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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Mit einer Auswahl von Kunst der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert startet das Wiener Kinsky in die Herbstsaison. Die den Antiquitäten geht es sogar bis in die Antike zurück

Anzügliche Gegensätze



Lucas Cranach d.Ä. und Werkstatt, Das ungleiche Paar, 1530er Jahre

Lucas Cranach d.Ä. und Werkstatt, Das ungleiche Paar, 1530er Jahre

Als „hässlich, schrumpelig, armselig, kahl und zahnlos“ beschrieb Erasmus von Rotterdam in seiner berühmten Satire „Lob der Torheit“ von 1509 einige alte Männer. Das von ihm aufgegriffene Zitat des antiken Dichters Aristophanes charakterisiert diese weiter mit „so viel Freude am Leben, dass sie ihre grauen Haare färbten und mitgiftlosen jungen Frauen Heiratsanträge machten“. Lucas Cranach d.Ä. und seine Werkstatt griffen diese Zügellosigkeit der sich ihrer Vergänglichkeit bewussten Männer in den 1530er Jahren in dem Tafelbildchen „Das ungleiche Paar“ auf. Lüstern blickt der Herr drein und schaut auf seine Errungenschaft hinab, die neben ihm steht und den rechten Arm über seine Schulter hält. An die linke Hand steckt er ihr einen Ring. Im Geiste der Moralisierung der Menschen und um ihnen einen Spiegel vorzuhalten, wurden die Laster der Lust und Gier abgebildet, die dem Sujet im 16. Jahrhundert einen beträchtlichen Erfolg vor allem in der Druckgrafik bescherten. Auch in der Cranach-Werkstatt avancierte das Thema des ungleichen Paares zu einem gerne wiederholten Motiv.


Das Wiener Auktionshaus Im Kinsky offeriert das kleinformatige Ölgemälde nun für 200.000 bis 400.000 Euro bei seinen Alten Meistern, wo es am 23. Oktober mit 156 weiteren Losen zum Aufruf kommt. Am Abend folgen die Gemälde des 19. Jahrhunderts, die nicht nur mit ihrer Qualität, sondern auch mit ihrer thematischen Vielfalt überzeugen dürften. Den nächsten Tag füllt der Wiener Versteigerer mit mannigfaltigen Antiquitäten. Neben Cranach stellt Ferdinand Georg Waldmüller im Bereich des 19. Jahrhunderts ein Schmuckstück der Auktion. „Die milde Gabe“ von 1850 glänzt mit ihrer friedvoll tugendhaften Aussage und insbesondere in ihrem virtuosen Aufgreifen von Emotionen. Neugierig, aber zugleich vorsichtig distanziert reicht ein Mädchen dem alten Mann mit eingefallenen und ausdruckslosen Zügen eine Suppenschale, während ihre Mutter sie dabei freundlich zusprechend ermutigt. Ihr Bruder sitzt unbeteiligt nebenbei und begeistert sich an einem Gegenstand in seiner Hand. Der Hund unten links betont als Symbol der Treue und Großherzigkeit die Güte des Geschehens (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR).

Facettenreiche Menschenbilder

Im Gegensatz zu Cranachs ungleichem Pärchen stehen Jakob Seiseneggers „Bildnis des Erzherzogs Maximilian“ und „Bildnis der Erzherzogin Elisabeth“ von 1537. Die Kinder des späteren Kaiser Ferdinands I. sind trotz ihrer jungen Jahre schon herrschaftlich gewandet und posieren manierlich für die als Gegenstücke angelegten Tafeln mit aufgemalten Spruchband über den Porträts. Obwohl es schade wäre, die beiden Kinder zu trennen, sind sie jeweils für 50.000 bis 100.000 Euro zu haben. Ähnlich streng in Szene gesetzt ist der Bergamasker Protonotar und Abt Tomaso Bresani in seiner schwarzen Standeskleidung, den 1571 ein Künstler des Umkreises von Giovanni Battista Moroni in gedeckter Farbe auf einem Stuhl festhielt (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR). Ein Nachfolger von François Clouet verewigte im 16. oder 17. Jahrhundert Maria Stuart in festlich weißem perlenbesetztem Kleid. Die prominente Königin von Schottland, deren tragisches Leben Künstler, Literaten und Musiker inspirierte, ist zart wiedergegeben und lässt auf 70.000 bis 140.000 Euro hoffen.

