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Retrospektive zu Klaus Hähner-Springmühl in Leipzig

Mit seiner aktuellen Ausstellung will das Museum der bildenden Künste in Leipzig Klaus Hähner-Springmühl rehabilitieren. Der 1950 in Zwickau geborene Autodidakt war in der oppositionellen Kunstszene der DDR einflussreich und übte in der Radikalität seines Tuns auf viele jüngere Künstler eine Faszination aus. Neben Gemälden und Zeichnungen umfasst sein Œuvre Fotoübermalungen, Collagen und Rauminstallationen, bildkünstlerische und musikalische Performances. Die Ausstellung präsentiert neben Werken aus dem eigenen Besitz auch bisher nicht öffentlich gezeigte Arbeiten des Künstlers, die nun wissenschaftlich sowie museal erfasst und vorgestellt werden. Zu sehen sind grafische und malerische Arbeiten sowie Collagen Hähner-Springmühls ebenso wie Fotodokumentationen seiner zahlreichen Performances.

Jedes Einzelwerk des Künstlers, der von 1969 bis 1972 in Cottbus Ingenieur für Bauwesen studierte, sei „nur Fragment einer einzigen großen, alle Aspekte seines Lebens umfassenden Performance“, so die Mitteilung des Museums. „Die erhaltenen Arbeiten stellen nur Relikte seiner steten Selbstinszenierung dar.“ Die Freundschaft mit Michael Freudenberg und erste gemeinsame Projekte ließen Klaus Hähner-Springmühl sein Studium abbrechen und schließlich nach Chemnitz, Dresden und Leipzig ziehen. Er verfolgte gattungsübergreifende Gesamtkonzepte, um den für ihn lebensnotwendigen künstlerischen Prozess am Laufen zu halten und um sich von den Beschränkungen reiner Kunstformen frei zu machen.

Das zentrale Thema für Klaus Hähner-Springmühl war die grundlegende Bedeutung von Kunst. Die Kunst erlaubte ihm die Selbstbefragung des Ichs und die Selbstbefreiung aus den Zwängen einer gesellschaftlich und künstlerisch reglementierten Existenz. Er nutzte die gestische Abstraktion und steuerte die Rezeption durch ständige Performances, stete Neu- und Nachbearbeitung früherer Arbeiten, spontane Neuschöpfungen und fotografische Dokumentationen der Werkprozesse. Hähner-Springmühl, seit 1982 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, beeinflusste viele junge Künstler. Seine Erfolge, unter anderem Projekte mit A.R. Penck, experimentelle Arbeiten mit Michael Freudenberg und ab 1980 zahlreiche öffentliche Aktionen, endeten nach der Wende. Ein Grund hierfür war sein Widerstand gegen die Normen der Markttauglichkeit. Von 1990 bis 1992 reiste er durch Europa und nach Japan, wo er bis 1993 lebte. Drei Jahre später verstärkten sich psychische Probleme, worauf hin Klaus Hähner-Springmühl mehrere seiner Arbeiten zerstörte. Er starb am 15. Juli 2006 durch Herz-Kreislaufversagen.

Die Ausstellung „Klaus Hähner-Springmühl. Kandidat“ läuft bis zum 10. Februar 2019. Das Museum der Bildenden Künste in Leipzig hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt ab dem 19. Lebensjahr 10 Euro, ermäßigt 7 Euro und ist jeden ersten Mittwoch im Monat kostenlos. Begleitend zur Schau erscheint in Kürze ein Katalog mit Beiträgen von Fabian Müller, Christoph Tannert und Alfred Weidinger.

Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
D-04109 Leipzig

Telefon: +49 (0)341 – 216 990
Telefax: +49 (0)341 – 216 999 99

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


07.09.2018, Klaus Hähner-Springmühl. Kandidaten

Bei:


Museum der Bildenden Künste Leipzig

Künstler:

Klaus Hähner-Springmühl








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