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Die ehemalige Ankerbrot-Fabrik im 10. Wiener Gemeindebezirk ist eines der vielfältigsten Kulturzentren der Stadt. Bis zur Jahrtausendwende wurde hier noch Brot gebacken. Seit 2009 steht die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt des Fabrikareals in Wien-Favoriten

Kultur statt Brot



Die ehemalige Ankerbrot-Fabrik ist nun das Kulturareal „Brotfabrik Wien“

Die ehemalige Ankerbrot-Fabrik ist nun das Kulturareal „Brotfabrik Wien“

Errichtet wurde das Gebäude mit der typischen Grundstruktur der Jahrhundertwende aus Backsteinen und Mittelmauern 1891 von Friedrich Schön und Jacob Zeidlinger. Innerhalb eines einzigen Jahrzehnts wuchs die Wiener Brotfabrik zur größten Bäckerei Europas: Mehr als 250 Pferdegespanne lieferten bereits 1920 täglich rund 150 Tonnen Brot und Gebäck an 100 Filialen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Vorzeigemodell österreichischer Lebensmittelindustrie arisiert. Die Gründerfamilie Mendl musste flüchten, und die Fabrik wurde schwer beschädigt. Nach Rückkehr der Mendls ging die Firma wieder in den Besitz der Familie über und wurde 2003 nach mehrmaligem Besitzerwechsel und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkauft. Der Architekt Michael Wagner entwickelte gegen den drohenden Abriss einen Masterplan für die kulturelle und soziale Nutzung der leerstehenden historischen Gebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft zur noch bestehenden Produktion der Ankerbrot AG wurden 2009 rund 17.000 der insgesamt 68.000 Quadratmeter in das neue Kulturareal „Brotfabrik Wien“ umgewandelt. Heute ist es ein Beispiel gelungener Umnutzung ehemaliger Industriestruktur.


Galerien, Ateliers für Künstler und künstlerisch-soziale Initiativen, Cafés und eine multifunktionale Halle bilden den Kern des Kulturzentrums. Der Galerist Ernst Hilger war einer der ersten Neunutzer, die sich hier im Wiener Stadtteil Favoriten ansiedelten. Um Ausstellungen mit jüngeren Künstlern auszurichten, die er in seiner Innenstadtgalerie nicht verwirklichen konnte, aber auch um mit internationalen Kuratorinnen und Kuratoren zusammenzuarbeiten und die Galeriearbeit um Kooperation mit Kulturinstitutionen zu erweitern, eröffnete er 2009 neben dem Stammsitz in der Dorotheergasse in lichtdurchfluteten Räumen die „Brot Kunsthalle“. 2013 wurden die Räumlichkeiten im 10. Bezirk mit „Hilger Next“ erweitert. Noch bis Ende des Jahres sind dort Arbeiten des österreichischen Künstlers Hubert Pfaffenbichler zu sehen.

Pfaffenbichler (1942-2008), der sich selbst „El Hombre“ nannte, beschäftigte sich in seinen abstrakten malerischen Werken mit den sogenannten Atavismen der Malerei. Einige frühe Assemblagen, wie „Tisch mit Kittfuß“ von 1974, zeugen von der Geisterverwandtschaft mit Joseph Beuys, dem er 1974 in Düsseldorf begegnete. In einer Collage von 1973 verwendete Pfaffenbichler das Motiv des Stahlhelms, das bereits Ende der 1960er Jahre und unter dem Eindruck des Vietnam-Krieges zum bildbestimmenden Sujet geworden war. Die Begegnung gewölbter und angeschnittener, schwarz oder braun nuancierter abstrakter Formsegmente bestimmt zahlreiche Werke der Serie „Atavismus, Forms, Black“, die Hubert Pfaffenbichler ab 1966 fertigte. Ausdruck eines beachtlichen Spätwerks sind wiederum die Arbeiten der seit 2002 entstandenen Serie „Shapes“, für die Pfaffenbichler meist vertikal und in mehreren Schichten sich überlagernde Farbstriche auf helle Bildgründe setzte. Es sind malerische Demonstrationen eines viel zu unbekannten Künstlers, der die Möglichkeiten malerischer Abstraktion immer wieder aufs Neue auslotete und dem Ernst Hilger mit seiner umfangreichen Personale Respekt erweist.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Hilger Next finden sich mit der Anzenberger Gallery und der Galerie Ostlicht zwei Galerien, die seit Jahren mit einem anspruchsvollen Programm internationaler zeitgenössischer Fotokunst aufwarten. In fünf Ausstellungszyklen pro Jahr zeigt Maria Anzenberger bereits etablierte internationale sowie noch weitgehend unbekannte junge Künstlerinnen und Künstler. Einige der Fotograf*innen vertritt sie exklusiv, unter anderem Klaus Pichler, Reiner Riedler, Eugenia Maximova sowie Roger Ballen. Derzeit stellt sie unter dem Titel „Handmade IV“ Werke von Künstlern vor, die Fotografie mit Zeichnungen, Malerei oder anderen künstlerischen Medien verbinden, traditionelle Grenzen des zweidimensionalen Mediums ausloten und neu definieren. Mit von der Partie sind unter anderem Fallenbilder von Daniel Spoerri, bestickte Fotografien von Jessa Fairbrother, filigrane Fotoarbeiten auf Japanpapier von Ellen Korth und konvexe Foto-Glasobjekte von Gabriela Morawetz.

