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Ausstellungen

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Drei Ausstellungen unter dem Dach in Düsseldorf

Wim Delvoye, Ghada Amer und Liza Lou



Wim Delvoye, Cloaca, 2000/2001

Wim Delvoye, Cloaca, 2000/2001

Eine riesige Maschinerie erstreckt sich über 12 Meter. Durchsichtige Schläuche verbinden mehrere Glasgefäße mit undefinierbarem gelb-orangenem Inhalt miteinander. Auf einer Seite erhält die Apparatur über ein trichterartiges Element dreimal am Tag ihre „Mahlzeiten“, mittags bestehend aus einem Drei-Gänge-Menü, das in einem nahe gelegenen Restaurant zusammengestellt wird. Säuren, Enzyme und etwa 400 Bakterienarten sorgen zusammen mit einer Computersteuerung dafür, daß am Ende exkrementartige, braune Würste ausgeschieden werden, ähnlich dem menschlichen Verdauungsprozeß.



„Cloaca“ heisst die Installation des belgischen Künstlers Wim Delvoye, dessen Werke neben zwei weiteren Künstlerinnen, derzeit im Museum Kunst Palast in Düsseldorf zu sehen sind. Der 1965 geborene Flame, wurde 1992 durch seine Teilnahme an der documenta 9 in Kassel international bekannt. In Düsseldorf zeigt er als Höhepunkte seine neuen Arbeiten, wie zum Beispiel seine großformatigen Glasfenster mit menschlichen Röntgenbildern. Die unterschwellig erotischen Anspielungen, die sich dort verbergen, sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Aber auch ältere Werke, wie „Decorated Butane gas bottles“ von 1988/89 und „72 shovels and 1 concrete mixer“ von 1991 sind unter den insgesamt 13 Exponaten. Leicht ironisch wirken seine Arbeiten, die oft Rituale und Gegenstände des Alltags darstellen. Schon sein aus Teakholz aufwendig geschnitzter Zementmischwagen in Originalgröße, der 1999 auf der Biennale in Venedig zu sehen war, machte die für ihn charakteristische Verbindung von Gegensätzen deutlich.

Die Arbeiten der 1963 in Kairo geborenen Ghada Amer sind Inhalt der zweiten Ausstellung. Fäden hängen von den Leinwänden herab, Farbe überlagert die Stickmotive auf den Werken der in New York lebenden Künstlerin. Dienten ihr in den 1990er Jahren Schnittmuster als Vorlage, so sind seit 1992/93 vor allem pornografische Szenen ihr Bildinhalt. Aus der Ferne wirken sie ungegenständlich, erst aus der Nähe sind die seriell abgebildeten Körper erkennbar. Dadurch entsteht eine Verbindung von Schrift, Bildmotiv und Abstraktion. Der Widerspruch der weiblich konnotierten Tätigkeit des Stickens und der Darstellung von Pornografie wird von Ghada Amer absichtlich entkräftet. Sie spricht so die geschlechterspezifische Rollenzuordnung neu an. Mit mehr als dreißig Exponaten, darunter „The little girl“ von 2001, sowie ihr vierteiliges Werk „Cinq Femmes au Travail“ von 1991, dokumentiert das Museum Kunst Palast ihre Arbeit seit Anfang der 1990er Jahre. Die Schau war zuvor im Henie Onstad Kunstsenter bei Oslo zu sehen.

In einer dritten Präsentation werden zwei großformatige Installationen aus der Perlenwelt der Liza Lou vorgestellt. Die 1969 in New York geborene Künstlerin, die ausschließlich mit Perlen und Pailletten arbeitet, verwandelt die triste Realität in eine bunte Glitzerwelt. „The American Way of Life“, die Sehnsucht nach Schönheit, aber auch der Glanz der zum Kauf lockenden Konsumtempel steckt in ihren Arbeiten. Das Werk „Kitchen“ von 1991-95 ist eines ihrer beiden in Düsseldorf ausgestellten Exponate. Dazu baute sie eine typische amerikanische Küche im Maßstab eins zu eins komplett aus Pappmaché nach, bemalte die Oberflächen und applizierte darauf die Glasperlen. Details wie Cornflakes, Budweiser-Six-Pack und ein überquellender Spültrog dürfen hier natürlich nicht fehlen.

Poppig, fast schon kitschig wirkt auch „Back Yard“, eine weitere zentrale Arbeit der Künstlerin, die den Blick durch ein Fenster in einen Hinterhof auf die Szenerie eines Barbecues freigibt. Auch hier fasziniert die Farbigkeit in Verbindung mit der Liebe zum Detail. Liza Lou selbst sagt über ihre Beschäftigung mit dem ungewöhnlichen Werkstoff: „Meine Arbeit resultiert nicht aus einer ungezügelten Leidenschaft, nur alles mit Perlen bedeckt sehen zu wollen. Perlen sind ein Material, das ich benutze, um zu vermitteln, wie ich die Welt sehe.“

Die Ausstellungen sind noch bis zum 5. Mai von Dienstag bis Sonntag in der Zeit zwischen 12 und 20 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt inklusive des Künstlermuseums beträgt sieben Euro. Zu den Ausstellungen von Ghada Amer und Liza Lou sind bereits Kataloge erschienen. Die Schau von Wim Delvoye wird in leicht veränderter Form auf Tournee gehen, ein Katalog wird veröffentlicht.

Kontakt:

Museum Kunst Palast

Ehrenhof 4-5

DE-40479 Düsseldorf

Telefon:+49 (0211) 566 42 100

Telefax:+49 (0211) 566 42 906

E-Mail: info@museum-kunst-palast.de



14.04.2002

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Andrea Kümmel

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Veranstaltung vom:


02.02.2002, Wim Delvoye, Ghada Amer, Liza Lou

Bei:


Museum Kunst Palast

Bericht:


Galerie Kewenig präsentiert Ghada Amer

Bericht:


100 Jahre Museum Kunst Palast

Variabilder:

Liza Lou, Kitchen,
 1991-1995
Liza Lou, Kitchen, 1991-1995

Variabilder:

Wim Delvoye,
 Cloaca, 2000/2001
Wim Delvoye, Cloaca, 2000/2001

Variabilder:

Ghada Amer, The
 Little Girl, 2001
Ghada Amer, The Little Girl, 2001

Künstler:

Wim Delvoye

Künstler:

Ghada Amer







Liza Lou, Kitchen, 1991-1995

Liza Lou, Kitchen, 1991-1995

Ghada Amer, The Little Girl, 2001

Ghada Amer, The Little Girl, 2001




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