Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Zum Ende des Ersten Weltkriegs: Sotheby’s wartet bei den Modernen in New York mit albtraumhaften Kriegsvisionen auf. Highlights sind zudem restituierte Kunstwerke und eine britische Privatsammlung

Es rumort in Europa



Marsden Hartley, Pre-War Pageant, 1913

Marsden Hartley, Pre-War Pageant, 1913

Als Marsden Hartley im April 1912 den Atlantik nach Europa überquerte, war er in seinem Heimatland Amerika bereits ein angesehener Künstler. Schon drei Jahre zuvor hatte er eine Einzelausstellung in Alfred Stieglitz’ berühmter Galerie 291. Zunächst zog es Hartley nach Paris, wo er den deutschen Bildhauer Arnold Rönnebeck und dessen Cousin, den Offizier Karl von Freyburg kennenlernte. Auch aus seiner Liebe zu letzterem heraus besuchte er im Januar 1913 Berlin und zog mit Freyburg im Mai in die Metropole, in der er schnell Kontakte zu den deutschen Avantgardisten knüpfte. Seine Zeit dort war von großen Erwartungen und Liebesglück genauso geprägt wie von Trauer und Desillusionierung. In diesem Klima entstand im Jahr seines Umzugs das Gemälde „Pre-War Pageant“ in spielerischer Abstraktion. Knallige Farben, hauptsächlich Rot, Gelb, Blau und Weiß, dominieren kontraststark das Gemälde aus Zeichen und geometrischen Formen. Deren Unregelmäßigkeiten und ungeraden Kanten geben ihm eine ausschweifende Dynamik, sodass der Festzug vor dem Krieg noch unbedacht heiter erscheint. Das Werk bildet damit ein Gegenstück zum ebenfalls ungegenständlichen „Portrait of a German Officer“ von 1914 im New Yorker Metropolitan Museum of Art. Im Jahr des frühen kriegsbedingten Todes seines Liebhabers Freyburg herrschen bei Hartley dann dunklere Farben und eine ernstere Symbolik vor.


Das museumsreife Ölgemälde aus Marsden Hartleys bewegter Berliner Zeit, in der er sich von einem gediegenen Landschaftsmaler zur einem Protagonisten der Abstraktion entwickelte, offeriert Sotheby’s in New York am Abend des 12. Novembers. Mit dem Preis hält sich der Versteigerer allerdings bedeckt und gibt diesen auf Anfrage mit rund 30 Millionen Dollar an. Da Sotheby’s „Pre-War Pageant“ mit einer Garantie versehen hat, ist der neue Auktionsrekord für Hartley damit sicher. Auch Stuart Davis vertritt die amerikanische Moderne. Bereits in den 1920er Jahren nutzte er Motive wie Alltagsprodukte und Markennamen, denen später in der Pop Art eine besondere Relevanz zukommen sollte. 1928 malte Davis die kulissenartige Häuserflucht „Rue Lipp“ mit einem Blick aus dem Fenster eines Cafés. Hinter den Flaschen und einem Glas im Vordergrund erstreckt sich die Straße mit einigen Geschäften, dem Hotel „Belle France“ sowie einem Tabakladen in linienhafter Zeichnung mit flächiger Kolorierung. Mit 6 bis 8 Millionen Dollar ist auch hier der neue Spitzenpreis intendiert.

Der Triumph der Farbe

Das neue Jahrhundert begann für Pablo Picasso mit einem Schicksalsschlag. Im Januar 1901 ging er aus Paris nach Madrid zurück und erhielt dort die Nachricht, dass sich sein guter Freund Carlos Casagemas aus einer enttäuschten Liebe heraus in der französischen Hauptstadt erschossen habe, die Picasso im Mai daraufhin wieder aufsuchte. In jenem Frühjahr entstand dort das Stillleben „Iris jaunes“ mit expressiv gelbleuchtenden Blüten, die kontrastreich vor dem düster blauen Hintergrund wie ein Hoffnungsschimmer des Lebens strahlen (Taxe 2 bis 3 Millionen USD). Dieses Werk gehört zu einer gut bestückten Privatsammlung, die Sotheby’s mit dem Thema „The Triumph of Color“ überschrieben hat. Und in der Tat versammeln sich die ersten zwölf Lose der Abendauktion in New York zu einem Fest der Farbe. Wer hinter dieser konzis komponierten Kollektion steckt, verrät Sotheby’s nicht. Doch dürfte es sich dabei um die britische Fridart Foundation handeln, die einen Großteil ihrer Kunst seit 2002 dem Courtauld Institute überlassen hat, was mit der Ausstellungsliste im Katalog übereinstimmt.

