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Umfassende Schau zu Teresa Burga in Hannover

in der Ausstellung „Teresa Burga. Aleatory Structures“

Die Kestnergesellschaft in Hannover zeigt mit „Aleatory Structures“ eine Überblicksausstellung zum Schaffen von Teresa Burga. Über 100 Arbeiten aus den letzten 50 Jahren künstlerischen Wirkens stellen die Kuratorinnen Christina Végh und Lea Altner vor. Gemälde, Objekte der Pop Art, Skulpturen, kybernetische Installationen und Zeichnungen sind Beleg für die Vielfalt im Lebenswerk der südamerikanischen Künstlerin, das durchweg von einer analytischen Herangehensweise geprägt ist. Die Ausstellung soll die Position Teresa Burgas im Kreis ihrer bekannteren Kolleginnen besser verankern, denn obwohl sie ihrer Zeit voraus war, wurde sie vielfach in der Kunstwelt übersehen.

Für ihre Arbeiten verwendet Burga mathematische Modelle und Diagramme, um beispielsweise traditionelle Geschlechterrollen zu dekonstruieren. Ihre Arbeit „Autoretrato. Estructura. Informe. 9.6.72“ von 1972 ist eine komplexe Installation aus Fotografien, Zeichnungen und Kardiogrammen, die ein möglichst exaktes Porträt der Künstlerin liefern sollen. Diese medizinischen Daten dienen außerdem dazu, den weiblichen Körper zu entmaterialisieren und ihn dem männlich-objektiven Zugriff zu entziehen. Der Bezug zur Pop Art ist in den jüngeren Werken zu finden. Ihre eigenen Kinderzeichnungen hängt sie neben nachgemalten Arbeiten von Kindern und stellt damit verstärkt die Bedeutung der künstlerischen Autorschaft in Frage.

Die 1935 in Peru geborene Künstlerin absolvierte in den 1960er Jahren ein Kunststudium in Lima. Ein Fulbright-Stipendium ermöglichte ihr das Studium am Art Institute in Chicago. Burga setzte sich intensiv mit der experimentellen und konzeptionellen Kunst auseinander. Später interessierte sie sich für Kommunikationstechnik sowie für Computer- und Informationstechnologien, deren Einflüsse sich in ihren Arbeiten manifestieren sollten. Lange Zeit fand Teresa Burga national wie international keine Beachtung. Ihre ersten Ausstellungen in Europa führten sie unter anderem 2011 nach Stuttgart, 2014 nach Brüssel und 2015 nach Venedig.

Die Ausstellung „Teresa Burga. Aleatory Structures“ läuft bis zum 3. Februar 2019. Die Kestnergesellschaft hat täglich außer montags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung.

Kestnergesellschaft
Goseriede 11
D-30159 Hannover

Telefon: +49 (0)511 – 701 200
Telefon: +49 (0)511 – 701 20 20


04.12.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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01.12.2018, Teresa Burga. Aleatory Structures

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Teresa Burga








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