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Marler Videokunst-Preis für Schattanik und Szczesny

Hedda Schattanik und Roman Szczesny, Apartment Monologue

Hedda Schattanik und Roman Szczesny haben in diesem Jahr den Marler Videokunst-Preis des Skulpturenmuseums Glaskasten erhalten. Mit „Apartment Monologue“ konnten sie sich gegen ihre dreizehn internationalen Kollegen durchsetzen. Die Künstler sollten sich in ihren Arbeiten diesmal auf das Thema „Raum“ beziehen. Laut Jury gelinge es dem Künstlerduo Schattanik und Szczesny in ihrer Videoarbeit „Apartment Monologue“, erzählerisch virtuos und technisch herausragend, Momente einer privaten Beziehung mit aktuellen Aspekten des digitalen Zeitalters zu verknüpfen.

In der Jurybegründung heißt es weiter: „Ausgehend von den Bildern eines verlassenen, abgedunkelten Apartments entwickeln die beiden Künstler eine filmische Inszenierung mit einer äußerst eigenständigen und aussagekräftigen Bildsprache. Bildliche und textliche Erzählebenen werden miteinander verwoben, durch die gelungene Komposition von Schnitt und Audiosequenzen wird auf einzigartige Weise eine sehr dichte narrative Atmosphäre erzeugt, die das zugrundeliegende Ereignis auf mehrschichtigen Ebenen erfahrbar macht. Szenen mit surrealen Elementen lassen die Grenzen zwischen materieller Realität und emotionaler Wahrnehmung verschwimmen. Die Überlagerung der Bildsequenz durch elektronisch verzerrte Stimmen — ein weiblicher und ein männlicher Charakter werden durch die Stimme einer künstlichen Intelligenz ergänzt — verschieben die Darstellung gekonnt über die Ebene eines privaten Konfliktes hinaus zu einer Überprüfung, wie sehr eine herkömmliche Vorstellung von Privatheit noch Geltung besitzt und welchen Einfluss die digitale Informationsverarbeitung bereits auf unser Leben ausübt.“

Hedda Schattanik, 1992 geboren, und Roman Szczesny, Jahrgang 1987, studieren beide an der Kunstakademie Düsseldorf bei Andreas Gursky, Marcel Odenbach, Elizabeth Peyton und Dominique Gonzalez-Foerster. Ihre Arbeiten waren bisher im Museo Internacional de Arte Contemporaneo auf Lanzarote, in der Kunsthalle Düsseldorf, auf den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen oder in der Coma Gallery in Sydney zu sehen. Außerdem waren Schattanik und Szczesny Stipendiaten des Cusanuswerks oder der Filmwerkstatt Düsseldorf. Dieses Jahr erhielten sie zudem das Atelierstipendium LKART der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf.

Die Ausstellung zu den Marler Medienkunst-Preisen präsentiert insgesamt 14 Videoarbeiten. Mit dabei sind die in Hamburg lebende Britin Karimah Ashadu, Daniel Burkhardt aus Köln, die in London arbeitende Sophie Clements, Mischa Kuball aus Düsseldorf oder der in Berlin residierende Kanadier Kenji Ouellet. Zudem sind im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl Rahel Pötsch aus Frankfurt am Main, das deutsche Künstlerduo Benjamin Ramírez Pérez und Stefan Ramírez Pérez, Meike Redeker aus Northeim, Ani Schulze aus Köln, Knut Sennekamp aus Ganderkesee, Kathrin Stumreich aus Wien, Gudrun Teich aus Düsseldorf sowie das Duo Matthias Wermke und Mischa Leinkauf aus Berlin zu sehen. Die sieben Teilnehmer des European Soundart Award sind die Künstlergemeinschaft Christian Faubel und Wolfgang Spahn aus Köln und Berlin, der Norweger Bjørn Erik Haugen aus Oslo, das amerikanisch-australische Duo Tyler Lewis und Mara Marxt Lewis aus Glasgow, Anne Pfeifer aus München, Evelina Rajca aus Den Haag, Joanna Schulte aus Hannover sowie wiederum Kathrin Stumreich.

Der Marler Videokunst-Preis wird heuer zum 18. Mal verliehen. Der Wettbewerb wird seit 1984 im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl ausgetragen. 2002 kam der Deutsche Klangkunst-Preis dazu, der sich zum European Soundart Award fortentwickelte. Das Videokunst-Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro dient zum Erwerb des prämierten Videos für die ständige Sammlung.

Die Ausstellung „Marler Medienkunst-Preise 2018“ läuft bis zum 3. Februar 2019. Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende zusätzlich bis 18 Uhr geöffnet. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog.

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
Creiler Platz
D-45765 Marl
Telefon: +49 (0)2365 – 99 22 57
Telefax: +49 (0)2365 – 99 26 03

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


14.10.2018, Marler Medienkunst-Preise 2018

Bei:


Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Variabilder:

Hedda Schattanik und Roman Szczesny, Apartment Monologue
Hedda Schattanik und Roman Szczesny, Apartment Monologue

Künstler:

Hedda Schattanik

Künstler:

Roman Szczesny








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