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Leo Grewenigs Tuschearbeiten in Darmstadt

Leo Grewenig, Spinne, 1962

Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt präsentiert ab heute in der Schau „Tinten – Tiere“ bisher kaum vertraute Arbeiten von Leo Grewenig aus den 1950er und 1960er Jahren. Diese 40 Tuscheblätter der fantastischen Tintentiere kombiniert die Kuratorin Mechthild Haas mit Exponaten aus der naturkundlichen Abteilung. Haas erklärt, dass diese Werke des 1898 im saarländischen Heusweiler geborenen Künstlers nicht nur eine bisher unbekannte Seite Grewenigs vorstellten, sondern auch eine Scharnierfunktion einnähmen, da er sich nach dieser Phase gänzlich der Abstraktion verschrieben hat.

Leo Grewenig, der zunächst an der Kunstakademie in Kassel und schließlich am Bauhaus in Weimar studierte, setzt sich in seinen Tintentiere mit dem Tachismus auseinander. Unter Einsatz der Flecken, die eine zentrale Rolle in der ungegenständlichen aleatorischen Kunst des Tachismus spielen, bewegt sich Grewenig hier noch zwischen Abstraktion und Figuration. Dank der Tusche, dem saugstarken Papier und besonderer Grundierungen entsteht eine Vielfalt an Strukturen aus dicken Klecksen oder feinen Verästelungen. Grewenig unterstützt die Suggestivkraft der Arbeiten, indem er seinem Lehrer Paul Klee folgt und die Bildtitel als Assoziationsvorgabe versteht. Seine 1962 geschaffene „Spinne“ verdichtet die zwei benachbarten größeren schwarzen Flecken zum Körper des Tieres. Die sieben Beine sind zwar kurz und abstrahiert, jedoch erinnern die ausstrahlenden feinen Tintenfäden an die Haare der Gliedmaßen. Der Eindruck der Bewegung wird durch die ausfransende Tusche insbesondere beim erhobenen dickeren linken Bein betont. Neben der Fauna sind auch Vertreter der Flora anzutreffen, wie in der „Baumgruppe“ von 1959, und sogar ein Mineral mit dem violett-bräunlichen „Achatgebilde“ des Jahres 1963.

Parallel zu seinem freien künstlerischen Schaffen nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitet Leo Grewenig im Schuldienst von 1945 bis 1957, den er aus gesundheitlichen Gründen beenden muss. Er beteiligt sich nun bis in die 1980er Jahre an der Neuen Gruppe Saar. 1977 wird er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Er stellt in Galerien und Museen aus, etwa in der Städtischen Kunsthalle Mannheim, dem Stadtmuseum Lindau am Bodensee und der Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg. Im Alter von 92 stirbt der Maler 1991 im südhessischen Bensheim.

Die Ausstellung „Leo Grewenig. Tinten – Tiere“ läuft vom 15. November bis zum 17. Februar 2019. Das Hessische Landesmuseum Darmstadt hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt zu Heiligabend und Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Museumsshop 18,50 Euro.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
D-64283 Darmstadt

Telefon: +49 (0)6151 – 165 70 00
Telefax: +49 (0)6151 – 165 71 99

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


15.11.2018, Leo Grewenig. Tinten - Tiere

Bei:


Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Bericht:


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Leo Grewenig, Spinne, 1962
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Leo Grewenig, Achatgebilde, 1963
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Leo Grewenig, Baumgruppe, 1959
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Leo Grewenig, Schnecke II, 1962
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Leo Grewenig, Tänzer, 1959
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Künstler:

Leo Grewenig








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