Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 29.06.2019 Auktion 273 '30. Glasauktion in Zwiesel'

© Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Frankfurter Architekturmuseum widmet sich der neuen Altstadt

Frankfurt: Blick über die neue Altstadt

Es ist eines der Aufsehen erregenden Projekte des Städtebaus in Deutschland der letzten Jahre: Die schöpferische Nachbildung des historischen Frankfurter Stadtkerns. Zwischen Dom und Römer am alten Krönungsweg deutscher Kaiser entstanden 35 neue Häuser. 15 davon sind Nachbildungen zerstörter Vorgänger, die restlichen zeigen sich zeitgenössisch, aber in alter Kubatur. Inmitten dieses revitalisierten Zentrums sind nun Geschäftslokale und 80 teure Wohnungen angesiedelt. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde das Viertel im September eröffnet. Die Kosten stiegen von projektierten 77 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro. Die Entwicklung des historischen Stadtkerns in Frankfurt seit 1900 analysiert nun die Ausstellung „Die immer neue Altstadt“ im Deutschen Architekturmuseum.

In chronologisch inszenierten Kapiteln schreitet der Besucher die wesentlichen Epochen der Innenstadtgestaltung ab. Dabei erlebt er ein bezeichnendes wie exemplarisches Abbild gängiger, aber in Frankfurt besonders ausgeprägter Entwicklungen der Baukunst. Bis zur fast vollständigen Zerstörung infolge verheerender Bombenangriffe Anfang 1944 existierte auf dem Areal die mittelalterliche, gotische Altstadtstruktur in ihrer charakteristischen Kleinteiligkeit aus vielfach veränderten Wohn- und Gewerbebauten an engen verwinkelten Gassen. Zwar kulturhistorisch als wertvoll, aber sanierungsbedürftig, unrentabel und als Ort sozialer, hygienischer und sittlicher Gefahren erachtet, setzten bereits in den 1920er Jahren Abriss- und Sanierungstätigkeiten ein. Neben wenigen Leitbauten wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lediglich Kirchen und das Rathaus wiederhergestellt.

Fotos zeigen, wie lange noch ein als Parkplatz genutztes Trümmerfeld bestand, ehe 1974 das Technische Rathaus im brutalistischen Stil eröffnet wurde. Zwischen 1981 und 1983 wurde dann die Römerberg-Ostzeile nach historischem Vorbild rekonstruiert. Mit der 1986 erfolgten Eröffnung der Ausstellungshalle „Schirn“ nebst flankierenden Stadthäusern an der Saalgasse hielt die Postmoderne Einzug. Detailliert werden dann die Debatten um den Abriss des Technischen Rathauses und die architektonische Neufassung des Quartiers dokumentiert sowie deren Instrumentalisierung in Wahlkämpfen herausgestellt.

Für Kunstfachleute und Denkmalpfleger steht fest: Hier wurde Stadtbildpflege betrieben. Mit Denkmalpflege hat das Vorhaben nichts zu tun. Viele kritische Stimmen werten die Nachbildung der Historie in einem teils obskuren Epochenmix als Wohlfühlarchitektur und Touristenattraktion. Doch die Rückbesinnung auf die vermeintlich gute alte Zeit kann nicht von der Pflicht entbinden, primär dem historischen Original verpflichtet zu sein, denn historische Bauten sind nicht reproduzierbar. Zurück bleibt der bittere Nachgeschmack, dass es heutige Architektur nicht mehr vermag, emotional anzusprechen und Heimat zu vermitteln.

Die Ausstellung „Die immer neue Altstadt. Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900“ ist bis zum 12. Mai 2019 zu besichtigen. Das Deutsche Architekturmuseum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Neujahr. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum 88 Euro kostet.

Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
D-60596 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 388 44
Telefax: +49 (0)69 – 212 363 86

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


22.09.2018, Die immer neue Altstadt – Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900

Bei:


Deutsches Architekturmuseum

Variabilder:

Frankfurt: Blick über die neue Altstadt
Frankfurt: Blick über die neue Altstadt








News vom 24.06.2019

Preis der Cairo Biennale für Brigitte Kowanz

Preis der Cairo Biennale für Brigitte Kowanz

Konstanz begibt sich „On the Road“

Konstanz begibt sich „On the Road“

News vom 21.06.2019

Robert Therrien gestorben

Robert Therrien gestorben

Käthe-Kollwitz-Preis geht an Timm Ulrichs

Käthe-Kollwitz-Preis geht an Timm Ulrichs

Künstler Martin Roth ist tot

Künstler Martin Roth ist tot

Victor Bonato gestorben

Victor Bonato gestorben

News vom 19.06.2019

Angelika Kauffmann von privat in Vorarlberg

Angelika Kauffmann von privat in Vorarlberg

International Light Art Award geht an Jacqueline Hen

International Light Art Award geht an Jacqueline Hen

Kaiser Maximilian in Augsburg

Kaiser Maximilian in Augsburg

Joyce Pensato gestorben

Joyce Pensato gestorben

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Ausgezeichneter Auktions-Auftakt im Jubiläumsjahr – BESTES SAISONERGEBNIS
Ketterer Kunst Auktionen

Galerie Frank Fluegel - Giorno

Art Weekend Nürnberg 05.-07.10.2019
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce