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Sammlung des jüdischen Malers Otto Schloss für Köln

Otto Schloss, Circus in Böblingen

Die Stadt Köln erhält 438 Werke des jüdischen Malers Otto Schloss. Die umfangreiche Sammlung seiner Erben setzt sich aus 20 Gemälde, 263 Zeichnungen, 107 Aquarelle und 48 Druckgrafiken zusammen, darunter Porträts, Landschaften sowie religiöse und gesellschaftliche Motive. Die Werke entstanden überwiegend zwischen den 1920er und 1930er Jahren in Köln. Durch den nahezu geschlossenen Bestand ist die Schenkung von Almuth Corbach und Katharina Mähler eine Besonderheit für die Stadt.

Otto Schloss wurde 1884 als Sohn einer angesehenen jüdischen Kaufmannsfamilie in Frankfurt am Main geboren. Er studierte von 1918 bis 1922 an der Städelschule in Frankfurt und zog anschließend nach Köln. Dort heiratete er die Lehrerin Hedwig Chan und war als Illustrator für Zeitungen und Buchpublikationen tätig. Schloss’ Arbeiten sind eher einer traditionellen Malweise verpflichtet, dennoch von den damaligen Kunstströmungen beeinflusst.

Durch das immer stärker werdende NS-Regime und die antisemitische Diskriminierung wurde der jüdische Maler in seiner Tätigkeit eingeschränkt. Ab 1933 durfte er nur noch für jüdische Zeitungen und Auftraggeber arbeiten, 1938 flüchtete er mit seiner Frau nach Schweden. Ein großer Teil seiner Werke nahm er dorthin mit. In der Sicherheit der Emigration knüpfte er an seine Arbeit in Deutschland an und verstarb 1950.

Sein Besitz ging an seine 2017 verstorbene Tochter. Ihre Erben wiederrum entschieden sich nun, Schloss’ Arbeiten dem Kölner NS-Dokumentationszentrum zu übergeben, das bereits einige Objekte aus früheren Schenkungen besitzt. Für die Stadt Köln ist diese Sammlung ein wichtiger Beitrag für die Kultur- und jüdische Geschichte. Nach einer ersten Sichtung sollen die Werke im NS-Dokumentationszentrum ausgestellt und in einer Publikation veröffentlicht werden.

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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Otto Schloss, Circus in Böblingen
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Künstler:

Otto Schloss








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