Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.10.2018 Auktion 49

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Nachbericht

Die Viennacontemporary und die Art Berlin sind sich diesmal zeitlich in die Quere gekommen. Doch die Terminkollision ließ sich für die Aussteller mit Gemeinschaftsständen lösen

Ein weißer Fleck auf der Kunstlandkarte



auf der Viennacontemporary 2018

auf der Viennacontemporary 2018

Erwachsen geworden ist die Wiener Kunstmesse, und ihre Direktorin Christina Steinbrecher-Pfandt kann sie guten Gewissens in andere Hände übergeben. Aus der einstmals etwas müden Regionalmesse Viennafair ist unter ihrer Leitung und dem etwas sperrigen Namen Viennacontemporary inzwischen eine konzentrierte Leistungsschau der österreichischen Kunstszene mit dem international einmaligen Fokus auf Ost- und Südosteuropa geworden. Mit knapp 120 Galerien aus 27 Ländern und gut 30.000 Besuchern hat sie sich auch diesmal in der Marx Halle im dritten Wiener Stadtbezirk erfolgreich als Boutique-Messe positioniert. Steinbrecher-Pfandt, die seit 2012 die Aufbauarbeit geleistet hat und nun zu ihrem Mann und ihren beiden Kinder nach San Francisco ziehen will, hinterlässt ihrer Nachfolge somit ein gut bestelltes Feld. Als Beraterin steht sie der Viennacontemporary weiterhin zur Verfügung und will im nächsten Jahr mit Kunstsammlern aus Kalifornien nach Wien kommen.


Einige größere internationale Galerien würden der Messe gut tun, war von einigen Teilnehmern zu hören, weil diese wiederum ihre potenteren Kunden mitbrächten. Verkauft wurde immerhin bis in den niedrigen sechsstelligen Bereich. Thaddaeus Ropac aus Salzburg/Paris/London gab Gemälde von Arnulf Rainer bis Daniel Richter zu Preisen um 200.000 Euro ab, die Zilberman Gallery aus Berlin und Istanbul eine Arbeit von Simon Wachsmuth für 60.000 Euro an das Museum of Contemporary Art in Krakau. Die Sammlung der Deutschen Telekom, gleichzeitig Aussteller, schlug gleich mehrfach zu und sicherte sich die zentrale Installation von Luchezar Boyadjiev am Stand von Sariev Contemporary aus dem bulgarischen Plowdiw, humorvolle druckgrafische Arbeiten von Paulis Liepa bei Maksla XO aus Riga und Werke von Sasha Auerbakh bei :Baril aus Cluj in Rumänien.

Lokalmatador Ernst Hilger konnte unter anderem Kleinformate des Street Art-Künstlers Shepard Fairey von 17.000 bis 29.000 Euro vermitteln. Er sieht Kunstmessen – auch am eigenen Standort – als Vertriebsplattform, die mittlerweile unverzichtbar ist: „Viele Sammler kommen nur noch selten in die Galerie. Sie mögen einfach die Vergleichsmöglichkeit, die eine Messe bietet.“ Diese Erfahrung hat Andrei Jecza aus Temeswar ebenfalls gemacht. Im Gegensatz zu einigen Kollegen, die im schwachen letzten Jahr ebenfalls kaum Umsatz einfuhren, bleibt er der Viennacontemporary treu. Er hat hier vor acht Jahren überhaupt zum ersten Mal an einer Kunstmesse teilgenommen. Heuer veräußerte er Arbeiten von Roman Cotosman nach Wien, Deutschland, Ungarn und in die USA – Monotypien aus den 1960er Jahren zu 3.000 Euro und großformatige Zeichnungen von 1974 zu 5.000 Euro. Das Publikum an der Donau ist dann doch recht international.

Umgekehrt sind die einheimischen Sammler wohl nicht so mobil. „Die Wiener reisen nicht so viel und freuen sich darüber, wenn man jedes Jahr hier ist und ihnen etwas Neues zeigt“, erklärt Timothy Persons von der Berliner Galerie Taik Persons. Seit zehn Jahren kommt er jetzt nach Wien und sitzt seit vier Jahren im Zulassungsausschuss. Kaum etwas überlässt er dem Zufall, von der Auswahl der Werke bis zur wie zufällig im Kabinett stehengelassen Leiter. Die Preisspanne seiner zumeist skandinavischen Fotoarbeiten reichte von 2.000 Euro bis rund 20.000 Euro. Seine besten Verkäufer seien seine Kunden. Anders als etwa in Berlin, kämen in Wien Sammler oft mit Freunden wieder, die dann ebenfalls Kunst kauften. Und bis in den mittleren vierstelligen Bereich würde auch kaum über den Preis verhandelt.

Philipp von Rosen aus Köln setzt hier regelmäßig auf Einzelpräsentationen im kleineren Rahmen, was sich für ihn bewährt hat. Bei 3.000 Euro begannen die Preise für kleine Leinwände von Christof Mascher. Berlin habe er dieses Jahr auslassen müssen. Beides könne er nicht leisten und in Wien wolle er Beständigkeit zeigen. Jochen Hempel aus Berlin und Leipzig übte sich im Spagat und hatte Stände an beiden Orten. „Wir wollten in Wien die Kontinuität wahren und können auf Berlin nicht verzichten.“ Für eine kleinere Galerie ohne großen Apparat stellen solche Terminkollisionen eine Herausforderung dar. Einige Wiener Kollegen hatten sich aus diesem Grund für die Art Berlin zusammengetan und bespielten dort einen großen Gemeinschaftsstand. Was die Wiener in Berlin aus der Not geboren haben, gehört in Wien selbst zum Programm. Das jeweilige Gastland präsentierte sich geschlossen in einer kuratierten Schau. Heuer war das Armenien, bisher ein weißer Fleck auf der Kunstlandkarte, den neugierige Sammler hier erkunden konnten.

www.viennacontemporary.at



09.10.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 19

Seiten: 1  •  2  •  3

Variabilder (19)

Variabilder:

Christina Steinbrecher-Pfandt verlässt die Viennacontemporary
Christina Steinbrecher-Pfandt verlässt die Viennacontemporary







auf der Viennacontemporary 2018

auf der Viennacontemporary 2018

Roman Cotosman, Untitled, 1963

Roman Cotosman, Untitled, 1963

auf der Viennacontemporary 2018

auf der Viennacontemporary 2018

Schwerpunktland: Focus Armenia

Schwerpunktland: Focus Armenia

auf der Viennacontemporary 2018

auf der Viennacontemporary 2018

Luchezar Boyadjiev, Crucifixion for the Fisherman, 1991/92

Luchezar Boyadjiev, Crucifixion for the Fisherman, 1991/92

Sasha Auerbakh, Tag und Nacht, 2018

Sasha Auerbakh, Tag und Nacht, 2018

Roman Cotosman, Untitled, 1965/67

Roman Cotosman, Untitled, 1965/67

am Stand der Galerie Thaddaeus Ropac

am Stand der Galerie Thaddaeus Ropac

Sasha Auerbakh, Die Ausstellung, 2014

Sasha Auerbakh, Die Ausstellung, 2014

auf der Viennacontemporary 2018

auf der Viennacontemporary 2018

Christina Steinbrecher-Pfandt verlässt die Viennacontemporary

Christina Steinbrecher-Pfandt verlässt die Viennacontemporary




Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce