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Tania Pérez Córdova in Basel

Tania Pérez Córdova, 3 figures thinking; two standing, one seated, 2018

Die Kunsthalle Basel veranstaltet in den Wintermonaten die erste europäische institutionelle Einzelausstellung der konzeptuellen Skulpturen von Tania Pérez Córdova. Die 1979 in Mexico-Stadt geborene Künstlerin verdeutlicht in der Schau „Daylength of a room“, dass Dinge Zeit brauchen, etwa im Prozess der Wandlung von Lava in Glasstein, dem Backen von Brot oder dem Abbrennen einer Zigarette. Mit dem Begriff „Daylength“ schlägt sie vor, dass die Länge eines Tages nach unterschiedlichen Regeln gemessen werden kann, in Abhängigkeit davon, über was gesprochen wird. Laut Kuratorin Elena Filipovic schuf die Mexikanerin Werke, die unterschiedliche Konzepte von Zeitlichkeit verhandeln.

Für die Ausstellung sammelte Tania Pérez Córdova Alltagsgegenstände wie einen Kupfertopf, einen Glaskrug oder Silberbesteck, die sie entweder selbst besaß oder fand. Alle Gegenstände wurden dem Prozess des „Kopie-Eines-Objektes-Aus-Sich-Selbst-Gemachten“ unterzogen: Pérez Córdova nimmt einem Gegenstand eine Gussform ab, schmilzt das Positiv ein und nutzt das nun flüssige Material, um eine Kopie mit Hilfe der zuvor erstellten Gussform zu schaffen. Die unbeholfenen Ergebnisse wirken oft grob, pockennarbig sowie unfertig, selbst wenn ihre ursprüngliche Form leicht wiederzuerkennen ist. Die drei Köpfe des Arbeit „3 figures thinking; two standing“ mit rauer Oberfläche und kaum auszumachenden Gesichtszügen erlauben weder eine geschlechtliche Zuordnung, noch sind Augen, Nase oder Mund klar erkennbar. Das Trio ist an einer Wand angebracht. Die vertikal in zwei Hälften geteilten Köpfe trennt ein hart wie Stein gebackenes Brot in einer übergroßen hochrechteckigen Form.

Die Künstlerin, die zunächst in Mexico-Stadt an der Escuela Nacional de Pintura, Escultura y Grabado und danach am Goldsmiths College in London Bildhauerei studierte, genießt diesen Herstellungsprozess, der Teile verschwinden lässt. „Würde ich diesen Vorgang theoretisch auf unbestimmte Zeit fortsetzen“, so Tania Pérez Córdova, „würden die Dinge irgendwann ganz verschwinden.“ Die Exponate der Schau verdeutlichen auf materieller wie auf metaphorischer Ebene Verlust und Neubildung, Authentizität und Imitation. Das Werk „Sincere / Non-sincere“ präsentiert auf einem schwarz schimmernden Obsidian, einem geschmolzenen vulkanischen Schlamm, der gekühlt zu Glas wird, eine billige und falsche Goldkette. Pérez Córdova, deren Arbeiten bisher im Museum of Contemporary Art in Chicago sowie in internationalen Galerien zu sehen waren, lässt hier den luxuriös wirkenden Naturstein in Kontrast treten zu einer minderwertigen Kette, die nur vorgibt, aus teurem Gold zu sein.

Die Ausstellung „Tania Pérez Córdova. Daylength of a room“ läuft bis zum 6. Januar 2019. Die Kunsthalle Basel hat dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20:30 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag schließt sie bereits um 17 Uhr. Das Haus bleibt an Heiligabend, dem 1. Weihnachtsfeiertag, zu Silvester und Neujahr geschlossen. Am 2. Weihnachtsfeiertag ist das Haus von 11 bis 17 Uhr zugänglich. Der Eintritt beträgt regulär 12 Schweizer Franken, ermäßigt 8 Schweizer Franken.

Kunsthalle Basel
Steinenberg 7
CH-4051 Basel

Telefon: +41 (0)61 – 206 99 00
Telefax: +41 (0)61 – 206 99 19

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


26.10.2018, Tania Pérez Córdova - Daylength of a room

Bei:


Kunsthalle Basel

Variabilder:

Tania Pérez Córdova, 3 figures
 thinking; two standing, one seated, 2018
Tania Pérez Córdova, 3 figures thinking; two standing, one seated, 2018

Variabilder:

in der Ausstellung „Tania Pérez Córdova.
 Daylength of a room“
in der Ausstellung „Tania Pérez Córdova. Daylength of a room“

Variabilder:

Tania Pérez Córdova, Sincere / Non-sincere, 2018
Tania Pérez Córdova, Sincere / Non-sincere, 2018

Künstler:

Tania Pérez Córdova








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