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Marguerite Friedlaender-Wildenhain kehrt nach Halle zurück

Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Mokkaservice Hallesche Form, 1930

Die ehemalige Bauhäuslerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain gehört zur führenden Wegbereiterin der Neuen Sachlichkeit in der Keramik. Als Spross einer jüdischen Familie 1896 in Écully bei Lyon in Frankreich geboren, zog sie 1910 nach Berlin. Nach kurzzeitigem Studium der Bildhauerei und Tätigkeit als Dekorentwerferin war sie 1919 bis 1925 Studentin und Mitarbeiterin in der keramischen Werkstatt des Weimarer Bauhauses. Sie gehörte zu den ersten Schülerinnen des Bildhauers Gerhard Marcks, mit dem sie fortan eine lebenslange Freundschaft verband. Beide traten für eine schöpferische Rolle des Handwerks und individuelle Freiheit im Sinne einer besonnenen Modernität ein. Die vom Bauhausdirektor Walter Gropius verfolgte Doktrin von Kunst und Technik in enger Verknüpfung mit Fortschritt und Industrie lehnten sie ab.

So wechselten beide 1925 an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein nach Halle an der Saale, Marcks als Direktor, Friedlaender als Leiterin der Töpferei. Bis zu ihrem erzwungenen Ausscheiden 1933 reifte hier ihr Werkschaffen maßgeblich heran. Erstmals nun werden in einer Ausstellung am Entstehungsort in Halle Hauptwerke jener Zeit von Gerhard Marcks und der mehr im Schatten stehenden Marguerite Friedlaender-Wildenhain präsentiert. Unter dem Titel „Wir machen nach Halle. Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks“ versammeln sich im Kunstverein „Talstrasse“ 135 Exponate, darunter viele verloren geglaubte Stücke. Den Auftakt für Gerhard Marcks bildet die 1930 in Halle entstandene und hier nie gezeigte „Thüringer Venus“, ein Schlüsselwerk seines Schaffens.

Zu den berühmtesten Werken Friedlaenders gehört die Serie der seit 1931 bis heute von KPM in Berlin produzierten „Halle-Vasen“. In mehreren Varianten überzeugen die nach ausgeglichener Gestalt strebenden Blumenvasen aus kugeligem Korpus und konischem hohem Hals durch ihre Sachlichkeit und Eleganz. Form und Funktion stehen in einem ausgewogenen Verhältnis. Hinzu kommen zahlreiche Kaffee-, Mokka- und Teegedecke sowie das Flughafenservice „Hermes“ und das Speiseservice „Burg Giebichenstein“. Zylindrische Gefäßkörper auf konischen Standringen, scharf abgeknickte Schultern, zu fließenden Umrissen verschliffene geometrische Einzelkörper schöpfen ihrer besondere Ausdruckskraft aus der Formstrenge und den plastischen Volumina, die charakteristischen Bauhauselementen nahestehen.

Gerhard Marcks vollzog während seiner Zeit in Halle eine radikale Verselbständigung der Form nicht in Anlehnung an, sondern durch interpretierende Bezugnahmen auf die Natur. Als Marguerite Friedlaender-Wildenhain nach 1933 über die Niederlande in die USA emigrierte, besaß sie das Renommee einer einflussreichen Porzellangestalterin. Bis heute berufen sich Designer weltweit auf sie. Als Lehrerin und Keramikerin setzte sie in den USA ihre Karriere fort. Gerhard Marcks avancierte in der Bundesrepublik zu einem vielbeschäftigten, hoch geschätzten und geehrten Bildhauer und Grafiker.

Die Ausstellung „Wir machen nach Halle. Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks“ ist bis zum 24. Februar 2019 zu besichtigen. Der Kunstverein „Talstrasse“ hat täglich von 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Kunstverein 29 Euro.

Kunstverein „Talstrasse“ e.V.
Talstraße 23
D-06120 Halle an der Saale

Telefon: +49 (0)345 – 550 75 10
Telefon: +49 (0)345 – 550 76 74

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


18.11.2018, Wir machen nach Halle. Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks

Bei:


Kunstverein „Talstrasse“ e.V.

Bericht:


Auf zum Bauhaus

Variabilder:

Marguerite
 Friedlaender-Wildenhain, Mokkaservice Hallesche Form, 1930
Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Mokkaservice Hallesche Form, 1930

Variabilder:

Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Halle Vase, 1931
Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Halle Vase, 1931

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Gerhard Marcks, Mokkaservice Bagdad, 1930
Gerhard Marcks, Mokkaservice Bagdad, 1930

Variabilder:

Gerhard Marcks, Thüringer Venus, 1930
Gerhard Marcks, Thüringer Venus, 1930

Künstler:

Marguerite Friedlaender-Wildenhain

Künstler:


Gerhard Marcks








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