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Erste Retrospektive von Volker Döhne in Krefeld

Volker Döhne, Ohne Titel, 1979

Ein sachlicher und konzeptioneller Ansatz kennzeichnet die von Bernd und Hilla Becher ab 1976 an der Düsseldorfer Kunstakademie etablierte Fotoschule. Zu den ersten Studenten der Bechers gehörte Volker Döhne. Augenfällig sind dessen Fotografien in ihrer klaren Bildsprache und präzisen Thematik davon geprägt. Der 1953 in Remscheid geborene Döhne nahm nach der Ausbildung zum Schriftsetzer 1975 das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie auf und stieß 1978 in die Becher-Klasse. Von 1980 bis 2018 arbeitete er als angestellter Hausfotograf und Gestalter an den Kunstmuseen Krefeld. Unter dem Titel „Volker Döhne. Sucher und Finder“ gibt seine ehemalige Wirkungsstätte nun erstmals einen musealen Überblick über sein Schaffen und stellt dafür zwölf Werkreihen mit rund 150 Fotografien aus.

Der zeitliche Bogen spannt sich von den Anfängen in den 1970er Jahren bis ins Jahr 2018. Fast ausschließlich seinem Wohnort Krefeld und dem rheinischen Umland widmet sich Volker Döhne in den objektiven Dokumentationen und soziologischen Studien. Einen Schwerpunkt legt er auf die Architektur. Mit frontalem Blick nimmt Döhne Jahrzehnte nach den Kriegszerstörungen innenstädtische Baulücken, Teilaufbauten und holprige Straßengestaltungen ins Visier. Mit Hintersinn greift er den Faden der Neuen Sachlichkeit auf. Auf den menschenleeren Sujets sind Personen höchstens unvermeidlicher Beifang. Lapidar, unspektakulär und kritisch, nicht ohne eine Prise souveräner Ironie werden die Wunden im Stadtbild deutlich. Trauer über solche Entwicklungen scheint auch subtil in seiner Serie „Rückzug“ durch, die sich mit dem Rückbau alter Eisenbahnstrecken beschäftigt. Einst quirlige Orte brausender Mobilität sind verlassen, vergessen, baulich plötzlich unkenntlich.

In der Serie „Bunt“ nimmt Volker Döhne knallbunt lackierte Autos ins Visier: Sonnengelb, feuerrot, orange, grasgrün, türkisfarben – letztendlich wie nachträglich koloriert erscheinen die Privatwagen. Ab Ende der 1970er Jahre hielt das aktuelle Alltagsdesign auch im Straßenleben vor trägen grauen Häuserkulissen Einzug. Döhne ging noch einen Schritt weiter: Seine Fotografien aus der Folge „Reihenuntersuchung“ gestatten Blicke auf die Rückbänke rollender Individualräume. Von geparkten Fahrzeugen aufgenommen, analysiert er ästhetische und soziale Sitten gleichermaßen. Überall eröffnen sich neben der zeitgeschichtlichen Dimension dabei humorvolle Wendungen.

Ein eigenes Kapitel stellt anhand von 30 Fotografien die Mitarbeit Döhnes bei der Dokumentation der von Ludwig Mies van der Rohe geplanten Villen Lange und Esters vor. Erstmalig widmet sich zudem die Schau in einem separaten Saal seinem grafischen Werkschaffen. Neben handgefertigten Künstlerbüchern aus den frühen 1980er Jahren versammeln sich hier zahlreiche gestaltete Museumskataloge, Ausstellungsplakate oder Einladungskarten. Dieser interdisziplinäre Dialog soll verdeutlichen, wie sehr Typografie und Fotografie bei Volker Döhne im Einklang stehen.

Die Ausstellung „Volker Döhne. Sucher und Finder“ ist bis zum 5. Mai 2019 zu besichtigen. Das Kaiser Wilhelm Museum hat täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung sind ein kostenloses Textheft sowie eine limitierte Edition von drei fotografischen Motiven aus der Serie „Bunt“ erschienen.

Kaiser Wilhelm Museum
Joseph Beuys-Platz 1
D-47798 Krefeld

Telefon: +49 (0)2151 – 975 580
Telefax: +49 (0)2151 – 975 582 22

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


16.11.2018, Volker Döhne - Sucher und Finder

Bei:


Kunstmuseen Krefeld

Variabilder:

Volker Döhne, Ohne Titel, 1979
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Volker Döhne, Ohne Titel, 1993
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Volker Döhne, Ohne Titel, 2012
Volker Döhne, Ohne Titel, 2012

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Volker Döhne, Ohne Titel, 2012
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Volker Döhne, Ohne Titel, 1990
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Künstler:

Volker Döhne








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