Wie der Daily Telegraph 2002 berichtete, soll der Chemiker David Josefowitz, der die Langspielplatte miterfunden und in der Musikindustrie sein Geld gemacht hat, ab den 1960er Jahren die herausragenden Arbeiten von Rodin, Matisse, Derain, Vlaminck, Jawlensky, Pechstein, Kandinsky, Archipenko oder Moore zusammengetragen haben. Da die Courtauld Gallery seit September wegen Sanierung für mindestens zwei Jahre geschlossen ist, haben sich die Erben des 2015 verstorbenen Josefowitz wohl entschlossen, einen Teil der Kunstwerke zu versilbern. Dazu gehört etwa Maurice de Vlamincks farbglühende „Paysage au bois mort“ von 1906 mit getupftem rot-gelbem Laub auf dem Boden, zu dem sich ein Mann bückt und das von ausdrucksstark getönter, flott gemalter Vegetation überfangen wird (Taxe 12 bis 18 Millionen USD). Vlamincks ebenfalls fauvistischer „Pêcheur à Chatou“ desselben Jahres, der vor einer Brücke steht, ist etwas grober gemalt, wobei das Gemälde vor allem durch die funkelnden Spieglungen im Wasser des Flusses glänzen kann (Taxe 9 bis 14 Millionen USD).

Mitbegründer der für die deutsche Moderne so wichtigen Gruppe „Der Blaue Reiter“ war Wassily Kandinsky, für den sich Josefowitz ebenfalls begeistern konnte. Sein Werdegang ist an vier Positionen der Fridart Foundation exemplarisch abzulesen. Noch dem späten Impressionismus ist Kandinsky mit seiner Küstenansicht „Rapallo: Grauer Tag“ von 1905 verbunden (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). In seiner „Improvisation auf Mahagoni“ von 1910 haben sich die Formen weitgehend aufgelöst, die Ausdruckskraft der Farbe hat die Oberhand übernommen. Bei längerem Betrachten schälen sich teils figürliche Komponenten heraus, wie rechts eine stilisierte Frau in Gelb mit grünem Schleier offenbaren (Taxe 15 bis 20 Millionen USD). Bei der Mischtechnik „Zum Thema Jüngstes Gericht“ aus dem Jahr 1913 sind die Farben weniger umrandet und verschmelzen aquarellartig. Mit feinen schwarzen Strichen formte Kandinsky vor allem im oberen Bereich Strukturen, die ein Gegengewicht zur unten locker komponierten Abstraktion stellen (Taxe 22 bis 35 Millionen USD). Das spätere „Le Rond Rouge“ von 1939 weist deutlich seine Tendenz zu geometrisch konstruierten Elementen auf. Dem kleinteiligen Durcheinander von Geraden, Spitzen und Quadern auf der linken Seite ist rechts der titelgebende rote Kreis entgegengesetzt. Alle Bildteile sind fett schwarz umzogen (Taxe 18 bis 25 Millionen USD).

Blauer Reiter, Brücke und weitere Meister der Moderne

Aus der Fridart Foundation stammt zudem Alexej von Jawlenskys Menschenbild „Blaue Kappe“ von 1912 mit seinen charakteristischen Stilmitteln, wie den schwarzen Umrissen, den mandelförmigen Augen und den expressiv fauvistisch getrennten knalligen Farbflächen (Taxe 6 bis 8 Millionen USD). Heinrich Campendonks „Traum“ von 1914 ist kubistischer. Eine vereinfachte schlafende blaue Gestalt liegt unten, während über ihr ein löwenartiges Wesen schwebt. Den fantastischen Hintergrund füllen bunte Kreise, Quadrate, Dreiecke und gezackte Linien (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD). Hermann Max Pechsteins expressionistisches Bildnis seines Freundes, des rauchenden Architekten Bruno Schneidereit mit Zylinder und elegantem Mantel, hat Sotheby’s aus der Fridart Foundation ebenfalls in die Abendauktion aufgenommen und mit 600.000 bis 800.000 Dollar bewertet.

