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Barocker Gläserkühler für das Bayerische Nationalmuseum

Johann Friedrich Breuer, Gläserkühler mit Laub- und Bandelwerkdekor, 1707/11

Das Bayerische Nationalmuseum hat einem silbernen Gläserkühler aus dem frühen 18. Jahrhundert erworben. Das vier Kilogramm schwere Kühlgefäß, das der Augsburger Silberschmied Johann Friedrich Breuer um 1707/11 gefertigt hat, wird zukünftig im Silbersaal des Museums zusammen mit einem fast vollständig erhaltenen Tafelservice des mittleren 18. Jahrhunderts zu sehen sein. Der runde Gläserkühler im Style Régence ruht mit seinem Laub- und Bandelwerkdekor auf drei Löwenfüßen. Neben weiblichen Maskenköpfen zieren große Löwenkopfgriffe mit Ringen in den Mäulern den Korpus. Wichtigstes Merkmal sind die fast kreisrunden Einschnitte am Rand, in die die Gläser kopfüber eingehängt wurden, um den Kelch im Eiswasser zu kühlen.

Gläser- und auch Flaschenkühler gehörten zum festen Bestandteil einer höfischen Festtafel des 18. Jahrhunderts. Die Getränke wurden dem Gast stets frisch gekühlt gereicht. Dazu standen Gläser und Kühler nicht auf der Tafel selbst, sondern auf separaten Silberbuffets. Der eingekerbte Rand der Kühlgefäße ist wohl nach dem schottischen Edelmann Monsieur Monteigh benannt, dessen unkonventioneller Mantel am Saum ähnliche Ausschnitte besaß. Dank der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und dem Vermächtnis von Harry Beyer konnte das Bayerische Nationalmuseum den Gläserkühler nun aus dem süddeutschen Kunsthandel ankaufen. Zuvor befand er sich im englischen Privatbesitz und gelangte dann in den dortigen Kunsthandel. Das Kühlgefäß schließt die Lücke des rekonstruierten Schaubuffets im Silbersaal, das einen Eindruck der Tafelkultur des 18. Jahrhunderts vermitteln soll.

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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Johann Friedrich Breuer, Gläserkühler mit
 Laub- und Bandelwerkdekor, 1707/11
Johann Friedrich Breuer, Gläserkühler mit Laub- und Bandelwerkdekor, 1707/11

Künstler:

Johann Friedrich Breuer








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