Eine Personale des deutschen Künstlers Martin Schoeller läuft derzeit in der Galerie Ostlicht. Unter dem Titel „Up Close“ präsentiert die Ausstellung eine Auswahl seiner neuen Portraits: Aufnahmen bekannter und prominenter Persönlichkeiten wie Barack Obama, Bono, Karlie Kloss, Christian Bale und Bill Gates konfrontiert Schoeller mit Portraits von Unbekannten oder von Obdachlosen. Unter Verwendung eines neutralen Hintergrundes, einer frontal geführten Aufnahmeregie und des stets gleichen harten Lichts gelingt es Schoeller, den sozialen Kontext der Portraitierten komplett auszublenden. Nichts Privates geben die Aufnahmen mehr preis. Eine konsequente Haltung nüchterner Zeitzeugenschaft, die das Stille und Tiefe dem Ephemeren vorzieht und Fragen nach der Manipulation von Meinung und nach der Wahrheit von Bildern mit provozierender Nachhaltigkeit aufwirft.

Galerie Hilger Next
bis 22. Dezember: Hubert Pfaffenbichler. „El Hombre“ Atavismus
bis 2. Februar 2019: Martin Tardy
www.hilger.at

Anzenberger Gallery
bis 31. Januar 2019: Handmade IV – more than photography
www.anzenbergergallery.com

Ostlicht Galerie für Fotografie
bis 22. Dezember: Martin Schoeller. Up Close
www.ostlicht.at

Weitere Institutionen der Brotfabrik sind unter anderen:

  • Atelier 10 (www.atelier10.eu)
  • Kolja Kramer Fine Arts (koljakramer.com)
  • Kunstraum Sellemond (www.kunstraum-sellemond.com)
  • Daniel Sommergruber (www.danielsommergruber.com)
  • Lichterloh (www.lichterloh.com)
  • Objekt 19 (www.facebook.com/Objekt19)
  • Schauraum 11/nullnull (www.kunstnetzwerk.org)
  • Voranker (voranker.org)
  • Ten.Fifty (www.tenfifty.at)
  • Deutsche Pop (deutsche-pop.com/at)
  • Superar (www.superar.eu)

  • Kontakt:

    Brot Kunsthalle - Galerie Hilger Next

    Absberggasse 27

    AT-1100 Wien

    Telefon:+43 (01) 512 53 15

    Telefax:+43 (01) 512 53 32



    31.12.2018

    Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jacqueline Rugo

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    Galerie Ernst Hilger

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    Ostlicht. Galerie für Fotografie

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    Hubert Pfaffenbichler, Ohne Titel, 2007
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    Hubert Pfaffenbichler, Tisch mit Kittfuß, 1974
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    Martin Schoeller, George Clooney mit Maske, Brooklyn 2008
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    Martin Schoeller, Sarah Parks & Katie Parks, 2011
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    Martin Schoeller, Rihanna, 2007
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    Regina Anzenberger, Native Grounds XIV, 2018
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    Hubert Pfaffenbichler, Ohne Titel, 2007

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    Hubert Pfaffenbichler, Tisch mit Kittfuß, 1974

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    Martin Schoeller, George Clooney mit Maske, Brooklyn 2008

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    Martin Schoeller, Sarah Parks & Katie Parks, 2011

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    Martin Schoeller, Rihanna, 2007

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    Regina Anzenberger, Native Grounds XIV, 2018

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    Ellen Korth, The Fabric of Time #1, 2018

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    Gabriela Morawetz, The Eye of Time, 2006

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    Hubert Pfaffenbichler, Papageno, 2004

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    Hubert Pfaffenbichler, Ohne Titel, 2001

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    Kulturareal „Brotfabrik Wien“

    Kulturareal „Brotfabrik Wien“

    Eingang zum Kulturareal „Brotfabrik Wien“

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    Hubert Pfaffenbichler, aus der Serie „Atavismus, Forms, Black“, 1966

    Hubert Pfaffenbichler, aus der Serie „Atavismus, Forms, Black“, 1966




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