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Helene Funke in Chemnitz

Helene Funke, Blick auf Notre Dame von Port Henri IV in Paris (An der Seine), vor 1908

Seit Sonntag präsentieren die Kunstsammlungen Chemnitz die erste Einzelausstellung zu Helene Funke in Deutschland. Die Schau gibt einen Überblick über den künstlerischen Werdegang der gebürtigen Chemnitzerin. Viola Weigel, Kuratorin der Sammlung, stellte dafür etwa 60 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken zusammen, die den expressionistischen Malstil der Künstlerin veranschaulichen und an den unterschiedlichen Lebensstationen, beispielsweise in Paris oder Wien, entstanden sind. Funkes Werke bestechen durch leuchtende Farben und einen wilden Pinselstrich. Ihr Gemälde „Blick auf Notre Dame von Port Henri IV in Paris“ aus der Zeit vor 1908 steht beispielhaft dafür. Besonders ausdrucksstark sind ihre zahlreichen Frauenporträts, etwa die „Drei Frauen“ von 1915 oder „Die Früchte/Freundinnen“ von 1918/19. Sie wurden zu ihrem Markenzeichen und betonen die „selbstbewusste und konspirative Rolle innerhalb der weiblichen Gesellschaft“, so Weigel. Außerdem sind fotografische Selbstporträts der Künstlerin vom Beginn des 20. Jahrhunderts zu sehen. Sie stellen einen Teil ihrer künstlerischen Experimentierfreude dar.

Helene Funke, 1869 in Chemnitz geboren, avancierte zur einzigen modernen Künstlerin der Stadt um 1900, die international Beachtung erlangte. Sie stellte ihre Werke zusammen mit Pablo Picasso oder Henri Matisse in den Pariser Salons aus und feierte neben Egon Schiele und Gustav Klimt in Wien Erfolge. Ihre ersten Studienjahre führten sie nach München an die Damen-Akademie. 1904 trat sie in den Deutschen Künstlerbund ein und ging zwei Jahre später nach Paris. In den folgenden Jahren war sie mit ihren Arbeiten in Hamburg, Dresden, München, Wien, Paris oder Stockholm vertreten. Während der NS-Herrschaft zog sie sich aus dem öffentlichen Leben zurück und beantragte ein Jahr nach Kriegsende die österreichische Staatsbürgerschaft. 1948 fand die erste Einzelausstellung in der Galerie Welz in Wien statt. Funke verstarb 1957 verarmt und vergessen in der österreichischen Hauptstadt.

Die Ausstellung „Expressiv weiblich. Helene Funke“ läuft bis zum 13. Januar 2019. Die Kunstsammlungen Chemnitz haben täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs von 14 bis 21 Uhr. Das Museum bleibt an Heiligabend und Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 29 Euro erhältlich ist.

Kunstsammlungen Chemnitz
Theaterplatz 1
D-09111 Chemnitz

Telefon: +49 (0)371 – 488 44 24
Telefax: +49 (0)371 – 488 44 99


06.11.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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04.11.2018, Expressiv weiblich. Helene Funke

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Kunstsammlungen Chemnitz

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Helene Funke, Blick auf Notre Dame von Port Henri IV in
 Paris (An der Seine), vor 1908
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Helene Funke, Drei Frauen, 1915
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Helene Funke, Die Früchte (Freundinnen), 1918/19
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Helene Funke, In der Loge, 1915
Helene Funke, In der Loge, 1915

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Helene Funke, Fotografisches Selbstporträt, Wien
 1912
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Helene Funke, Stillleben mit roten Tomaten, um 1915
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Künstler:

Helene Funke








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