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Marktberichte

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Die PAN Amsterdam – eine Kunst- und Antiquitätenmesse für Europa, aber ohne deutsche Beteiligung

Für Platzhirsche



Piet Mondrian, Elisabeth Sophia Maria Cavalini, 1901

Piet Mondrian, Elisabeth Sophia Maria Cavalini, 1901

Heuer wird die PAN Amsterdam 32 Jahre alt. Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die Kunst- und Antiquitätenmesse immer wieder gehäutet. War sie einst eine europäische Messe mit Händlern und Galerien auch aus Deutschland, ist sie in den letzten Jahren zu einer rein niederländischen Veranstaltung geworden, was aber die deutschen Kunstliebhaber nicht davon abhält, nach Amsterdam zu reisen. In diesem Jahr erwartet sie auf der PAN eine Sensation, die keiner so vorausgesehen hat. Bei den Vorbereitungen wurde noch vor der offiziellen Begehung durch das Publikum ein Gemälde von Piet Mondrian am Stand von Kunsthandel E.J. van Wisselingh & Co. aus Haarlem entdeckt. Es handelt sich dabei um ein Portrait der Elisabeth Sophia Maria Cavalini.


Die 1873 geborene Cavalini war mit Cornelis Bergman verheiratet, der wiederum ein Schüler, Bewunderer und Sammler der Arbeiten Piet Mondrians war. Er war fünf Jahre älter als der berühmte Künstler, ein Amateurmaler und verdiente sein Einkommen als Kaffee-Broker. Es ist bekannt, dass Cornelis Bergman mehrere Gemälde von Mondrian besaß und Mitglieder der Familie von ihm malen ließ. Das Portrait der Sophia Maria Cavalini-Bergman wurde in der weiblichen Linie vererbt und befand sich stets im Besitz der Familie. Das wiederentdeckte Portrait malte Mondrian 1901 im Alter von 29 Jahren noch im traditionellen Stil. Im Œuvre-Katalog von Robert Welsh und Joop Joosten aus dem Jahr 1998 ist es nicht enthalten, da bisher niemand von seiner Existenz wusste. Willem de Winter von Kunsthandel Wisselingh wird nun dafür sorgen, dass das Werk in den Katalog aufgenommen wird. Zu sehen ist diese grandiose Neuentdeckung am Stand 110 auf der PAN Amsterdam.

Die Nieuwe Spiegelstraat in Amsterdam ist der Sitz zahlreicher Kunst- und Antiquitätenhändler, gemischt mit Galerien zeitgenössischer Kunst. Viele der hier ansässigen Händler nehmen an der PAN teil, insgesamt sind es heuer 110 Aussteller vor allem aus den Niederlanden. Einer von ihnen ist der Kunsthandel P&N de Boer, der in einem prachtvollen Stadthaus im Zentrum Amsterdams residiert. In der ersten Etage hat man einen Wohnraum aus dem 15. Jahrhundert originalgetreu inklusive Steinfußboden nachgebildet. Hier gibt es die entsprechende Kunst zu sehen. Die Spezialität des Hauses sind flämische und niederländische Altmeister des 16. und 17. Jahrhunderts. Auf der PAN zeigen sie die Marine „Schiffe auf rauer See“ von Simon de Vlieger und ein Jagdstillleben mit erlegten Vögeln von Cornelis Lelienbergh.

Robert Schreuder hat sich für seinen kleinen Antiquitätenladen die Nieuwe Spiegelstraat ausgesucht. Der studierte Jurist hat erst vor kurzem sein Ladengeschäft eröffnet, in dem er vor allem Souvenirs der Grand Tour anbietet. Da er noch nicht von seinen Verkäufen leben kann, arbeitet er als Anwalt weiter und hat deshalb auch nicht täglich geöffnet. An seinem Stand präsentiert er eine vergoldete Empire-Kaffeekanne und zwei dazugehörige Kaffeetassen mit Veduten von Amsterdam, Rotterdam und Haarlem. Sie sind französische Ware von etwa 1818/30. Für zwei Terrakottabüsten von Platon und Seneca, die der Neapolitaner Giovanni Mollica nach Vorlagen aus dem Museo Archeologico Nazionale di Napoli in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schuf, verlangt er 2.200 Euro.

Kitty Laméris hat von ihrem 2003 verstorbenen Vater Frides Laméris die Liebe zum Glas geerbt. Da funkeln kostbare venezianische Raritäten neben Kristall aus dem 18. Jahrhundert. Freundschaftsgläser aus allen Epochen oder ein Weinglas mit Deckel, reich mit Weinlaub verziert und frisch aus einer Privatsammlung erworben, sind von Interesse für den Kunstmarkt. Auch sie rechnet mit guten Verkäufen auf der PAN. Glasspezialisten sind rar gesät, sie ziehen Käufer aus der ganzen Welt an. Ein weiteres großes und abwechslungsreiches Sammlergebiet sind Uhren. Geht man zu Lars Gude und Jos Meis weiß man schnell, dass Uhr nicht gleich Uhr ist. Die beiden Spezialisten handeln mit Zeitmessern ab dem 17. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert, etwa mit einer selten frühen, fein mit Blüten bemalten Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald um 1830 für 8.500 Euro oder einer grünen Vasenuhr aus Sèvres-Porzellan um 1800.

Doch de PAN ist nicht nur Antiquitätenmesse, sondern hält auch eine Auswahl an zeitgenössischer Kunst bereit, was ihr Gesamtbild aufmischt, besonders wenn man sich die Arbeiten der Jaski Gallery ansieht. Grellbunt leuchtet es aus der Koje. Damit ist nicht die Kunst der von 1948 bis 1951 bestehenden Cobra-Gruppe gemeint, die in den Niederlanden äußerst beliebt ist; denn diese wird auch von anderen Galerien vertreten. Jung, wild und frech sind die Assemblage-Skulpturen und -Reliefs aus grellbunten Kuscheltieren des Belgiers Miguel Delie, die in schrillen Tönen von den Kojenwänden leuchten oder einfach nur im Raum stehen. Die Künstlergruppe Les Deux Garçons formt aus Tierpräparaten hybride Skulpturen, die oft in der Mitte zusammenmontiert sind, während die Köpfe in entgegengesetzte Richtungen weisen. Der Humor von Michel Vanderheijden van Tinteren und Roel Moonen ist sehr eigen und beinahe morbide zu nennen. Es ist immer wieder bedauerlich, dass die Niederländer die PAN Amsterdam so dicht besetzt haben, dass für Teilnehmer aus dem Ausland kaum Platz ist, was der Messe aber gut zu Gesicht stehen würde – wie früher.

Die PAN Amsterdam läuft bis zum 25. November auf dem Gelände der Rai Amsterdam. Sie hat täglich von 12 bis 21 Uhr, am 24. November nur bis 19 Uhr sowie am 22. und 25. November nur bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 15 Euro, für die Dauerkarte 40 Euro.

PAN Amsterdam
Europaplein 20
NL-1078 GZ Amsterdam

www.pan.nl



19.11.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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 PAN Amsterdam 2018
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