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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Der Heilbronner Versteigerer Fischer trumpft zur Herbstsaison mit zwei Privatsammlungen auf, die das qualitätvolle Hauptangebot an Glaswaren aus fünf Jahrhunderten ergänzen

Schöner Schein



Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová, Queen, 1987/89

Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová, Queen, 1987/89

Licht spielt beim Werkstoff Glas eine besondere Rolle. In ihm finden die internationalen Künstler des Studioglases neben Form und Farbe ein weiteres Ausdrucksmittel, das sie gekonnt für ihre jeweiligen Zwecke einsetzen. Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová formten ihre „Queen“ 1987/89 als gerundeten Korpus mit einer Einbuchtung auf einer glatt abgeschnittenen Grundfläche. Während oben, wo das Glas wie abgebrochen anmutet, das Licht hell hindurchströmt, geht es an den voluminöseren Stellen in dunkle Rottöne über. Die dicksten Kanten verschlucken die Helligkeit fast in einem tiefen Schwarz. Mit marktgängigen 24.000 bis 28.000 Euro gehört die „Queen“ des tschechischen Künstlerpaars zu den Highlights einer Schweizer Privatsammlung, mit der das Heilbronner Auktionshaus Fischer seinen Herbstauftakt schmückt.


37 ausgesuchte Einzelstücke vor allem aus amerikanischer, britischer und tschechischer Produktion steuern die Schweizer zur Versteigerung am 13. Oktober bei. Intensiv sonnengelb strahlt ein Schalenobjekt von Frantisek Vízner aus dem Jahr 1983. Die Säuremattierung lässt das Licht, das in der Kuhle des runden Gefäßes kegelförmig aufsteigt, sanft hindurch schimmern (Taxe 13.000 bis 16.000 EUR). Blau-, Türkis- und Lilatöne, die an die Farben des Meeres erinnern, lassen den eigentlich aus farblosen Glas geschaffenen wellenartigen „Double Link“ von Harvey K. Littleton aufleuchten (Taxe 13.000 bis 16.000 EUR). Weniger Abstrakt knüpfte Dale Chihuly im Jahr 1982 an diese Assoziation an: Seine mehrteilige Glasskulptur „English Red Light Persian Set with Red Lip Wraps“ mutet in ihrer Formgebung an Muscheln an (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR).

Mehr auf Funktionalität setzt die Amerikanerin Karla Trinkley bei ihrer „Rosa Jade Bowl“ aus der Mitte der 1980er Jahre. Über die Masse der dicken rosafarbenen Schale hat sie ein jadegrünes, grob gearbeitetes Netzgeflecht gelegt (Taxe 10.000 bis 13.000 EUR). Nutzbar ist zudem Mark Peisers dunkelblaue Vase „Thinking of another Time“ von 1976, die mit einem Mond und Schilfkolben an eine nächtliche Seelandschaft erinnert (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Dan Daileys Vase „Flower Woman“ von 1991 wirkt mit ihrem bunten Emailpunktdekor auf hellgrünem sandgestrahlten Glas und ihrer schlangenförmigen orangefarbenen Auflage graziler (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Noch jünger ist die aufwändige Plastik „Oscillating Echo Cipher“ von Michael Glancy aus dem Jahr 2002. Ein rundes Netz, als galvanisierte Kupferauflage in eine quadratische Glasplatte gearbeitet, bildet das Fundament für eine Kugel mit edel dunkelvioletter Kassettierung (Taxe 13.000 bis 16.000 EUR). Neben der Schweizer Sammlung von plastisch gestaltetem Glas offeriert Fischer schon am 12. Oktober weitere privat zusammengetragene Stücke, die allerdings nicht auf den rein artifiziellen Bereich beschränkt sind. Beide mit jeweils einem Katalog gewürdigten Kollektionen stehen neben dem Hauptangebot, das mit Vielfalt und hochkarätigen Objekten überzeugen kann.

Jungendstil und Art Déco einer Privatsammlung

Ein Schwerpunkt der zweiten Privatsammlung, die Fischer anvertraut wurde, liegt auf Jugendstil und Art Déco. Dabei treten zunächst Werke Gabriel Argy-Rousseaus hervor, unter anderem die Figur einer Tänzerin, die Marcel Bouraine 1928 für den französischen Glaskünstler entwarf. Schwungvoll hebt sie ihr rechtes Bein und hält das Tuch, das sie nur unzulänglich verhüllt, mit den Händen über dem Rücken. Die Frau aus farblosem, grünem und blauem Pâte de cristal balanciert so über abstrakten Spiralformen (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR). Ebenfalls von Argy-Rousseau ist die sechs Jahre jüngere Vase „Tragi-Comic“ mit einem Fries aus sechs antiken Masken in tragischen und lustigen Emotionen (Taxe 9.000 bis 11.000 EUR). Dieses kulturelle Erbe griff er 1927 nochmals für eine blaugrüne Vase mit griechischem Fries auf, deren Bänderung im oberen Drittel an Mäander angelehnt ist (Taxe 5.500 bis 6.500 EUR). Der Natur entnahm Argy-Rousseau 1922 die Orangenpflanzen auf einer einfachen Trichtervase, die vor lila-weißem Grund jedes zweite rechteckige Feld füllen. Organisch ist genauso die braune Vase mit Distelmotiv von 1927, deren pflanzliche Vorlage zum Ornament abstrahiert ist (Taxe je 6.000 bis 7.000 EUR).