Lockerer geht es bei Jacob Ducks „Elegantem Paar bei der Wahrsagerin“ um 1640 zu. In pompös edlem Aufzug sitzt die etwas puppenhafte Dame auf einem Stuhl, während ihr Mann sich ihr zuwendet. Der kontrastreich einfach ausgestatteten alten Wahrsagerin hält sie abwehrend die Hand entgegen, eine Geste, die sich in ihrer wie nach einer schlechten Nachricht schockiert wirkenden Mimik widerspiegelt (Taxe 40.000 bis 80.000 EUR). Solche ironischen Momente sind in der „Lesestunde“ von Gabriel François Doyen, der in den 1770er Jahren unter anderem Professor an der Académie royale de peinture et de sculpture war und dann nach St. Petersburg ging, vergeblich zu suchen. Lieblich, mit wertvollen Kleidern und Rouge auf den Wangen hat sich die Dame herausgeputzt und sitzt versunken über einem Buch, während ein Hündchen auf ihrem Schoß wacht (Taxe 35.000 bis 70.000 EUR).

Kritischer und nicht derart geschönt nahm Maerten van Cleve I. schon in den 1570er Jahren die Menschen in den Blick. Rastende und sich bei Spiel und Alkohol vergnügende Soldaten, mit denen normalerweise Gehorsamkeit, Ordnung und Drill verbunden werden, vergnügen sich in einer Wachstube. In den Rüstungen stecken allerdings Affen anstelle der Menschen, die deren Laster symbolisch hervorheben. Wegen der singulären Stellung des Themas im Œuvre Cleves gehen die Experten von 50.000 bis 100.000 Euro aus. Bodenständig und ausgelassen sind die Menschen in Abraham Teniers’ „Kirmesfest mit fröhlich tanzenden Dorfleuten“ um 1646, die sich in einem Hof versammelt haben. Die lockere Atmosphäre unterstützen die leuchtenden Farben, die durch das als Malgrund verwendete Kupfer hervortreten (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR). Gut unterhalten, stolz und interessiert schauen die Erwachsenen bei Johann Eleazar Zeissigs „Erster Musikstunde“ eines Mädchens zu. Im düsteren Raum sticht kontrastreich die eng gedrängte gutbürgerliche Figurengruppe hervor (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR).

Natur und Religion

Die Natur setzte Jan Breughel d.J. 1625/27 in Szene. Aus dem „Blumenstrauß in chinesischer Vase“ heben sich besonders prächtige Tulpen und Pfingstrosen ab. Doch nicht nur das Bouquet selbst füllt den Raum, sondern auch Muscheln und Blüten, die neben dem feinen Porzellan auf dem Tisch liegen (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR). Zum Kochen bestimmt sind die Dinge in Adriaen van Utrechts gut gefülltem „Küchenstillleben mit erlegtem Wild, Gemüse und Früchten“ von 1646, die in einem Querformat ästhetisch ansprechend präsentiert sind (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR). Wie das Geflügel auf einen solchen Tisch kommt, malte Adriaen van Stalbemt in seiner „Waldigen Landschaft mit Entenjägern“ um 1620/30. In der üppigen friedvollen Natur scheinen die todbringenden Menschen mit ihren Gewehren beinahe zu verschwinden (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Die Resultate des Waidwerks komponierte Jan Weenix im „Stillleben mit Pfau“, Gewehr und weiterer Beute in ein Hochformat, dessen Hintergrund den Blick auf eine Parklandschaft freigibt. Bei dem Gemälde aus den 1670er Jahren haben sich die Erben des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker und der jetzige Wiener Einlieferer geeinigt, so dass es trotz Nazi-Beutekunst rechtlich unbedenklich für 25.000 bis 50.000 Euro zur Auktion kommt. Vegetarisch bleibt Johann Amandus Winck 1796 in den Pendants „Früchtestillleben mit Blumen und Insekten“. Letztere betonen die Vergänglichkeit der zunächst frisch erscheinenden Nahrungsmittel (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR).

Das Bewusstsein für die Endlichkeit allen Seins beweist ebenfalls Marten de Vos mit der apokalyptischen figurenreichen Simultanszene „Das Sonnenweib und der siebenköpfige Drache“ der 1570er Jahre, die in eine Waldlichtung vor einer Stadt platziert ist (Taxe 15.000 bis 30.000 EUR). Ungefähr hundert Jahre älter ist eine anonyme Kreuzabnahme mit Stadtansicht wohl von Lindau, die daher am Bodensee oder im Allgäu verortet wird (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). Jusepe de Ribera und seine Werkstatt lassen in der „Beweinung Christi“ von 1643 den Körper des Messias aufleuchten und verdunkeln zur Verstärkung des Kontrastes den Hintergrund. Damit stehen die neapolitanischen Künstler in der Nachfolge Caravaggios, der für seine Hell-Dunkel-Effekte legendär wurde und in dieser Stadt seine letzten Werke schuf (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). Weniger gesteigert aber trotzdem in den Gesten der Figuren theatralisch, visualisierte Johann Carl Loth gegen Ende der 1680er Jahre „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“ zur gleichen Bewertung.