Die Tagesauktion am 13. November bestückt die Fridart Foundation wiederum mit fauvistischen Gemälden, etwa mit der „Paysage de l’île-de-France“ von André Derain aus den Jahren 1904/05 mit den warmroten und grünen Feldern, die sich quer durch die unteren zwei Drittel des Querformats ziehen (Taxe 350.000 bis 450.000 USD). Die Vedute „Paris, Quai du Louvre, soleil d’hiver“ hielt Albert Marquet 1906 farbärmer fest. Über der grau-braunen Stadt und dem kaltweißen Fluss glüht oben links rot-gelb die winterliche Abendsonne (Taxe 700.000 bis 1 Million USD). Mit fauvistischer Verve fing Emile Othon Friesz ein Jahr später seinen Eindruck der Landschaft um die südfranzösische Hafenstadt Ciotat ein. „La Ciotat“ zeichnet eine Reduktion auf wenige Linien vornehmlich in Rottönen aus, mit der Friesz der Region ihren Charakter verleiht (Taxe 300.000 bis 500.000 USD). Louis Valtat ging da noch pointillistischer vor, als er um 1904 „Madame Valtat“ in einzelne Farbstriche zerlegte (Taxe 200.000 bis 300.000 USD). In Emile Bernards „Nature morte au pichet et aux fruits sur une serviette deployée“ von 1890 herrschen dagegen deutlich konturierte Farbflächen vor (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). Doch nicht nur Franzosen haben Teil am „Triumph of Color“, sondern auch August Macke mit seinem 1910 locker gemalten „Stillleben mit Strauß und drei Äpfeln“ (Taxe 300.000 bis 400.000 USD).

Mit Kandinsky war Franz Marc Begründer des „Blauen Reiters“. In der fein ausgewählten Hauptauktion hat er mit seinen geometrisierten „Kühen“ von 1912, die sich in gedeckten Farben aneinander zuwenden, einen respektablen Auftritt (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD). Blauer Reiter-Kollege Albert Bloch machte sich für das gleichaltrige „Duell“ rundere Formen zunutze. Die Dramatik des Streits der sechs Männer mit tödlichem Ausgang liegt auch hier in der Intensität der Farben begründet (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Neben dem „Blauen Reiter“ war für den deutschen Expressionismus die Dresdner „Brücke“ von Wichtigkeit. 1906, ein Jahr nach der Gründung der Künstlergruppe, malte Emil Nolde seine „Frau am kleinen Tisch“ in noch flirrend pastosem Kolorit. In ihrem grün-weiß gestreiften Kleid betrachtet sie einen unbekannten Gegenstand in ihrer Hand (Taxe 700.000 bis 1 Millionen USD).

Gewichtige Restitutionen

Kehrt man Ernst Ludwig Kirchners bunt schillernden „Weiblichen Akt“ von 1908 um, erscheint auf der Leinwandrückseite seine „Blaue Dame im Tiergarten“ von 1912, die einem reduzierteren kantigeren Stil folgt (Taxe 6 bis 8 Millionen USD). Auch prominente Restitutionen bestücken die Versteigerung. Zwei gingen erst vor kurzem an die Erben des großen deutschen Kunsthändlers Alfred Flechtheim. Kirchners klaustrophobisches Kriegserlebnis „Das Soldatenbad“ von 1915 gab das New Yorker Guggenheim Museum erst im Oktober zurück. Nun stellt die linienhafte Figurengruppe, die dicht gedrängt in einer Dusche um Ofen unter Aufsicht eines Kommandanten die Leinwand füllt, mit 15 bis 20 Millionen Dollar eines der Hauptlose der Auktion. Mit dieser Schätzung geht zudem Oskar Kokoschkas braunlastiges Brustbild „Joseph de Montesquiou-Fezensac“ ins Rennen. Den französischen Adeligen und seine Frau Victoire hatte Kokoschka bei einem Kuraufenthalt 1910 in den Schweizer Alpen kennengelernt und gemalt. Das Portrait hatten die Flechtheim-Erben im September vom Moderna Museet in Stockholm erhalten.