Lötz Witwe aus Klostermühle gilt als bedeutende österreichisch-böhmische Manufaktur des Jugendstils. Für diese kreierte Josef Hoffmann 1911 zwei Vasen mit Vegetationsdekor zwischen geometrischen Mustern in Schwarzviolett auf weißem Opalglas, von denen die kleinere breitere nun 7.000 bis 10.000 Euro, die höhere schmalere 8.000 bis 12.000 Euro kosten soll. Immer noch an stilisierte Blätter erinnert Adolf Beckerts vertikal ausgerichtete Verzierung der Vase „Penséé Melusin mit Opalviolett“ von 1909/10 (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). 1916 beschränkte sich Hans Bolek ebenso auf eine rein abstrakte Verzierung aus orangefarbenen langgezogenen Emailtropfen und kleinen Punkten auf einer schwarzen Vase mit breitem Tellerstand (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Das Exemplar „Opal mit Kaiserrot“, deren Form Michael Powolny 1918 für Lötz Witwe vorlegte, ist mit Marey Beckert-Schiders intensiv rotem Dekor wieder mit deutlicheren Pflanzendarstellungen besetzt (Taxe 5.500 bis 6.500 EUR). Zackiger und energischer sind die blauen Formen auf ihrer gleichaltrigen Deckeldose von 1924 (Taxe 2.700 bis 3.300 EUR).

Wer es schlichter und geometrischer mag, kann für 4.500 bis 5.500 Euro auf ein Weinglas bieten, das Meyr’s Neffe 1906 nach Ideen von Otto Prutscher ausführte. Mit seinen zwölf übereinander gereihten Quadraten am Stängel, die abwechselnd durchsichtig und goldgelb sind, sowie dem Kelch, an dessen oberen Rand die farblosen Formen als Fries wieder auftauchen, wirkt es zeitlos elegant. Seltener trifft man auf den Namen Heinrich Strehblow. Der 1862 geborene Wiener führte ab 1907 die Fachschule für Glasindustrie im böhmischen Haida und schuf als Direktor um 1910 seine farblose Vase mit dem violetten Überfang der „Tränenden Herzen“ (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR). Für das Art Déco stehen dann Oswald Lipperts dynamische Blattspangen auf einer kobaltblauen Vase von 1922/25 (Taxe 600 bis 800 EUR) oder Josef Drahonovskys auf Wolken sitzende Frauenakte in dickem Opakweiß über ebenfalls blauem Vasengrund um 1930 (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR). Exotische Pflanzen wuchern auf einer grünen Vase aus dem Jahr 1927 von Heinrich Hußmann für Ludwig Moser & Söhne aus Karlsbad (Taxe 900 bis 1.100 EUR). Späte Ausprägungen des Art Déco finden sich auf zwei Vasen, die Bruno Riedel um 1950 mit kernigen Frauen- und Männerakten dicht bemalt hat (Taxe je 1.800 bis 2.200 EUR), oder auf René Roubíceks dickwandigem Gefäß, aus dem er 1948 Heiligenfiguren, aber auch Panzer und Soldaten geschnitten hat (Taxe 3.500 bis 4.500 EUR).

Schmuckvolles Kunsthandwerk

Auch für älteres Glas und mannigfaltiges Kunsthandwerk konnten sich die Sammler begeistern, etwa für eine Kaminuhr von Dagobert Peche, die Max Welz 1922 in Wien schnitzte. Gelagert ist das Zifferblatt auf zwei robusten, pflanzlich geformten Stützen. Prunk verleiht ihr unter anderem das Gehäuse aus vergoldetem Messing (Taxe 8.500 bis 9.500 EUR). Um 1830 entstand unter Friedrich Egermann in Blottendorf oder Haida eine Deckeldose aus Steinglas mit marmorierter grüner Fassung, die 3.500 bis 3.800 Euro einspielen soll und in ihrer Formgebung zur 4.000 bis 5.000 Euro teuren violetten Agatinopal-Deckeldose auf Presentoir der Gräflich Buquoyschen Glashütten der Zeit um 1835 passt. Ihre feine Bemalung zeichnet die prunkvolle Deckelvase der Gräflich Harrachschen Glasfabrik aus Neuwelt um 1860 aus. Das museale Los zieren stilisierte Lilien, Blüten und Vögel in kräftiger Farbintensität, die der Kontrast zum schwarzen Grund noch verstärkt (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR).