Idylle pur

Eine Idealisierung der Natur und des ländlichen Lebens lässt sich auch in der Kunst des 19. Jahrhunderts beobachten. Franz Xaver Petter platzierte sein „Blumenstillleben mit Früchten und Schmetterlingen“ 1812 in eine architektonische Nische, die mit ihren Grautönen einen spannungsreichen Farbkontrast zu den Blüten aufbaut (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). Noch leuchtender ist das Kolorit von Joseph Niggs auf Porzellan gemaltem „Blumenstillleben mit Trauben“ von 1825 vor einer antikisierenden Umgebung, die den Anspruch des Übertreffens von natürlicher Farbe, Licht und Raum noch deutlicher macht (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR). Aus dem Umkreis Johan Christian Dahls stammt die romantisch aufgefasste „Landschaft bei Tivoli mit Wasserfall“ mit nach hinten ausblauenden Bergen, deren Detailfülle und unberührte Rohheit überzeugen. Ungezähmt sind genauso die Tiere in dem Gemälde „Füchse jagen Wildenten“ von Friedrich Gauermann, der jene 1849 in fast spielerisch dynamischer Weise bei ihrem aufgehetzten Treiben in der Abendsonne verewigte (Taxe je 35.000 bis 70.000 EUR). Ungestört steht dagegen sein „Rehbock mit Geiß und Kitz“ vor einem atmosphärischen Nebelmeer (Taxe 15.000 bis 30.000 EUR).

Unbeschwert pausiert der Landarbeiter bei August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen, seinen Tieren zugewandt, vor dem „Ungarischen Getreidewagen“ von 1857. Den Schobern und dem beigebraunen Boden in der unteren Bildhälfte setzt Pettenkofen oben grüne Laubbäume und einen blauen Himmel entgegen. Franz von Defregger widmete sich 1906 den „Spielenden Kindern“ vor einer einfachen Stallwand mit Tor. Einem Jungen und seiner Freundin, die aus Klötzen einen Torbogen bauen, schauen zwei weitere Mädchen interessiert zu. Menschenleer und beinahe verwildert steht der „Bauernhof in Grafenwörth“ von Olga Wisinger-Florian aus dem Jahr 1909 da. Lediglich weiße Gänse, die teils in einem Tümpel vor dem Gehöft schwimmen, beleben in einigen Gruppen das Bild. Idyllisch und doch nicht ganz von der Zivilisation unberührt führt ihre „Ulmenallee auf dem Weg entlang der Küste von Varna nach Euxinograd am Schwarzen Meer“. Die Ölmalerei vom bulgarischen Schwarzen Meer um 1907 weist einen belebteren impressionistischen Farbauftrag auf und bleibt dabei genauso wie der Bauernhof dem Licht- und Schattenspiel verhaftet (Taxe je 25.000 bis 50.000 EUR).

Noch recht artifiziell setzte Cornel M. Spanyik den Menschen 1897 in Einklang mit der Natur. Seine „Zwei Schönheiten“ im Hochformat halten Lilien in der Hand, die in der Tapete wieder auftauchen, vor der sie stehen. In diesem Hintergrund entwickeln sich die Pflanzen von einem ornamenthaften Geschlinge ihrer Stängel mit Tiefenwirkung bis zur stilisierten Form, die die Blüten unter anderem als Herrschaftssymbol der französischen Könige einnahmen. Im Dezember 2009 hat das Kinsky das Gemälde schon einmal netto für 85.000 Euro verkauft, jetzt aber nur 15.000 bis 30.000 Euro – wie schon damals – auf das Preisschild geschrieben. Ein Wiedergänger ist zudem Friedrich Königs symbolistisches Werk „Drei Nymphen mit Rehbock“, die im dichten Wald auf einem Stein sitzen und zusammen mit dem Tier intensiv in Richtung des Betrachters schauen. Hier orientiert sich die Schätzung von 20.000 bis 40.000 Euro aber an dem 2010 erzielten Preis von 25.000 Euro. Von Kunst und Kultur eingehüllt ist der „Hochzeitszug in der Stiftskirche von Garsten“, den Johann Hamza mit aufwändigen Rokoko-Kostümen und detailverliebt übernommenen Kunsthandwerk, Malereien und Architekturdetails des Gotteshauses als historistische Übertreibung gestaltete (Taxe 15.000 bis 30.000 EUR).