Auch hinter der „Dämmernden Stadt“ von Egon Schiele aus dem Jahr 1913 steht eine jüdische Sammlergeschichte. Gehörte die dunkle Ansicht von Krumau, der böhmischen Geburtsstadt von Schieles Mutter, doch einst der Familie von Elsa Koditschek. Die Jüdin überlebte in Wien die Nazi-Herrschaft und den Zweiten Weltkrieg unter lebensbedrohlichen Umständen in verschiedenen Verstecken, verlor aber ihren Besitz. Auf Vermittlung von Sotheby’s haben sich die jetzigen Eigentümer mit den Nachfahren von Elsa Koditschek geeinigt und werden wohl den Gewinn des Gemäldes, das mit 12 bis 18 Millionen Dollar bewertet ist, untereinander teilen. Wie Marsden Hartley gelang auch Ludwig Meidner 1912 ein eindrücklicher Vorgriff auf die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Über seiner berstenden „Apokalyptischen Landschaft“ zucken Feuerstrahlen, im Vordergrund flüchten zwei Menschen aus dem todbringenden Inferno der einfallenden Straßenschluchten. Die Rückseite des Gemäldes gibt sich gelassener. Hier hat Meidner einen „Jungen Mann mit Strohhut“ im blauen Anzug beim gemütlichen Lesen positioniert. Seinen letzten Auktionsauftritt hatte die „Apokalyptische Landschaft“ im Oktober 2001 bei Sotheby’s in London für netto 700.000 Pfund. Die nun anvisierten 12 bis 18 Millionen Dollar zeigen die gewachsene Wertschätzung für Meidner und bedeuten mit Garantie und unwiderruflichem Gebot schon jetzt den Rekord für den Expressionisten.

Friedlicher Impressionismus

Als einer der Gründerväter der französischen Moderne gilt Edouard Manet. Das flüchtige „Portrait de Madame Jules Guillement“ entstammt mit der Datierung um 1880 seinem Spätwerk. Die unvollendet und monochrom Dargestellte diente ihm häufiger als Modell für seine Gemälde (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD). Flirrende Farbeindrücke hielt dagegen Pierre-Auguste Renoir um 1888 im mediterranen Küstenstreifen „La Mer à Bordighera“ mit lockerem Pinsel fest (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD). Ein Hauptvertreter des Impressionismus war ebenso Claude Monet, dessen „Bouquet de glaïeuls, lis et marguerites“ in geblümter Vase von 1878 bei 7 bis 10 Millionen Dollar erblühen soll. Auch er bemühte sich um Landschaften und malte 1885 das bunt schimmernde Meeresufer „La Falaise d’Amont“ (Taxe 3,5 bis 4,5 Millionen USD). Die prächtigen Lichteffekte am Wasser prägen ebenso Alfred Sisleys friedliche Flusslandschaft „Confluent de la Seine et du Loing“ mit einigen Häusern und tief liegendem Horizont (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD). Gustave Caillebotte konzentrierte sich zwei Jahre früher auf die sommerliche „Allée de la Villa des Fleurs à Trouville“ mit starker Tiefenwirkung, auf der eine Frau und hinter ihr ein Mann entlangschreiten (Taxe 2 bis 3 Millionen USD).

