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Hamburg zeigt zerstörerische Kunst von Philippe Vandenberg

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert ab heute unter dem Titel „Kamikaze“ eine umfassende Werkschau zu Philippe Vandenberg. Kuratorin Brigitte Kölle hat dazu rund 80 Gemälde und 120 Zeichnungen und Druckgrafiken aus den Jahren 1993 bis 2009 zusammengetragen. Viele Exponate stammen aus dem Nachlass des 2009 verstorbenen Künstlers und sind in Hamburg erstmalig ausgestellt. Außerdem ist dort der eigens für die Schau produzierte Film „L’important c’est le kamikaze“ der Filmemacher Guillaume Vandenberghe – Sohn von Philippe Vandenberg – und Neel Cockx zu sehen.

„Ich denke, es gibt keine glückliche Kunst. Große Malerei hat immer etwas Verzweifeltes an sich, etwas Furchterregendes, ja sogar etwas Hässliches“, sagte Philippe Vandenberg selbst. Das Prinzip Kamikaze bedeutete für den Flamen eine kreative Zerstörung, auf deren Grundlage etwas Neues ermöglicht werden kann. Seine destruktive Vorgehensweise spiegelt sich in vielen seiner Werke: Einige übermalte er so lange, bis die wulstigen Farbmassen zu einer Skulptur wurden und aus der übertriebenen Korrektur etwas Neues erwuchs. Bei anderen kratzte er die Farbe wieder ab, so dass die Leinwand nur noch letzte Reste des Gemalten offenbart und der Eindruck einer Schürfwunde des Malgrundes aufkommt.

Der 1952 in Gent geborene Philippe Vandenberg studierte Anfang der 1970er Jahre in seiner Heimatstadt zunächst Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte, anschließend Malerei an der dortigen Academie voor Beeldende Kunsten. Im Zuge eines europaweit aufkommenden Neoexpressionismus erlangte Vandenberg in den 1980er Jahren wachsende Bekanntheit, die sich in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen niederschlug, beispielsweise in Antwerpen, Hamburg und London. Philippe Vandenberg gestaltete seine Kunst mal figürlich, mal abstrakt und spielte mit Materialien, Techniken und Stilrichtungen. Doch im Kern adressieren alle seine Werke die extremen Gegensätze, denen der Mensch ausgesetzt ist: Die Interdependenz von Erschaffen und Zerstören und die Gleichzeitigkeit von Liebe und Hass, Schönheit und Hässlichkeit, Unschuld und Schuld.

Die Ausstellung „Philippe Vandenberg. Kamikaze“ läuft vom 16. November bis zum 24. Februar 2019. Die Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Am 24. und 25. Dezember bleibt die Kunsthalle geschlossen, am 2. Weihnachtstag, an Silvester und an Neujahr gelten verkürzte Öffnungszeiten. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist er kostenlos. Der begleitende Katalog ist im Museumsshop für 29 Euro erhältlich.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 428 131 200
Telefax: +49 (0)40 – 428 543 409

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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16.11.2018, Philippe Vandenberg - Kamikaze

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Hamburger Kunsthalle

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Philippe Vandenberg








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