Qualitätvolle Antiquitätenvielfalt

Die im Kinsky offerierten Antiquitäten bestechen mit ihrer zeitlichen, thematischen und materialtechnischen Bandbreite. Unter den ältesten Losen befinden sich drei antike Weinkrüge des Baltimore-Malers aus Canosa in Apulien der Zeit um 315/310 v. Chr. Die rotfigurigen Oinochoi stammen aus dem selben Fund und erzählen Geschichten von Heirat, Heldentum sowie Abschied (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). Aus dem Bereich der neuzeitlichen Gefäße hat sich eine bernsteinfarbene alpenländische Rippenflasche aus dem Ende des 17. Jahrhunderts erhalten, deren Wandung ein schräg liegendes Parallelrippendekor ziert und die nun 10.000 bis 20.000 Euro einbringen soll. Fein schnitt Johann Franz Trümper um 1730 vier Allegorien der Schifffahrt, des Weinbaus, der Jagd und des Windes in einen großen Glaspokal für 15.000 bis 30.000 Euro. Dazu gesellt sich ein Pokal mit Bacchus und Diana samt Putten in einer baumbestandenen Landschaft auf der Potsdamer Werkstatt von Gottfried Spiller um 1720 (Taxe 7.000 bis 14.000 EUR). Die acht Becher mit dem Wappen der Familie Sternbach zum Stock und Luttach schuf 1789 Johann Joseph Mildner, der Meister des böhmischen Zwischengolddekors. Diese geschichtsträchtige Rarität beziffert das Kinsky mit 35.000 bis 70.000 Euro. Einen Ranftbecher verzierte Anton Kothgasser um 1820 mit einer Ansicht des Mailänder Doms (Taxe 5.000 bis 10.000 EUR).

Wien ist für sein edles Kunsthandwerk bis in die Moderne bekannt, dessen Qualität sich schon an einer aus vergoldetem Silber gearbeiteten Lavabogarnitur mit Helmkanne und Schale in Bandelwerk von Georg Caspar Meickl aus dem Jahr 1718 ablesen lässt (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). In das frühe 20. Jahrhunderts datiert ein silbernes 212teiliges Tafelbesteck für zwölf Personen aus der Firma Josef Carl Klinkosch in einer ebonisierten Eichenholzkassette (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR). Paris steht diesem Status Wiens allerdings nicht nach. Gerade im Bereich der alten Möbel begeistern Werke aus der französischen Metropole bis heute. Roger Vandercruse fertigte dort um 1780 eine signierte Kommode im Stil Louis XVI. mit einem Eichenholzkorpus, einer Marketerie aus verschiedenen Palisanderhölzern und vergoldeten Bronzebeschlägen, deren Ablagefläche aus einer stark geäderten schwarz-weißen Marmorplatte besteht (Taxe 12.000 bis 24.000 EUR). Skurril gegen diese kunstvollen und eher zum täglichen Gebrauch bestimmten Arbeiten mutet der niederländische Miniatursarg mit Schnitzereien des 16. Jahrhunderts an, der in geöffnetem Zustand im Sinne des Memento Mori den thronenden Christus und die von Engeln verehrte Maria sowie das Jüngste Gericht und vor allem eine Leiche in drei Verwesungszuständen zur Schau stellt (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR).

Eine anmutige gotische Madonna mit Kind der Zeit um 1460 stammt aus dem Umkreis des Niclas Gerhaert van Leydens. Thronend hält sie den Gottessohn auf dem Schoß, der trotzdem nicht ganz irdisch auf ihr zu lasten, sondern beinahe zu schweben scheint (Taxe 12.000 bis 24.000 EUR). Eine ungewöhnlcihe Darstellung ist eine Anna Selbdritt, flankiert von vier Propheten. Das Lindenholzrelief wurde wohl in der Werkstatt des Kärtner Meisters Leonhard Pampstell um 1510/20 geschnitzt (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Martin Zürns Maria Immaculata aus den Jahren um 1630 mit Resten einer alten Fassung steht auf der Weltkugel und tritt vernichtend die Schlange als Symbol des Bösen (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR). Skulpturen benötigen genaue Vorarbeiten, die in Form von veränderlichen Materialien wie Ton ausgeführt wurden. Der Wiener Georg Raphael Donner bereitete um 1710/20 mit einem solchen Bozetto ein Weihwasserbecken, das zwei Engelchen tragen, samt der Trinität aus Gottvater, Christus und der Heiligengeisttaube vor (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR).

Am 23. Oktober versteigert das Kinsky die Alten Meister ab 15 Uhr sowie die Gemälde des 19. Jahrhunderts ab 17 Uhr. Am nächsten Tag folgen die Antiquitäten um 15 Uhr. Eine Vorbesichtigung aller Lose ist bis zum Aufruftermin wochentags von 10 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr möglich. Die Bestände sind online unter www.imkinsky.com abrufbar.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



22.10.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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