Den Schmuck machen schon alleine seine edlen Materialien aus. Auf einem Ring des Art Déco aus Platin funkelt ein großer Diamant von zehn Karat im antiken Kissenschliff, der seitlich von Smaragd-Baguettes nochmals hervorgehoben wird (Taxe 65.000 bis 75.000 EUR). In zwei Ohrringen der Zeit um 1910 ist der begehrte Stein in Altschliff von Rotgold eingefasst (Taxe 45.000 bis 55.000 EUR). Älter ist beim Silber eine teils vergoldete Fußschale mit fein gravierten Blattranken, die die Fahne durchbrechen, und einem Henkel mit Muschelwerk. Geschaffen hat sie Reinhold Eckert 1828 im estnischen Dorpat (Taxe 1.500 bis 1.600 EUR). Beim Porzellan stechen eine detailverliebt bemalte Tasse und Untertasse mit der Darstellung der Drei Marien am leeren Grab aus der Porzellanmanufaktur Schlaggenwald um 1830 für 1.100 bis 1.300 Euro sowie ein Paar tänzelnd dynamischer Figuren der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten aus den 1920er Jahren für 900 bis 1.200 Euro hervor.

Altes Glas für Liebhaber

Fischers Hauptauktion führt unter anderem einen Berkemeyer aus Deutschland oder den Niederlanden des 16. oder 17. Jahrhunderts an. Der blaugrüne Vorgänger des Römers mit einem kurzen, kaum sichtbaren Sprung ist in einem für sein Alter guten Zustand, der 15.000 bis 17.000 Euro rechtfertigen soll. Schlichter ist der deutsche hellgrüne Becher mit Kreuzrippen des 15. Jahrhunderts (Taxe 6.400 bis 6.800 EUR). In der selben Zeit wurde im Rhein-Main-Gebiet eine grüne Flasche geblasen, deren exzellente Erhaltung 6.000 bis 9.000 Euro fordert. Etwas jünger ist ein Paar alpenländischer, wohl aus Kramsach in Tirol stammender Schnapsflaschen mit Zinnschraubverschluss und Rippenverzierung aus dem 17. oder 18. Jahrhundert in Blau oder Braun für je 5.000 bis 7.000 Euro. Seltener sind die Kugelflasche aus kobaltblauem Glas mit Warzendekor der selben Herkunft und ihr birnförmiges Pendant (Taxe je 9.000 bis 12.000 EUR).

Ein Prunkstück des barocken Glases ist ein von Friedrich Winter um 1700 im schlesischen Hermsdorf erstellter Becher mit Hochschnittornamenten und dem Wappen der Grafen Schaffgotsch. In zwei weitere Felder hat Winter kunstvoll die Szene zweier Reiter vor einem Schloss sowie die skurrile Darstellung eines Kavaliers geschnitten, der einen Jagdhund samt Hasen auf dem Rücken zieht und einen neben sich tanzenden Jüngling erblickt (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Ein verspiegelter Kabinettschrank des 18. Jahrhunderts aus Deutschland oder Böhmen, dessen ebonisierter Holzkorpus mit Glasplatten voller Gravuren und Schliffornamenten sowie Minerva als Allegorie der Hoffnung besetzt ist, beeindruckt mit seiner detailverliebten Ausführung (Taxe 3.000 bis 4.500 EUR). Der Monatsbecher „November“ lässt sich laut Inschrift „Mildner fecit a Gutenbrunn 1795“ dem Glaskünstler Johann Joseph Mildner zuordnen, der für sein uriges Medaillon aus Lackfarben einen Zwerg mit Bogen und Pfeilköcher als Sternbild des Schützen hergenommen hat (Taxe 3.500 bis 5.000 EUR). Nach einer Stichvorlage von Gottlieb Wilhelm Hüllmann hat ein gewisser „Quirin Graveur“ um 1807 auf eine Glasplatte das Brustbild des „Jérome Napoléon – Roi de Westphalie“ im Profil geschnitten und gemalt. Der Name des Herrschers und sein Wappen sind unter seinem Portrait festgehalten (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Mit seinem Jugendstilglas hat sich der Franzose Emile Gallé einen Namen gemacht. Seine frühe Schalenvase in Grün von etwa 1892 mit gemalten Frauenschuh und Pilzen steht auf einer schwungvollen vierfüßigen Metallmontierung (Taxe 4.500 bis 5.500 EUR). Sein vierzehnteiliges Likörservice aus hellbraunem Glas von 1880/84, verziert mit Disteln, ist für nur 500 Euro weniger zu haben. Später abstrahierte Gallé seine Pflanzendekors stärker. Eine Vase mit Tränendem Herzen der 1920er Jahre ist im Grunde matt zitronengelb und kontraststark harmonisch rot überfangen (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR). Die etwa gleichaltrige Vase mit Oleander ähnelt dieser Farbigkeit, allerdings ragen die Blätter und Blüten hier in Rosa und Grün von oben herab (Taxe 5.500 bis 6.500 EUR). Um 1914 schufen schon die Daum Frères in Nancy ähnliche Gefäße, beispielsweise mit umlaufenden Sonnenhut in Violett auf Glas mit orangegelber Pulvereinschmelzung (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Für Schnäppchenjäger steht stilverwandt die Vase mit Glyzinienzweigen der Glasfabriken Wilhelm Kralik Sohn aus Eleonorenhain für 350 bis 450 Euro bereit.