Weniger detailreich ausgeführt sind Paul Cézannes „Arbres et Maisons au bord de l’eau“, die sich im Wasser spiegeln. Weite Teile der Leinwand um die ausschnitthafte, mit breitem Pinsel gestaltete Uferlandschaft von 1892 sind leer belassen (Taxe 5 bis 7 Millionen USD). Camille Pissarro wandte sich dem Pointilismus zu und tupfte um 1890/92 den diesig entrückten „Primrose Hill, Londres“ in zarten Farben auf seinen Bildträger. Seine Fähigkeit, in dieser Technik beeindruckende Lichtsituationen einzufangen, bewies er 1891 mit „Prairie avec vaches, brume, soleil couchant à Eragny“. Hinter den von Nebelschwaden durchzogenen Bäumen sinkt milde die goldgelbe Sonne und taucht den Boden in ein Farbenspiel (Taxe je 2 bis 3 Millionen USD). Paul Signac fand in den 1880er Jahren unter anderem durch Pissarro zum Pointilismus. In Blau und Rosa changiert die getupfte „Passe de Marseille“ von 1910 mit einem strahlend beleuchteten Segelschiff im Zentrum der Hafeneinfahrt (Taxe 3 bis 5 Millionen USD).

Als Klassiker gilt das surrealistische Œuvre René Magrittes. Sein „Principe du plaisir“ von 1937 ist ein sitzender Mann im Anzug, dessen Kopf durch eine Lichtsphäre ersetzt ist. Als Grundlage der Komposition diente Magritte Man Rays gleichartiges Fotodes exzentrischen Dichters Edward James (Taxe 15 bis 20 Millionen USD). Der Spanier Joan Miró schlug 1934 einen anderen Stil ein. Seine gedrängte amorphe „Figure“ vor braunem Grund besteht aus Flächen mit Farbübergängen, ihre Arme sind in kleinen Strichen verkürzt (Taxe 7 bis 10 Millionen USD). Mirós Hang zur Abstraktion bestimmt zudem sein titelloses Gemälde mit symbolhaften Formen, die teils ins Figürliche gehen, vor hellblauem Grund von 1947 (Taxe 6,5 bis 8 Millionen USD). Viel dramatischer ist Rufino Tamayos gleichaltrige „Paisaje del Paricutín“. Der ausbrechende Vulkan des Mexikaners feuert unbarmherzig Lava und Gesteinsbrocken auf die düster schwarze Landschaft (Taxe 1,3 bis 1,8 Millionen USD). Aus der mittel- und südamerikanischen Kunst, die Sotheby’s erst in diesem Jahr in die großen Abendauktionen integriert hat, treten zudem Diego Riveras auf braunem Boden schlafendes Mädchen unter dem Titel „El sueño“ (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen USD) und David Alfaro Siqueiros’ in die Farbe aufgelöste wüstenähnliche Landschaft wohl mit Gerippen von 1954 an (Taxe 250.000 bis 350.000 USD).

Zwischen Kuss und Giraffen

Eng verschlungen und sich küssend liegt Auguste Rodins Liebespaar in „Baiser 1ère Réduction“ auf einem Felsen. 1886 konzipiert, hat Rodin den verkleinerten dunkelbraunen Bronzeguss wohl zwischen 1905 und 1910 ausgeführt (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Als Paar ist genauso Rembrandt Bugattis Skulptur „Deux girafes“ von 1906/07 angelegt, bei der eine den Hals in Richtung der anderen geradeaus streckt (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD). Mensch und Tier brachte 1914 Jacques Lipchitz zusammen. Artistisch überdehnt und zu einem beinahe geschlossenen Kreis verbogen stützt sich „L’Acrobat à cheval“ (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen USD). Hans Arps „Torse“ von 1931, gegossen zwischen 1958 und 1960, betont organisch und zugleich abstrakt die Körperrundungen einer Frau, die in der glatt polierten Bronze besonders glänzen (Taxe 2 bis 3 Millionen USD). Henry Moore hat seinen schematisierten Körper horizontal auf einen Sockel gelegt. Die „Reclining Figure on Pedestal“ von 1960 ist grün patiniert (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD), genauso wie Barbara Hepworths „Garden Sculpture“ desselben Jahres. Bei ihr dreht sich ein rundes Band zur Mitte hin immer stärker ein (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD).

