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Geta Bratescu gestorben

Geta Bratescu, Zensiertes Selbstporträt, 1978

Geta Bratescu ist tot. Die rumänische Konzeptkünstlerin starb gestern im Alter von 92 Jahren in Bukarest. Lange Zeit nahm sie die Kunstwelt nicht wahr, erst im hohen Alter gelang ihr 2013 mit der Teilnahme an der Biennale in Venedig der internationale Durchbruch. Bratescu wurde 1926 in der Stadt Ploiesti nördlich von Bukarest geboren. Sie erkannte schon früh ihre Neigung zur Kunst und begann nach dem Krieg das Malereistudium bei Camil Ressu an der Universität Bukarest. Es folgte später das Studium der Literatur und Philosophie. Doch die Kommunisten verweigerten ihr den Abschluss. Schließlich erhielt die Grafikerin, Fotografin und Textilkünstlerin 1971 ihr Diplom am Institut der Schönen Künste in Bukarest. Ab dieser Zeit wurde Geta Bratescu in Rumänien wahrgenommen und mit einigen nationalen Auszeichnungen geehrt. Bereits 1970 zeichnete die rumänischen Kunstzeitschrift „Arta“ die Künstlerin aus. 1993 folgten der Ion-Andreescu-Preis der Rumänischen Akademie und ein Jahr später der Ambiente-Preis des Verbandes Bildender Künstler. Der Höhepunkt ihrer Karriere bildete die Vergabe der Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität der Künste Bukarest im Jahr 2008. Die Hamburger Kunsthalle widmete Bratescu vor zwei Jahren eine Retrospektive. 2017 nahm sie an erneut an der Biennale in Venedig sowie an der Documenta 14 teil.

Ihre Werke bestechen durch neue Form- und Sinnzusammenhänge. Häufig kontextualisierte sie ihr eigenes Atelier und verwob Stoffe aus der Weltliteratur – seien es antike Mythen oder Werke von Kafka und Brecht – zu textilen Kunstwerken. So fertigte sie allegorische Wandteppiche zum Thema der Medea. Ihre Kunst vereint Abstraktes und Gegenständliches. Dabei nutzte sie unterschiedliche Medien. Sie zeichnete, modellierte, filmte und fotografierte. 1983 illustrierte Bratescu unter anderem Goethes Faust. Die Linie findet sich in vielen ihrer Werke und ist oft Ausdruck des bewegten Lebens der Künstlerin. Mittels Aktionskunst, die sie filmisch festhalten ließ, löste sie die Linie von der Fläche und erweiterte sie zu einem räumlichen Konstrukt. Beispielsweise drehte Bratescu den Künstlerfilm „Hände und Atelier“ 1973 zusammen mit dem ebenfalls rumänischen Konzeptkünstler Ion Grigorescu. In den 1990er Jahren folgten dann „Earthcake“ und „Cocktail automatic“. In den Filmen machte sie die körperliche Bewegung der Linie erfahrbar. Wie Bratescu selbst 2017 sagte, sei das Zeichnen ein Gefühl von Freiheit, denn sie würde zeichnen, als könne sie durch den Raum fliegen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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Geta Bratescu, Zensiertes Selbstporträt, 1978
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Künstler:

Geta Bratescu








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