Kunst aus Glas

Abstrakt ist zumeist das Studioglas. Um 1951 entwarf Fulvio Bianconi für Venini in Murano die Vase „Istanbul“. Großflächige Plättchen in Bernsteingelb, Schwarzgrau und Hellviolett färben das elegante Objekt für 7.000 bis 8.000 Euro. Erwin Walter Burger ging in dieser Zeit einen anderen Weg. Aus einem massiven grünen Hüttenglasbrocken schnitt er in Mailand „Scimmia“, die Tierplastik eines gedrückten, seine Gliedmaßen dicht am Körper haltenden Affen (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Zum gleichen Preis bietet Fischer die von Dino Martens gestaltete Vase „Zanfirico“ um 1957/58 an, die wohl komponiert mit farbigen „zanfirici“-Stäben besetzt ist und eine bunte Netzstruktur ausbildet. Auch Pablo Picasso widmete sich dem Werkstoff und modellierte den „Satiro“ für das Centro Studio Pittori – Fucina degli Angeli in Murano. Die kräftige mythologische Figur in Kobaltblau von 1960 sitzt recht teilnahmslos mit Blick zum Betrachter da (Taxe 9.000 bis 11.000 EUR). Picassos kopfloser „Condor con collare“ von 1965 verlangt 6.000 bis 8.000 Euro, seine wiederum blaue „Donna seduta“ von 1956 liegt mit 7.000 bis 9.000 Euro etwas höher. Picasso tritt dann sogar selbst in Erscheinung und zwar in Gestalt der grauen Glasbüste „L’art d’abord“, die Erwin Eisch 1993 mit bunten Emailfarben übermalte (Taxe 3.800 bis 4.500 EUR).

Eisige Töne griffen 1989 Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová für ihren „Table laid for a Bride“ auf. Zwischen tiefem Lila über Blau zu Weiß changieren die Farben der abstrakten Dreieckform aus Saphiringlas (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). William Morris’ „Artifacts Still Life“ ist da weniger leuchtend. Der Amerikaner legte 1993 einen realitätsnahen Totenkopf mit einigen Knochen in eine hängende Schale, an deren Halterungsstab weitere Körperteile von Tieren baumeln. Durch seine massive Wirkung und die Nachahmung anderer Materialien baut das Vanitas-Stillleben einen spannungsvollen Kontrast zu seinem zerbrechlichen Rohstoff Glas auf (Taxe 30.000 bis 38.000 EUR). Freundlich lächelt hingegen Kiki Kogelniks „Multi-Striped Head“ von 1995 mit abstehenden schwarzen Haaren und bunten Streifen im Gesicht (Taxe 19.000 bis 23.000 EUR). Erst jüngst goss, schliff und polierte Vladimír Procházka die Glasarbeit „Deep Waters“ in tiefem Blau, die durch ihre Farbintensität, das durchschimmernde Licht und ihre undefinierten Konturen glänzt. Eine glatte runde Aussparung in der Mitte lässt einen hellen Schein durch die Plastik von 2018 treten (Taxe 9.000 bis 11.000 EUR).

Die Privatsammlung „Glas, Schmuck & Kunsthandwerk“ versteigert Fischer am 12. Oktober ab 15 Uhr. Am nächsten Tag folgen ab 10 Uhr das „Europäische Glas & Studioglas“ sowie das „Internationale Studioglas aus einer Schweizer Privatsammlung“. Die Vorbesichtigung aller Lose ist vom 8. bis zum 11. Oktober jeweils von 11 bis 17 Uhr möglich; für die später aufgerufenen Offerten zusätzlich am 12. Oktober von 9 bis 12 Uhr. Die Bestände sind online unter www.auctions-fischer.de abrufbar.

Kontakt:

Kunstauktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Trappensee-Schlösschen

DE-74074 Heilbronn

Telefax:+49 (07131) 15 55 720

Telefon:+49 (07131) 15 55 70

E-Mail: info@auctions-fischer.de



05.10.2018

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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