sie erwarb mehrere in ihrem Erscheinungsbild ähnliche Sesselpaare. Gemein sind ihnen eine verhältnismäßig niedrige Sitzhöhe sowie die Verarbeitung von Leder- oder Gurtgeflecht in den Flächen. 4.200 Euro bewilligte der Händler sie für die Sessel „Rauma Repola“ des Finnen Ilmari Tapiovaara um 1955 (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR). Zwei Exemplare mit zusätzlichem Schaffell des Tschechen Jirí Vanek um 1949 waren ihm 3.200 Euro wert (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR), zwei ebenfalls aus Tschechien stammende Sessel der 1930er Jahre mit einem hellgrünen Polsterbelag 3.800 Euro (Taxe 2.800 bis 3.500 EUR).

Bei den skandinavischen Leuchten setzte sich die allgemeine Tendenz fort: Entweder die Lose mussten unverrichteter Dinge zurück oder schossen über ihre Schätzung hinaus: Die knallig orangefarbene „Ringleuchte“ für die „Visiona 2“ des Dänen Verner Panton von 1969, der als einer der ersten die Pop Art in das Design überführte, holte sich gute 2.600 Euro (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR). Eine Deckenleuchte aus perforiertem Messingblech des Finnen Paavo Tynell aus den 1940er Jahren fand keinen Abnehmer (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR). Dagegen fiel bei seiner ähnlich gestalteten Stehlampe für das Hotel Vaakuna Helsinki aus dem selben Zeitraum der Hammer erst bei 4.600 Euro (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



31.01.2019

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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