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



11.11.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 29

Seiten: 1  •  2  •  3  •  4

Events (2)Adressen (1)Berichte (1)Kunstwerke (25)

Veranstaltung vom:


13.11.2018, Impressionist & Modern Art Day Sale

Veranstaltung vom:


12.11.2018, Impressionist & Modern Art Evening Sale

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Fantastische Lichterscheinungen

Kunstwerk:

Paul Cézanne, Arbres et Maisons au bord de l’eau, um 1892/93
Paul Cézanne, Arbres et Maisons au bord de l’eau, um 1892/93

Kunstwerk:

Pierre-Auguste Renoir, La Mer à Bordighera, um 1888
Pierre-Auguste Renoir, La Mer à Bordighera, um 1888

Kunstwerk:

Claude
 Monet, La Falaise d’Amont, 1885
Claude Monet, La Falaise d’Amont, 1885

Kunstwerk:

Rembrandt Bugatti, Deux girafes, 1906
Rembrandt Bugatti, Deux girafes, 1906

Kunstwerk:

Gustave Caillebotte, Allée de la Villa des Fleurs à Trouville, 1883
Gustave Caillebotte, Allée de la Villa des Fleurs à Trouville, 1883







Alexej von Jawlensky, Blaue Kappe, um 1912

Alexej von Jawlensky, Blaue Kappe, um 1912

Taxe: 6.000.000 - 8.000.000 USD

Losnummer: 12

Wassily Kandinsky, Zum Thema Jüngstes Gericht, 1913

Wassily Kandinsky, Zum Thema Jüngstes Gericht, 1913

Taxe: 22.000.000 - 35.000.000 USD

Zuschlag: 20.000.000,- USD

Losnummer: 8

Camille Pissarro, Prairie avec vaches, brume, soleil couchant à Eragny, 1891

Camille Pissarro, Prairie avec vaches, brume, soleil couchant à Eragny, 1891

Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 3.100.000,- USD

Losnummer: 13

Edouard Manet, Portrait de Madame Jules Guillement, um 1880

Edouard Manet, Portrait de Madame Jules Guillement, um 1880

Taxe: 1.800.000 - 2.500.000 USD

Losnummer: 59

Egon Schiele, Dämmernden Stadt (Die Kleine Stadt II), 1913

Egon Schiele, Dämmernden Stadt (Die Kleine Stadt II), 1913

Taxe: 12.000.000 - 18.000.000 USD

Zuschlag: 21.500.000,- USD

Losnummer: 19

Rembrandt Bugatti, Deux girafes, 1906

Rembrandt Bugatti, Deux girafes, 1906

Taxe: 1.500.000 - 2.000.000 USD

Zuschlag: 1.500.000,- USD

Losnummer: 40

Wassily Kandinsky, Rapallo: Grauer Tag, 1905

Wassily Kandinsky, Rapallo: Grauer Tag, 1905

Taxe: 400.000 - 600.000 USD

Zuschlag: 380.000,- USD

Losnummer: 9

Paul Signac, La Passe de Marseille, 1910

Paul Signac, La Passe de Marseille, 1910

Taxe: 3.000.000 - 5.000.000 USD

Zuschlag: 5.600.000,- USD

Losnummer: 38

August Macke, Stillleben mit Strauß und drei Äpfeln, 1910

August Macke, Stillleben mit Strauß und drei Äpfeln, 1910

Taxe: 300.000 - 400.000 USD

Zuschlag: 120.000,- USD

Losnummer: 178

Claude Monet, La Falaise d’Amont, 1885

Claude Monet, La Falaise d’Amont, 1885

Taxe: 3.500.000 - 4.500.000 USD

Zuschlag: 3.000.000,- USD

Losnummer: 41

Gustave Caillebotte, Allée de la Villa des Fleurs à Trouville, 1883

Gustave Caillebotte, Allée de la Villa des Fleurs à Trouville, 1883

Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 4.200.000,- USD

Losnummer: 39

Ernst Ludwig Kirchner, Das Soldatenbad, 1915

Ernst Ludwig Kirchner, Das Soldatenbad, 1915

Taxe: 15.000.000 - 20.000.000 USD

Zuschlag: 19.200.000,- USD

Losnummer: 22

Emile Bernard, Nature morte au pichet et aux fruits sur une serviette deployée, 1890

Emile Bernard, Nature morte au pichet et aux fruits sur une serviette deployée, 1890

Taxe: 400.000 - 600.000 USD

Zuschlag: 325.000,- USD

Losnummer: 168




Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce