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Robert Morris gestorben

Robert Morris ist tot. Der US-amerikanische Künstler starb am vergangenen Mittwoch im Bundesstaat New York an einer Lungenentzündung im Alter von 87 Jahren. Als Konzeptkünstler und Bildhauer war er ein bedeutender Vertreter des Minimalismus und der Land Art. Der 1931 in Kansas City geborene Morris bediente sich nahezu aller Medien wie Skulpturen, Zeichnungen, Performances, Filme und Texte. Künstlerische Produktionsprozesse, in Performances verpackt, waren für seine Arbeit elementar. Gleichzeitig wollte er nicht durch Kritiker besprochen werden und schrieb stattdessen selbst Aufsätze über sich und seine Kunst.

Robert Morris nutze klare Formen und gewöhnliche Materialien wie schlichte Quader, kaputtes Glas oder Stoff, die er in einem Raum zu einer Komposition zusammenfügte. Es ging ihm jedoch weniger um die Formen selbst, als vielmehr um das situationsgebundene Spiel mit dem Besucher. Morris trieb diese Interaktion in einer Ausstellung der Londoner Tate Gallery 1971 auf die Spitze: Die Besucher verletzten sich an seinen „partizipatorischen“ Skulpturen, die Schau musste geschlossen werden.

Nach Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach. seien seine Objekte zugleich Instrumente und stünden in Bezug zu Theater und Tanz. So waren die Tänzerinnen Simone Forti und Yvonne Rainer wichtig für Morris’ Lehre über Erkenntnis von Situationen in den frühen 1960er Jahren. Die Performance verstand er dabei als Grundlage zur Erforschung von Körpern im Raum. Seine wohl bekannteste Installation sind „Two Columns“ von 1961, die 2009/10 in einer Retrospektive zu seinem Schaffen im Museum Abteiberg präsentiert wurde. Direktorin Titz erklärte dazu: „1961 gab es zuerst nur eine column, in einem Theater stand Morris in ihr drin. Beim Kippen der column, vom Stehen zum Liegen, Subjekt zum Objekt, schlug er so hart auf, dass er die Performance nie mehr wiederholte und stattdessen eine zweite column baute. So entstand das Doppel für den Kunstraum.“

Robert Morris studierte in den 1950er Jahren am Kansas City Art Institute, der University of Kansas City sowie an der California School of Fine Arts und am Reed College in Portland, Oregon. Zu dieser Zeit prägte ihn besonders der Abstrakte Expressionismus von Jackson Pollock. Anschließend ging er nach New York und erhielt 1963 seinen Master of Arts in Kunstgeschichte am Hunter College. In den 1960er bis 1970er Jahren inszenierte Morris vor allem Tanzstücke und arbeitete an Film- und Theaterprojekten. Schon 1968 war Robert Morris auf der Documenta in Kassel vertreten. 1977 und 1987 nahm er wiederum an der Weltkunstausstellung teil, 1980 an der Biennale in Venedig. Eine seiner bekanntesten Land Art-Arbeiten ist das „Observatorium“ von 1977 in der niederländischen Provinz Flevoland. Den Erdkreis aus Holz, Stahl, Granit und Erdboden mit einem Durchmesser von 91 Metern errichtete Morris in Anlehnung an Stonehenge, um darin die Sonnenwende und Tagundnachtgleiche zu erleben.

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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